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für BS täglich 124W

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2022-08-17

1,6 Καὶ ὑμεῖς μιμηταὶ ἡμῶν ἐγενήθητε καὶ τοῦ κυρίου, δεξάμενοι τὸν λόγον ἐν θλίψει πολλῇ μετὰ χαρᾶς πνεύματος ἁγίου,

„Und ihr seid unsere Nachahmer geworden und die des Herrn, indem ihr das Wort in viel Bedrängnis mit Freude des Heiligen Geistes aufgenommen habt,“ (1Thess.1,6)

Das hört sich nach einer kurzen Zeit an, in der die Thess die Worte von Paulus angenommen haben indem (- oder: dabei haben…) sie sich so verhalten hatten wie Paulus.

Dieser Text sagt also nicht aus das wir Paulus jetzt nachahmen sollen. – Und er sagt auch nicht aus, was nach der kurzen Zeit passiert, nachdem man das Wort (was ja eigentlich die Person Christi ist…) aufgenommen hat.

 

2022-08-16

1,5 ὅτι τὸ εὐαγγέλιον ἡμῶν οὐκ ἐγενήθη εἰς ὑμᾶς ἐν λόγῳ μόνον ἀλλὰ καὶ ἐν δυνάμει καὶ ἐν πνεύματι ἁγίῳ καὶ [ἐν] πληροφορίᾳ πολλῇ, καθὼς οἴδατε οἷοι ἐγενήθημεν [ἐν] ὑμῖν δι’ ὑμᾶς. 

„denn unser Evangelium erging an euch nicht im Wort allein, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewissheit; ihr wisst ja, als was für Leute wir um euretwillen unter euch auftraten.“ (1Thess.1,5)

Wort und Kraft, Geist, Gewissheit. Paulus schreibt also hier Worte, die sagen, dass er nicht nur Worte allein gebracht hat. Also mehr also Worte. – Dies gilt aber nur für die Thess und für die Empfänger der anderen Paulusbriefe aus den Städten wo er war – für die anderen nicht – weil die ja nur seine Worte lesen.

 

2022-08-15

1,4 εἰδότες, ἀδελφοὶ ἠγαπημένοι ὑπὸ [τοῦ] θεοῦ, τὴν ἐκλογὴν ὑμῶν,

„und wir kennen, von Gott geliebte Brüder, eure Auserwählung;“ (1Thess.1,4)

Gott hat dem Paulus gezeigt, wer von den Thessaloichern auserwählt ist. Es gab also kein Zufallsverfahren, sonder ganz konkrete Aktionen. Somit war es für Paulus damals sehr einfach – er brauchte ja nur alle seine Aufmerksamkeit und Kraft auf diese eindeutige Gruppe zu richten – sehr effizient und Ressourcen schonend. 100% Effizienz.

 

2022-08-14

1,3 μνημονεύοντες ὑμῶν τοῦ ἔργου τῆς πίστεως καὶ τοῦ κόπου τῆς ἀγάπης καὶ τῆς ὑπομονῆς τῆς ἐλπίδος τοῦ κυρίου ἡμῶν Ἰησοῦ Χριστοῦ ἔμπροσθεν τοῦ θεοῦ καὶ πατρὸς ἡμῶν,

vor unserem Gott und Vater an euer Werk des Glaubens gedenken und die Bemühung der Liebe und das Ausharren in der Hoffnung auf unsern Herrn Jesus Christus;“ (1Thess.1,3)

„Werk des Glaubens – Bemühung der Liebe – Ausharren in der Hoffnung“ – Alles Schlagworte die heute bei der Interpretation der Bedeutung neu gefüllt werden müssen. Was das bedeutet, konkret bedeutet kann der, der er Interpretiert ja nur aus ableiten aus Massen die er woanders gehört hat, wie zum Beispiel: „Bete eine Stunde…“ oder „Bete mindestens 2,5 Stunden“ oder „Sie frei vom Heiligen Geist geleitet in dem was heute tust.“ Wenn es nicht ein heutige Praxis gibt die diesen Worten Glaube, Liebe, Hoffnung Bedeutung gibt, haben sie eben keine Bedeutung… sie sind dann nur 2000 Jahre alte Aussagen, die damals den Hörern etwas sagten.

 

2022-08-13

1,2 Εὐχαριστοῦμεν τῷ θεῷ πάντοτε περὶ πάντων ὑμῶν μνείαν ποιούμενοι ἐπὶ τῶν προσευχῶν ἡμῶν, ἀδιαλείπτως

„Wir danken Gott allezeit für euch alle, indem wir euch erwähnen in unseren Gebeten und unablässig“ (1Thess.1,2)

Unablässig – ständig – von Morgens bis Nachts. Sehr intensiv. Ist das Standard für alle Christen die diesen Brief lesen? Nein. Aber wenn ich jemanden liebe, werden ich auf jeden Fall sehr oft an diese Person denken.

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2022-08-12

4,18 ἀσπασμὸς τῇ ἐμῇ χειρὶ Παύλου. μνημονεύετέ μου τῶν δεσμῶν. χάρις μεθ᾽ ὑμῶν.

„Der Gruß mit meiner, des Paulus, Hand. Gedenkt an meine Fesseln! Die Gnade sei mit euch! Amen.“ (Kol.4,17)

Drückt „Gedenkt an“ eine Verbundenheit aus. Ja, denn anders geht es ja nicht, wenn man weit weg ist und kein Handy hat und nicht hinfahren will. Wieso sollen die Kolosser an sein Fesseln denken? – darüber kann man spekulieren – aber sicher ist das Paulus in seine Situation in Bedrängnis ist und es ihm wohl nicht allzu gut geht – denn Fesseln bedeutet ja auch Gefängnis, schlechtes Essen usw.

 

2022-08-11

4,16 καὶ ὅταν ἀναγνωσθῇ παρ᾽ ὑμῖν ἐπιστολή, ποιήσατε ἵνα καὶ ἐν τῇ Λαοδικέων ἐκκλησίᾳ ἀναγνωσθῇ, καὶ τὴν ἐκ Λαοδικείας ἵνα καὶ ὑμεῖς ἀναγνῶτε.

„Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so sorgt dafür, daß er auch in der Gemeinde der Laodizeer gelesen wird, und daß ihr auch den aus Laodizea lest.“ (Kol.4,16)

Die sollen also gegenseitig ihre Briefe lesen. Soll ich das auch?

 

2022-08-10

4,15 Ἀσπάσασθε τοὺς ἐν Λαοδικείᾳ ἀδελφοὺς καὶ Νύμφαν καὶ τὴν κατ᾽ οἶκον αὐτῆς ἐκκλησίαν.

„Grüßt die Brüder in Laodizea und den Nymphas und die Gemeinde in seinem Haus.“ (Kol.4,15)

Wir erfahren nur, das die Gemeinde im Haus von Nymphas ist – mehr nicht. Wir erfahren nicht wie viele es sind, ob sie sich jeden Monat ober nur alle drei Jahre dort treffen. Ob es noch 40 oder nur 15 weitere Häuser gibt in denen auch Gemeinden sind – und wir erfahren auch nicht ob die Gemeinde dort die Normgemeinde für die nächsten 2000 Jahre ist. Wir können also aus dieser Aussage nicht viel herauslesen – aber einige Ausleger und Gemeindegründer haben in diese paar Worte ihre Vorstellung von Gemeinde hineingelesen – und — und sie dann auch dort wieder gefunden.

 

2022-08-09

4,6 λόγος ὑμῶν πάντοτε ἐν χάριτι, ἅλατι ἠρτυμένος, εἰδέναι πῶς δεῖ ὑμᾶς ἑνὶ ἑκάστῳ ἀποκρίνεσθαι.

„Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, damit ihr wißt, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.“ (Kol.4,6)

Wenn Worte mit Salz gewürzt werden, dann sind sie für das Gegenüber oft passend – Sie kommen „richtig“ bei dem Anderen an. Da dies eine Metapher ist und hier kein echtes Salz benutzt wird ist also davon auszugehen das es etwas anderes ist. Ergebnis jedenfalls ist, das man vernünftig, ordentlich und „gut“ miteinander redet – jedenfalls von einer Seite aus – selbst dann wenn der andere die Kommunikation abbricht. Die Kolosser sollen aus täglich darauf bewusst achten das ihr Wort gewürzt ist – das erlagt Selbstdisziplin und fokussieren. Denn wenn ihnen das durch den Heiligen Geist so einfach zufliegen würde, bräuchte Paulus ihnen das nicht so deutlich schreiben,,,, außer natürlich wenn er sie in diesem Fall etwas ärgern will.

 

2022-08-08

4,5 Ἐν σοφίᾳ περιπατεῖτε πρὸς τοὺς ἔξω τὸν καιρὸν ἐξαγοραζόμενοι.

„Wandelt in Weisheit denen gegenüber, die außerhalb sind, und kauft die Zeit aus!“ (Kol.4,5)

Warum schreibt Paulus schon wieder, wie sich die Kolosser zu verhalten haben – sagt es aber nur so allgemein, das die dann letztlich doch machen können, was sie wollen. Zu mehr ist man in einem Brief an eine ganze große Gruppe wohl nicht im Stande. Wenn Paulus wird an anderer stelle mit Namensnennung des Betroffenen konkreter, aber hier bei seinen Aufforderungen für alle bleibt er allgemein und zeigt nur in eine bestimmte Richtung. So ein Wegweiser ist gut – wenn die Kolosser an einer Weggabelung stehen und sich fragen in welche Richtung es jetzt geht – dann zeigt einer auf das Schild des Paulus mit dem Pfeil in die bestimmte Richtung und sagt: „Leute, hier lang!“

 

2022-08-07

4,3-4 προσευχόμενοι ἅμα καὶ περὶ ἡμῶν, ἵνα θεὸς ἀνοίξῃ ἡμῖν θύραν τοῦ λόγου λαλῆσαι τὸ μυστήριον τοῦ Χριστοῦ, δι᾽ καὶ δέδεμαι, ἵνα φανερώσω αὐτὸ ὡς δεῖ με λαλῆσαι.

Betet zugleich auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis des Christus auszusprechen, um dessentwillen ich auch gefesselt bin, Damit ich es so offenbar mache, wie ich reden soll.“ (Kol.4,3-4)

Damals brauchte Paulus ein Tür – das bedeutet das alles ansonsten zu war und er nichts entscheidendes über Gott aussprechen konnte. Brauchen wir heute auch eine Tür? Zur Zeit NEIN. Da es das „Wir“ als Voraussetzung für Tür nicht gibt – gibt es auch keine Tür. Paulus hatte damals ein Wir und somit waren Türen relevant – das ist aber aktuell ganz anders // der Bibelvers Kol.4.3-4 trifft als nicht mehr auf uns heute zu und verschleiert ehr, als das er hilft.

 

2022-08-06

4,2 Τῇ προσευχῇ προσκαρτερεῖτε, γρηγοροῦντες ἐν αὐτῇ ἐν εὐχαριστίᾳ,

„Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin mit Danksagung.“ (Kol.4,2)

Ein Beten vor dem Essen oder eine Gebet vor dem Schlafen gehen reicht Paulus hier nicht. Ausdauer wird hier von ihm nicht weiter spezifiziert, aber er weit damit das es länger sein soll als ein paar Sätze. Da er nicht schreibt wie lang und oft gebetet werden soll kann sich letztlich wieder jeder sein eigenes Maß daraus zurechtmachen.

 

2022-08-05

4,1 Οἱ κύριοι, τὸ δίκαιον καὶ τὴν ἰσότητα τοῖς δούλοις παρέχεσθε, εἰδότες ὅτι καὶ ὑμεῖς ἔχετε κύριον ἐν οὐρανῷ.

„Ihr Herren, gewährt euren Knechten das, was recht und billig ist, da ihr wißt, daß auch ihr einen Herrn im Himmel habt!“ (Kol.4,1)

Da Paulus die bestehende politische Situation nicht ändert (Revolution) und die Sklaverei nicht abschafft – gibt er hier eine Regel an was christliche Sklavenhalter tun sollen. Und er sagt der „Herren“ der Sklaven das sie auch Sklaven des Herrn im Himmel sind. Also sind alle Sklaven und deshalb sollen sie sich miteinander ordenlich verhalten – mit scheint diese Aufforderung des Paulus (auch wenn sie sachlich richtig ist) pädogisch nicht sehr wertvoll. Bei den Kolossern damals hat das vielleicht dann funktioniert, aber an ansonsten öffters wohl nicht.

 

2022-08-04

3,25 γὰρ ἀδικῶν κομίσεται ἠδίκησεν, καὶ οὐκ ἔστιν προσωπολημψία.

„Wer aber Unrecht tut, der wird empfangen, was er Unrechtes getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person.“ (Kol.3,23-24)

Es gibt also Gerechtigkeit. Paulus schreibt zwar nicht wann und durch wen, aber das es so sein wird ist eindeutig für ihn. Der, der die Gerechtigkeit dann wohl spätestens bewirkt, wird Gott sein – deshalb ist die Aussage des Paulus also grundsätzlich richtig und nachvollziehbar. Tröstlich ist auch das Frauen und Sklaven gleich behandelt werden wie Männer – dabei gibt es nur eine große Schwierigkeit – Damals vor Zweitausend Jahren waren nur Männer Personen /// aber nicht Frauen oder Sklaven /// somit hätte sich Paulus weil es gegen alle damaligen kulturellen Regeln verstößt genauer ausdrücken müssen und explizit auch Frauen und Sklaven in seine Gerechtigkeit einschließen müssen. Ansonsten denken die Empfänger des Kolosserbriefes, das hier nur Männer gemeint sein.

 

2022-08-03

3,23-24 ἐὰν ποιῆτε, ἐκ ψυχῆς ἐργάζεσθε ὡς τῷ κυρίῳ καὶ οὐκ ἀνθρώποις, εἰδότες ὅτι ἀπὸ κυρίου ἀπολήμψεσθε τὴν ἀνταπόδοσιν τῆς κληρονομίας. τῷ κυρίῳ Χριστῷ δουλεύετε·

„Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen, da ihr wißt, daß ihr von dem Herrn zum Lohn das Erbe empfangen werdet; denn ihr dient Christus, dem Herrn!“ (Kol.3,23-24)

Kein mechanisches oder zerstörerisches tun für Menschen oder Ideologien. Die Blickrichtung und innere Ausrichtung ist klar. Hier liegt das Wort sicher auf „alles“ denn dann gibt es keinen religiösen oder sakralen Bereich in dem man dann fromm ist, sondern immer nur echtes ausgerichtet sein auf Gott – auch beim einkaufen.

 

2022-08-02

3,22 Οἱ δοῦλοι, ὑπακούετε κατὰ πάντα τοῖς κατὰ σάρκα κυρίοις, μὴ ἐν ὀφθαλμοδουλίᾳ ὡς ἀνθρωπάρεσκοι, ἀλλ᾽ ἐν ἁπλότητι καρδίας φοβούμενοι τὸν κύριον.

„Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren in allen Dingen; nicht mit Augendienerei, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt des Herzens, als solche, die Gott fürchten.“ (Kol.3,22)

Anstatt Knechte, steht im Urtext das Wort douloi, dass bedeutet Sklaven. Paulus will also das die Sklaven ihren Herren gehorchen – aber nicht so doll und „sklavisch“, sondern mit blick auf Gottesfurcht. Also keine Revolution – obwohl doch Jesus und eigentlich auch Paulus sagt, das durch Christus Menschen jetzt frei sind. Da auf der anderen Seite Paulus schreibt, das das weder Mann noch Frau ist, weder Sklave noch Freier, sonder alle neu in Christus sind, wird die Auslegung etwas Schwieriger. Jedenfalls will Paulus die Gesellschaftlichen Verhältnisse und Strukturen in Kolossä so lassen wie sie sind.

 

2022-08-01

3,20-21 Τὰ τέκνα, ὑπακούετε τοῖς γονεῦσιν κατὰ πάντα, τοῦτο γὰρ εὐάρεστόν ἐστιν ἐν κυρίῳ. Οἱ πατέρες, μὴ ἐρεθίζετε τὰ τέκνα ὑμῶν, ἵνα μὴ ἀθυμῶσιν.

„Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allem, denn das ist dem Herrn wohlgefällig! Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht [zum Zorn], damit sie nicht unwillig werden!“ (Kol.3,20-21)

Warum schreibt Paulus sowas? Müssen die Väter und Kinder in Kolossä wirklich ermahnt werden sich „ordentlich“ und christlich zu verhalten. Sind die Zustände dort so schlimm, das grundsätzliche Verhaltensregeln zur Sprache gebracht werden müssen. – All das wissen wir nicht genau, sondern wir können es nur aus ein paar Hinweisen vermuten. Und wenn Paulus das dann mit gehorsam und nicht reizen geschrieben hat, tun die das dann? Wissen wir nicht, aber wer sich angesprochen fühlt, weil er in der Vergangenheit „böse“ war wird sich vielleicht ein paar Gedanken machen…. Hoffentlich.

 

2022-07-31

3,18-19 Αἱ γυναῖκες, ὑποτάσσεσθε τοῖς ἀνδράσιν ὡς ἀνῆκεν ἐν κυρίῳ.Οἱ ἄνδρες, ἀγαπᾶτε τὰς γυναῖκας καὶ μὴ πικραίνεσθε πρὸς αὐτάς.

„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie sich’s gebührt im Herrn! Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie!“ (Kol.3,18-19)

Es gibt also eine bestimmte „Familien, Beziehungs- und Gesellschaftsordnung“ die Paulus hier als Aufforderung schreibt. Da es das Verhalten als „ im Herrn“ kennzeichnet vertritt er also die Ansicht, das Gott dieses Verhalten so will. Da Paulus aber nicht sagt das das für alle Zeiten und immer gleich gilt, könnte man mit dem verweis auf Gottes Charakter von einer gewissen Zeitgemäßen Auslegung für die Praxis sprechen. Gelten die Beiden Verse also für alle heute lebenden Christen?

Grundsätzlich können wir hier ein klares Nein ausrufen // – denn wenn ja wäre der willkürlichen Auslegung dieser Zeilen völlig Tür und Tor geöffnet.

 

2022-07-30

3,17 καὶ πᾶν τι ἐὰν ποιῆτε ἐν λόγῳ ἐν ἔργῳ, πάντα ἐν ὀνόματι κυρίου Ἰησοῦ, εὐχαριστοῦντες τῷ θεῷ πατρὶ δι᾽ αὐτοῦ.

„Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt c Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kol.3,17)

Jeder Christ kann behaupten … und Pastoren können ihren Schafen sagen :::: Wir tun das hier im Namen Gottes – und somit ist es gut und richtig. Das kann man für alles sagen was man tut (und Paulus schreibt ja auch den Kolossern das sie das anwenden sollen auf alles was sie tun)

Da sie es alle „phonetisch“ ja wirklich im Namen Gottes tun, kann man ihnen das nicht absprechen – denn sie tun das Aussagen ja tatsächlich. Wie man aus dieser Sackgasse und Blindheit die hieraus entstehen kann herauskommt sagt Paulus in diesem Kapitel leider nicht – und so meinen einige, das alles im Namen Gottes geschieht wenn man es nur aussagt – und die allerwenigsten würden dabei an eine Art Zauberspruch denken.

 

2022-07-29

3,16 λόγος τοῦ Χριστοῦ ἐνοικείτω ἐν ὑμῖν πλουσίως, ἐν πάσῃ σοφίᾳ διδάσκοντες καὶ νουθετοῦντες ἑαυτούς, ψαλμοῖς ὕμνοις ᾠδαῖς πνευματικαῖς ἐν [τῇ] χάριτι ᾄδοντες ἐν ταῖς καρδίαις ὑμῶν τῷ θεῷ·

„Laßt das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen.“ (Kol.3,16)

Als dem „Wort des Christus“ – behaupten viele Ausleger das es die Bibel, die Evangelien sind. Aber als Paulus diese Worte Schrieb (ca. 80-90 nC) gab es das NT noch nicht. Paulus hätte also genauer spezifizieren müssen – tat das aber nicht. Somit könnte die Bedeutung der Aussage also tatsächlich lauten: Das Wort Christi, dass was Christus jetzt gerade aktuell redet.

 

2022-07-28

3,16 λόγος τοῦ Χριστοῦ ἐνοικείτω ἐν ὑμῖν πλουσίως, ἐν πάσῃ σοφίᾳ διδάσκοντες καὶ νουθετοῦντες ἑαυτούς, ψαλμοῖς ὕμνοις ᾠδαῖς πνευματικαῖς ἐν [τῇ] χάριτι ᾄδοντες ἐν ταῖς καρδίαις ὑμῶν τῷ θεῷ·

„Laßt das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen.“ (Kol.3,15)

Da Paulus die Taktfequenz, die Häufigkeit von „lehrt, ermahnt, singt“ nicht vorgegeben hat ist es den jeweiligen Personen vorbehalten ihr Leben dementsprechend zu gestalten. Für die Allermeisten ist die Zeit für diese Tätigkeiten der Sonntag Vormittag. Begründung hierfür (oder für etwaige Kritik oder Korrekturen) ist dann der Verweis auf das Jeweilige individuelle Maß der betroffenen Personen. Jeglicher Beliebigkeit ist hier schon immer Tür und Tor geöffnet, so wie auch bei allen anderen Versen des Kolosserbriefes. Jeder macht damit was er will und kann biblisch begründet sagen das er (sie) ja vom Heiligen Geist so geleitet wurde.

 

2022-07-27

3,15 καὶ εἰρήνη τοῦ Χριστοῦ βραβευέτω ἐν ταῖς καρδίαις ὑμῶν, εἰς ἣν καὶ ἐκλήθητε ἐν ἑνὶ σώματι· καὶ εὐχάριστοι γίνεσθε.

„Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen; zu diesem seid ihr ja auch berufen in {einem} Leib; und seid dankbar!“ (Kol.3,15)

Viel meinen das damit gemeint ist: 1. Das das was sie im Herzen haben aktuell der Friede Gottes ist. // 2. Das sie durch Gottes Führung in ihre Freikirche, Brüdergemeinde oder charismatische Kirchen-Gemeinde berufen wurden, die (wenn sie sich nicht spaltet) Gottes einer Leib ist. (und selbst dann noch) // 3. Das sie Sonntags morgens und vor dem Essen und auch in der Woche im Hauskreis dankbar sind.

Diese alltägliche Praxis ist also das, was aus Kol.3,15 für sehr viele Christen weltweit geworden ist – für sehr viele Jahrzehnte und an einigen Stellen sogar Jahrhunderten.

Das gesamte System, jeder Pastor und jeder Kirche, wird Grundsätzlich ihre aktiven Mitglieder darin bestärken, das sie so in Kol.3,15 leben und (mit quantitativen Verbesserungen) leben sollen durch die Gnade Gottes. – die die Gläubigen, und die anderen auch fühlen sich bestätigt und die Praxis verfestigt sich….

 

2022-07-26

3,14 ἐπὶ πᾶσιν δὲ τούτοις τὴν ἀγάπην, ἐστιν σύνδεσμος τῆς τελειότητος.

„Über dies alles aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist.“ (Kol.3,14)

Hier ist nicht geschlechtliche Liebe oder brüderlicher Liebe gemeint, sonder die Liebe Gottes – also die die von Gott kommt und die SEIN Charakter ist. Und diese Art von Liebe sollen auch wir habe und sogar Anziehen.

 

2022-07-25

3,13 ἀνεχόμενοι ἀλλήλων καὶ χαριζόμενοι ἑαυτοῖς ἐάν τις πρός τινα ἔχῃ μομφήν· καθὼς καὶ κύριος ἐχαρίσατο ὑμῖν, οὕτως καὶ ὑμεῖς·

„ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr.“ (Kol.3,13)

Hier kommt also ein klare Anweisung für den Umgang miteinander. Diese Grundsätze des Zusammenlebens sind nur in einer nähe zueinander wichtig. Wenn man schon Distanz zueinander hat, dann hat so etwas wenig Bedeutung weil man sagen kann das man sie ja erfüllt. Wenn man zusammenlebt sind solche aufrufe zu vergeben sinnvoll und nötig // – wenn man sich nur 2-3 die Woche oder nur Sonntags trifft nicht.

 

2022-07-24

3,12 Ἐνδύσασθε οὖν, ὡς ἐκλεκτοὶ τοῦ θεοῦ ἅγιοι καὶ ἠγαπημένοι, σπλάγχνα οἰκτιρμοῦ χρηστότητα ταπεινοφροσύνην πραΰτητα μακροθυμίαν,

„So zieht nun an als Gottes Auserwählte , Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; “ (Kol.3,12)

Meint Paulus das wir uns ab jetzt dann „freundlich“ verhalten sollen – aber Viele von uns waren auch schon vor Jahren freundlich. Da das wahrscheinlich nirgendwo im Schrank hängt, wird es schwierig werden ein verhalten einfach so hervorzuholen und dann anzuziehen. Paulus muss also etwas anderes mit diesem Bild meinen, das er bringt. Was das genau ist was jetzt getan werden soll – anziehen – schreibt er nicht, es bleibt also unklar.

 

2022-07-23

3,10-11 καὶ ἐνδυσάμενοι τὸν νέον τὸν ἀνακαινούμενον εἰς ἐπίγνωσιν κατ᾽ εἰκόνα τοῦ κτίσαντος αὐτόν, ὅπου οὐκ ἔνι Ἕλλην καὶ Ἰουδαῖος, περιτομὴ καὶ ἀκροβυστία, βάρβαρος, Σκύθης, δοῦλος, ἐλεύθερος, ἀλλὰ [τὰ] πάντα καὶ ἐν πᾶσιν Χριστός.

und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat; wo nicht Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, [noch] Barbar, Skythe, Knecht, Freier – sondern alles und in allen Christus.“ (Kol.3,10-11)

Werder Irgendwas – als nur noch Christus. Wird also jeder Person außer Christus abgeschafft? Ja – jede. Ist die Definition, was eine Person ist heute die selbe, wie im NT? Nein – denn im NT wird das nicht wissenschaftlich definiert. / Kann man also mehr darüber sagen? Ja, aber eben mit dem Blick von heute und den Weltbildern im Rücken, die westliches Denken geprägt haben. Sicher ist jedenfalls, das „Christus“ zu werden das beste ist was einem passieren kann, weil man dann zu der Person wird, die man schon immer sein wollte und sollte.

 

2022-07-22

3,9 μὴ ψεύδεσθε εἰς ἀλλήλους, ἀπεκδυσάμενοι τὸν παλαιὸν ἄνθρωπον σὺν ταῖς πράξεσιν αὐτοῦ

„Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen“ (Kol.3,9)

„ ausgezogen habt“ – ist also schon passiert. Weil es keine Automatik ist – sagt Paulus ihnen das, damit sie das wissen. „das bist du – also benimm dich auch so!“.

 

2022-07-20

3,8 νυνὶ δὲ ἀπόθεσθε καὶ ὑμεῖς τὰ πάντα, ὀργήν, θυμόν, κακίαν, βλασφημίαν, αἰσχρολογίαν ἐκ τοῦ στόματος ὑμῶν·

„Jetzt aber legt auch ihr das alles ab – Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, häßliche Redensarten aus eurem Mund.“ (Kol.3,8)

Verhaltensänderung // statt des Zornes usw ist ja dann ein anderes Verhalten da. Neues Verhalten zu praktizieren ist manchmal sehr schwer, weil einiges sich tief in die Person ein geschliffen hat – um das herauszubekommen braucht man dann Hilfe.

 

2022-07-19

3,6-7 δι᾽ ἔρχεται ὀργὴ τοῦ θεοῦ [ἐπὶ τοὺς υἱοὺς τῆς ἀπειθείας]. ἐν οἷς καὶ ὑμεῖς περιεπατήσατέ ποτε, ὅτε ἐζῆτε ἐν τούτοις·

„um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams; unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.“ (Kol.3,6-7)

Paulus sagt pauschal, das die Kolosser nicht mehr in den bösen Taten der Welt leben. Dies Grund auf Ungehorsamen erleiden Gottes Zorn – aber die Kolosser nicht. Wer das Siegel trägt wird nicht angerührt (Hes.7-9). Bevor sie Kolosser Christen wurde taten sie auch die Unzucht usw. – sie wurde aber daraus gerettet und sollen jetzt nicht wieder in diese Dinge hineinrutschen.

 

2022-07-18

3,5 Νεκρώσατε οὖν τὰ μέλη τὰ ἐπὶ τῆς γῆς, πορνείαν ἀκαθαρσίαν πάθος ἐπιθυμίαν κακήν, καὶ τὴν πλεονεξίαν, ἥτις ἐστὶν εἰδωλολατρία,

„Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist;“ (Kol.3,5)

Weil das alles so ist (Vers 1-4) sollen wir jetzt ganz bestimmte Dinge tun. – Und zwar radikal – abwürgen, umbringen, auslöschen. Wichtig hier ist das Paulus von den „ Glieder, die auf Erden sind“ schreibt. – Denn er hatte ja in den Versen davor geschrieben das wir im Himmel sind. Da (bleibt), ist also etwas von uns auf der Erde, dass getötet werden muss. Wenn wir das nicht tun ist davon auszugehen, das der Teil, der im Himmel ist stirbt. Nur einer von beiden kann leben. Das ist sicherlich einer der wichtigsten Grundlegenden Aussagen, die Paulus zu unserer Person und unserem leben als Christen macht.

 

2022-07-17

3,4 ὅταν Χριστὸς φανερωθῇ, ζωὴ ὑμῶν, τότε καὶ ὑμεῖς σὺν αὐτῷ φανερωθήσεσθε ἐν δόξῃ.

„Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.“ (Kol.3,4)

Offenbar – also sichtbar. Vorher nicht sichtbar. Wann passiert das? Schon hier auf dieser Erde – in diesem menschlichen Leben? Zu einem Teil sicher schon jetzt – was Paulus als Bericht über sich, seine Person oft als Zeugnis ablegt. Das Christus an uns, durch uns offenbar wird, ist das wichtigste Ereignis aller Zeiten und der ganzen Welt. Einzige Möglichkeit von Leben – einziger Zweck. Das Geheimnis jetzt offenbar, sichtbar durch „uns“. Das dies in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten scheinbar nicht ganz so gut Funktioniert hat ist eindeutig. Und das Die meisten bei denen, die davon betroffen sind zwar manchmal ein komischen Gefühl haben auch. Aber das wars dann auch schon – sie wenden sich anderen Prioritäten zu – erklären ihre tote Situation für normal und Christus wird weiter durch sie nicht offenbar. – So als wäre dieser Vers aus der Bibel gelöscht, weil er weder real ist noch mehr als alte Worte sein könnte.

 

2022-07-16

3,3 ἀπεθάνετε γὰρ καὶ ζωὴ ὑμῶν κέκρυπται σὺν τῷ Χριστῷ ἐν τῷ θεῷ·

„denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.“ (Kol.3,3)

Das scheint keine Automatik zu sein – denn dann wäre ja alles klar und Paulus bräuchte seinen Brief nicht zu schreiben, weil alles sowieso gut geht – weil es ja jetzt Christus selbst durch seine Brüder und Schwerstern tut. Aber dem ist nicht so. Diese Tatsache das wir gestorben sind muss erst noch Raum greifen und sich in und durch unser leben verbreitern, verbreiten – wachsen. Das ist das was durch den Glauben noch täglich immer wieder geschehen muss, obwohl ER ja alles schon vollbracht hat.

 

2022-07-15

3,2 τὰ ἄνω φρονεῖτε, μὴ τὰ ἐπὶ τῆς γῆς.

„Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist;“ (Kol.3,2)

Dieser Vers variiert etwas, aber wiederholt eigentlich den vorherigen Vers 1.

Somit können wir davon ausgehen das es Paulus sehr wichtig ist den Kolossern zu schreiben, das die sich voll auf den Himmel und auf Christus ausrichten sollen – mit aller Kraft, mit vollem Bewusstsein, und immer wieder frisch neu.

 

2022-07-14

3,1 Εἰ οὖν συνηγέρθητε τῷ Χριστῷ, τὰ ἄνω ζητεῖτε, οὗ Χριστός ἐστιν ἐν δεξιᾷ τοῦ θεοῦ καθήμενος·

„Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.“ (Kol.3,1)

Paulus spricht hier nicht von einer Automatik, sonder: „Weil das so ist, tut nun das….“ Folglich kann man obwohl man mit Christus auferweckt worden ist noch immer das suchen was nicht des Christus ist. Da uns Gott ja nicht zu seinen Befehls-Robotern gemacht hat ist es logisch das wir immer noch frei sind auch das Falsche zu tun – denn sonst hätten wir ja keine Wahl – und das entspräche dann zutiefst dem Wesen Gottes. Was sollen wir da nun suchen im Himmel droben? Sicher dabei ist auf jeden Fall das wir nichts suchen sollen was auf der Erde ist – und da kann jeder eine lange Liste machen und weis, was gemeint ist.

 

2022-07-13

2,20 Εἰ ἀπεθάνετε σὺν Χριστῷ ἀπὸ τῶν στοιχείων τοῦ κόσμου, τί ὡς ζῶντες ἐν κόσμῳ δογματίζεσθε;

„Wenn ihr nun mit Christus den Grundsätzen der Welt gestorben seid, weshalb laßt ihr euch Satzungen auferlegen, als ob ihr noch in der Welt lebtet?“ (Kol.2,20)

Obwohl man mit Christus gestorben – also Tot ist, kann man also trotzdem noch in der Welt leben und Satzungen befolgen. Und auf die Frage, weshalb man sich Satzungen auflegen lässt gibt es sehr viele Gründe, die auch stichhaltig sind. Denn in der Geschichte der letzten 2000 Jahre ist das schon sehr oft passiert – und meist war es sogar selbstverständlich und galt als christlich so in der Welt zu leben. Paulus schreibt aber das „in der Welt leben“ etwas negatives ist. Da aber zumindest heute jeder so lebt das er sagt das er doch Christi ist, wenn er Christ ist, würden sich nur wenige sagen lassen das sie mit Satzungen in der Welt leben und das das falsch ist, weil sie doch tot sind.

 

2022-07-12

2,19 καὶ οὐ κρατῶν τὴν κεφαλήν, ἐξ οὗ πᾶν τὸ σῶμα διὰ τῶν ἁφῶν καὶ συνδέσμων ἐπιχορηγούμενον καὶ συμβιβαζόμενον αὔξει τὴν αὔξησιν τοῦ θεοῦ.

„und nicht festhält an dem Haupt, von dem aus der ganze Leib, durch die Gelenke und Bänder unterstützt und zusammengehalten, heranwächst in dem von Gott gewirkten Wachstum.“ (Kol.2,19)

„festhält an dem Haupt“ – das müssen die Kolosser also tun um nicht abzufallen und verführt zu werden. Paulus gibt einen kleinen Hinweis, was das Praktisch bedeutet – Gelenke und Bänder sind an anderer Stelle die Dienste der Gemeine: Älteste, Propheten Hirten und Lehrer. Wer diese Meidet oder nicht an diesen Strukturen festhält die Gott gegeben hat der lässt auch das Haupt los.

 

2022-07-11

2,18 μηδεὶς ὑμᾶς καταβραβευέτω θέλων ἐν ταπεινοφροσύνῃ καὶ θρησκείᾳ τῶν ἀγγέλων, ἑόρακεν ἐμβατεύων, εἰκῇ φυσιούμενος ὑπὸ τοῦ νοὸς τῆς σαρκὸς αὐτοῦ,

„Laßt nicht zu, daß euch irgend jemand um den Kampfpreis bringt, indem er sich in Demut und Verehrung von Engeln gefällt und sich in Sachen einläßt, die er nicht gesehen hat, wobei er ohne Grund aufgeblasen ist von seiner fleischlichen Gesinnung,“ (Kol.2,18)

Jemand könnte die Kolosser verführen, weg von Christus und den Dingen die er schenkt. Davor warnt Paulus. Heute besteht da keine Gefahr mehr, den erstens sagen die Christen ja das sie durch Glauben ja Christen sind – und zweitens kann niemanden um den Kampfpreis bringen, der ihn noch gar nicht hat. Der Bibelvers hier hat also keine Bedeutung und Aktualität für die allermeisten Christen von heute.

 

2022-07-10

2,13 καὶ ὑμᾶς νεκροὺς ὄντας [ἐν] τοῖς παραπτώμασιν καὶ τῇ ἀκροβυστίᾳ τῆς σαρκὸς ὑμῶν, συνεζωοποίησεν ὑμᾶς σὺν αὐτῷ, χαρισάμενος ἡμῖν πάντα τὰ παραπτώματα.

„Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab;“ (Kol.2,13)

Im Umkehrschluss bedeutet das, das man lebt, wenn man keine Übertretungen hat.

Aber wichtig ist: „ mit ihm lebendig gemacht“ – wieder nur eine Richtung – durch Identifizierung mit IHM geschieht all das, was IHM geschah auch mit mir / mit jedem den er bewohnt.

Die Definition von Tot ist hier übrigens nicht das das Herz nicht mehr schlägt und man verwest, sondern das man Übertretungen begeht und „unbeschnittenes“ – „lebendig totes“ tätiges Fleisch (Körper) hat.

 

2022-07-09

2,12 συνταφέντες αὐτῷ ἐν τῷ βαπτισμῷ, ἐν καὶ συνηγέρθητε διὰ τῆς πίστεως τῆς ἐνεργείας τοῦ θεοῦ τοῦ ἐγείραντος αὐτὸν ἐκ νεκρῶν·

„da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.“ (Kol.2,12)

Das was an Christus passierte, gilt auch für uns. – Und durch die Taufe haben wir Anteil an seinem Tod und Auferstehung – durch den Glauben an diese Tatsachen. Der Glaube macht also letztlich die Realität Gottes zu meiner. Das der Glaube mehr ist als ein „für wahr halten“ – beweist Paulus hier – denn durch ihn leben wir mit Christus und werden so wie ER.

 

2022-07-08

2,11 Ἐν καὶ περιετμήθητε περιτομῇ ἀχειροποιήτῳ ἐν τῇ ἀπεκδύσει τοῦ σώματος τῆς σαρκός, ἐν τῇ περιτομῇ τοῦ Χριστοῦ,

„In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünden, in der Beschneidung des Christus,“ (Kol.2,11)

Wir sind schon „beschnitten“ – durch Christus. Was es bedeutet, dass wir von unserem Leib getrennt sind ist nicht ganz deutlich von Paulus erklärt – wir können also nur andere Verse der Schrift zur Ergänzung heranziehen um das er erklären….

Beschneidung bedeutet das sichtbare Kennzeichen, das man zu dem Bund gehört den Gott mit Israel geschlossen hat. Durch Christus sind wir also ein Teil davon geworden. Es ist bei uns unsichtbar was an uns geschehen ist denn es passierte nicht durch „Menschenhand“.

 

2022-07-07

2,9-10 ὅτι ἐν αὐτῷ κατοικεῖ πᾶν τὸ πλήρωμα τῆς θεότητος σωματικῶς, καὶ ἐστὲ ἐν αὐτῷ πεπληρωμένοι, ὅς ἐστιν ἡ κεφαλὴ πάσης ἀρχῆς καὶ ἐξουσίας.

„Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist.“ (Kol.2,9-10)

Er ist die „Fülle“ und wir sind eng mit ihm verbunden. Was die ganze fülle der Gottheit ist wissen wir zwar nicht weil wir ja in dieser Dimension nur uns selbst und unsere Umwelt als Maßstab haben. Aber da wir eng verbunden und sogar ein Teil von ihm sind ist es wohl sehr wahrscheinlich das wir ein bisschen doch wissen. Gottes fülle ist auf jeden Fall nicht (oder mindestens viel mehr) als ein Gefühl. Wenn die Kolosser so wie es Paulus schreibt zur Ganzen Fülle gekommen sind – wäre das schon bemerkenswert und sichtbar – wenn wir dann aber so sind wie Jesus, dann leiden wir, werden verfolgt, abgelehnt und verachtet. (So wie ER jetzt ist sind wir herrlich zur rechten Gottes – aber wenn wir so sind wie er „war“ sind wir erniedrigt und verachtet / Paulus beschreibt beides als zutreffend für uns….).

 

2022-07-06

2,8 Βλέπετε μή τις ὑμᾶς ἔσται συλαγωγῶν διὰ τῆς φιλοσοφίας καὶ κενῆς ἀπάτης κατὰ τὴν παράδοσιν τῶν ἀνθρώπων, κατὰ τὰ στοιχεῖα τοῦ κόσμου καὶ οὐ κατὰ Χριστόν·

„Habt acht, daß euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Struckturen der Welt und nicht Christus gemäß.“ (Kol.2,8)

Wie sollen sie das machen – und „acht“ haben? Das wird hier nicht geschrieben, nur was es ist. Was die Gefahr ist. Viele habe daraus gemacht, das alles was Philosophie ist, schon deshalb leerer Betrug ist. Und alles was nicht aus der Bibel ist schon nicht Christus gemäße falsche Überlieferungen sind. Das man weiß, was das für gefahren sind heißt aber noch lange nicht das man gefährdet ist. Problem ist, das sich dann viele so weit wie möglich von dem von ihnen identifizierten falschen distanziert haben, und so Opfer ihrer eigenen Bibelphilosopie wurden.

 

2022-07-05

2,7 ἐρριζωμένοι καὶ ἐποικοδομούμενοι ἐν αὐτῷ καὶ βεβαιούμενοι τῇ πίστει καθὼς ἐδιδάχθητε, περισσεύοντες ἐν εὐχαριστίᾳ.

„Gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, und seid darin überfließend mit Danksagung.“ (Kol.2,7)

Kann man sich unter dieser Aussage Vorstellen, das die Kolosser tatsächlich „überfließend mit Danksagung“ waren. Wenn ja wie oft – Sonntags Morgens, oder öfters? Haben sie das vor sich und anderen oft ausgesagt, oder war es nur eine stimme innere zufriedene Dankbarkeit, die auch Zeitweise mal artikuliert wurde? – Wir wissen die Antworten auf diese Fragen nicht – außer wenn wir das Leben des Paulus als Maßstab anlegen und die Aussage hinzuziehen „Macht es so wie ich“. Dankbar zu sein, weil man es ja muss, oder weil Paulus dazu auffordert, ist jedenfalls nicht das was Paulus meint, und es wird auch nicht „überfließend“ sein…. Außer man macht ein großes Theater.

 

2022-07-04

2,6 Ὡς οὖν παρελάβετε τὸν Χριστὸν Ἰησοῦν τὸν κύριον, ἐν αὐτῷ περιπατεῖτε,

„Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt auch in ihm,“ (Kol.2,6)

Diese Aufforderung wird deshalb gemacht, weil man eben (obwohl man Christus angenommen hat) auch nicht so leben kann wie es dem „Christsein“ entspricht. Und „in IHM“ Wandeln ist noch viel mehr als Anweisungen und Regeln befolgen…. / Das die Kolosser aufgefordert werden dann auch so zu leben bestand die Gefahr das sie nun wieder Regeln und Gebote… Ordnungen und Gesetzte formen und versuchen einzuhalten – deshalb müssen sie deutlich darauf hingewiesen werden Christus zu folgen und nicht ihren eigenen Beurteilungen und Lehrern.

 

2022-07-03

2,5 εἰ γὰρ καὶ τῇ σαρκὶ ἄπειμι, ἀλλὰ τῷ πνεύματι σὺν ὑμῖν εἰμι, χαίρων καὶ βλέπων ὑμῶν τὴν τάξιν καὶ τὸ στερέωμα τῆς εἰς Χριστὸν πίστεως ὑμῶν.

„Denn wenn ich auch leiblich abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und sehe mit Freuden eure Ordnung und die Festigkeit eures Glaubens an Christus.“ (Kol.2,5)

Wörtlich heißt es da: „die Taxis und die Stereooma“ eures Glaubens. Glaube hat laut diesen Worten also eine „Berechenbatkeit“ und „Zusammenstimmigkeit“ die Charakteristisch für ihn sind. Da Paulus dieses Kennzeichen sieht, freut er sich. Wieder haben aber in der Geschichte tausende in diese Wörter ihre Ordnung und Gefestigtsein hineininterpretiert – somit konnten sie nicht aus ihren Praktiken und Beurteilungen hinausschauen, denn sie stimmten ja scheinbar mit der „Schrift“ überein. Ein Gefängnis der Ordnung und Festigkeit über das sie sich jeden Sonntag Morgen freuten. Und Paulus hat im Kol die Grundlage dafür gelegt – so gehts einem, wenn man nicht auf Christus, sondern auf die „Schrift“ baut.

 

2022-07-02

2,4 Τοῦτο λέγω, ἵνα μηδεὶς ὑμᾶς παραλογίζηται ἐν πιθανολογίᾳ.

„Das sage ich aber, damit euch nicht irgend jemand durch Überredungskünste zu Trugschlüssen verleitet.“ (Kol.2,4)

Es besteht also die Gefahr das Trugschlüsse alles zerstören. Paulus setzt gegen diese Gefahr Aussagen die er den Kolossern schreibt. Auch aus diesen Aussagen müssen „Schlüsse“ gezogen werden, aber anscheinend sind das dann wenn sie auf den Aussagen des Paulus geruhen Richtigschlüsse. Das ist der Grund warum in Folge des Paulus Tausende Texte/Bücher geschrieben haben in der Hoffnung das auf diese Aussagen gestützt die Leser dann „Richtigschlüsse“ ziehen. Am Ergebnis sehen wir aber, das das so nicht funktioniert hat. – Aber bei Paulus hat es eine Zeitlang geklappt…. Was ist dabei der Unterschied?

 

2022-07-01

2,2 ἵνα παρακληθῶσιν αἱ καρδίαι αὐτῶν συμβιβασθέντες ἐν ἀγάπῃ καὶ εἰς πᾶν πλοῦτος τῆς πληροφορίας τῆς συνέσεως, εἰς ἐπίγνωσιν τοῦ μυστηρίου τοῦ θεοῦ, Χριστοῦ,

„damit ihre Herzen ermutigt werden, in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewißheit im Verständnis bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, des Vaters, und des Christus,“ (Kol.2,2)

„in Liebe zusammengeschlossen“ – Leider haben Viele das in Ihre Kirchen und Freikirchen hineininterpretiert und Verstehen darunter die Praxis und Organisation, in der sie sich seit Jahrzenten befinden (…. die aber etwas verbessert werden soll). Für den überwiegend größten Teil der Christen sagt dieser Vers also nichts aus, außer das er sie in ihrer Situation bestätigt, aber sonst auch nichts.

 

2022-06-30

2,1 Θέλω γὰρ ὑμᾶς εἰδέναι ἡλίκον ἀγῶνα ἔχω ὑπὲρ ὑμῶν καὶ τῶν ἐν Λαοδικείᾳ καὶ ὅσοι οὐχ ἑόρακαν τὸ πρόσωπόν μου ἐν σαρκί,

„Ich will aber, daß ihr wißt, welch großen Kampf ich habe um euch und um die in Laodizea und um alle, die mich nicht von Angesicht gesehen haben,“ (Kol.2,1)

Paulus kämpft u m und für die Kolosser. Sollen wir das heute auch tun – Nah klar!! Ist Kampf heute „noch“ notwendig? Ja. // Wie das genau aussieht sollte man wöchentlich (oder so) mit den Geschwister im Wohnort besprechen. Normalerweise funktioniert es übrigens nicht – was die Testungen der letzten Jahre zeigen…

 

2022-06-29

1,29 εἰς καὶ κοπιῶ ἀγωνιζόμενος κατὰ τὴν ἐνέργειαν αὐτοῦ τὴν ἐνεργουμένην ἐν ἐμοὶ ἐν δυνάμει

„Dafür arbeite und ringe ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt mit Macht.“ (Kol.1,29)

Wirkt die Kraft in Paulus übermenschlich? Nach einigen Berichten aus der Apostelgeschichte scheint das so zu sein. Das er gesteinigt würde und am Leben verzweifelte ist nur ein Teil seiner Geschichte. Wie also die Kraft und Macht in ihm wirkt und zu was sie ihn genau befähige (ob er noch schlafen muss usw.) wir im Kolosserbreif nicht beschrieben. Und ob das auch so für uns gilt auch nicht – da er aber von Christus in uns, in den Christen schriebt – können wir davon ausgehen, das auch wir durch das Handeln des Christus in uns wenn wir für und durch IHN arbeiten kraft und Macht haben.

 

2022-06-28

1,28 ὃν ἡμεῖς καταγγέλλομεν νουθετοῦντες πάντα ἄνθρωπον καὶ διδάσκοντες πάντα ἄνθρωπον ἐν πάσῃ σοφίᾳ, ἵνα παραστήσωμεν πάντα ἄνθρωπον τέλειον ἐν Χριστῷ·

„Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, um jeden Menschen vollkommen in Christus Jesus darzustellen.“ (Kol.1,28)

Heißt das, dass wir es auch jedem sagen müssen (sollen), ist das der Standard? Da es nicht ausdrücklich da steht ist die Antwort wohl nein. Wieder ist es der eigenen Beliebigkeit überlassen, wie wo und wann wie Leute lehren und ermahnen. Viele tun es dann gar nicht.

 

2022-06-27

1,27 οἷς ἠθέλησεν θεὸς γνωρίσαι τί τὸ πλοῦτος τῆς δόξης τοῦ μυστηρίου τούτου ἐν τοῖς ἔθνεσιν, ἐστιν Χριστὸς ἐν ὑμῖν, ἐλπὶς τῆς δόξης·

„Ihnen wollte Gott bekanntmachen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ (Kol.1,27)

Eigentlich ist das einer der Wichtigsten, zentralen Verse des NT. Doch weil jeder das dann praktisch machen kann wie er will oder wie es die Freikirche in der er ist sieht – relativiert sich das Geheimnis völlig. Es gibt nur wenige Möglichkeiten das zu ändern – und alle habe damit zu tun das Gott selbst mächtig eingreift.

 

2022-06-26

1,26 τὸ μυστήριον τὸ ἀποκεκρυμμένον ἀπὸ τῶν αἰώνων καὶ ἀπὸ τῶν γενεῶννῦν δὲ ἐφανερώθη τοῖς ἁγίοις αὐτοῦ,

„[nämlich] das Geheimnis, das verborgen war, seitdem es Weltzeiten und Geschlechter gibt, das jetzt aber seinen Heiligen offenbar gemacht worden ist.“ (Kol.1,26)

Wenn man Leuten von dem Geheimnis erzählt, ist es das nicht. Erzählungen vom Geheimnis sind ja nur Worte und verweisen auf das Geheimnis. Offenbarmachen ist also etwas anderes als Predigen oder „verstehen“ oder Bücher. Das diese Art von Geheimnis verloren ging, weil sie beschrieben und in Worte und Organisationen gepackt worden ist, ist die hinter uns liegende Geschichte. Also für Jetzt: gibt es eine Bewegung, ein Leben, das das Geheimnis doch noch Offenbar wird? – Zur Zeit sieht es nicht so aus.

 

2022-06-25

1,27 οἷς ἠθέλησεν θεὸς γνωρίσαι τί τὸ πλοῦτος τῆς δόξης τοῦ μυστηρίου τούτου ἐν τοῖς ἔθνεσιν, ἐστιν Χριστὸς ἐν ὑμῖν, ἐλπὶς τῆς δόξης·

„Ihnen wollte Gott bekanntmachen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ (Kol.1,25)

Gott ist da – direkt in den Menschen die ihn aufnehmen. Das diese Tatsache die Entscheidende des gesamten Christentums ist, erklärt Paulus hier. Keine leere Lehre Worte, sondern eine Person die Redet und handelt ist da. Wenn das so ist wird man das bei den Leuten, bei denen das so ist höchstwahrscheinlich erkennen können – denn neben ihnen ist da auch Christus da. Man sollte sich Leute suchen um zu beobachten wie so was geht und durch sie Gott zu begegnen.

 

2022-06-24

1,23 εἴ γε ἐπιμένετε τῇ πίστει τεθεμελιωμένοι καὶ ἑδραῖοι καὶ μὴ μετακινούμενοι ἀπὸ τῆς ἐλπίδος τοῦ εὐαγγελίου οὗ ἠκούσατε, τοῦ κηρυχθέντος ἐν πάσῃ κτίσει τῇ ὑπὸ τὸν οὐρανόν, οὗ ἐγενόμην ἐγὼ Παῦλος διάκονος.

„wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen laßt von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, das verkündigt worden ist in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, und dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.“ (Kol.1,23)

„Wenn ihr nämlich fest bleibt“ – Ansonsten nicht!! – Dieses nicht, ist in der Geschichte schon oft passiert. Christen die alles verloren haben und es nicht merken, weil sie den Treffpunkt der Traditionen und die Worte schon haben. Wie dann in so einer Atmosphäre „im Glauben gegründet“ geht haben schon viele versucht durch Predigt und Bücher zu bewirken – und verdecken damit die große Katastrophe – und merken es nicht. Trotz der „Worte“ im Kolosserbrief.

 

2022-06-23

1,13-14 ὃς ἐρρύσατο ἡμᾶς ἐκ τῆς ἐξουσίας τοῦ σκότους καὶ μετέστησεν εἰς τὴν βασιλείαν τοῦ υἱοῦ τῆς ἀγάπης αὐτοῦ, ἐν ᾧ ἔχομεν τὴν ἀπολύτρωσιν, τὴν ἄφεσιν τῶν ἁμαρτιῶν·

„Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.“ (Kol.1,13-14)

Durch SEIN Blut und Vergebung…. Sind die Kolosser a) weg von der Finsternis und b) im Reich Christi. Was das dann Parktisch bedeutet – das der Teufel nicht mehr rannkommt und das die Kolosser in einem Völlig anderes politischen Herrschaftssystem sind bleibt unklar. Da ist also eine große Veränderung durch die Erlösung – das ist klar. Alles andere, weil es nicht genau ausgeführt wird nicht. Einige Kirchen benutzen die Verse sogar um zu beweisen das wir durch die Erlösung schon alle haben – und das stimmt ja auch zum Teil – deshalb ist es so gefährlich und hat in den letzten Jahrhunderten sehr viel zerstört..

 

2022-06-22

1,12 εὐχαριστοῦντες τῷ πατρὶ τῷ ἱκανώσαντι ὑμᾶς εἰς τὴν μερίδα τοῦ κλήρου τῶν ἁγίων ἐν τῷ φωτί·

„indem ihr dem Vater Dank sagt, der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Los der Heiligen im Licht.“ (Kol.1,12)

Gott, „ der uns tüchtig gemacht hat“. Er hat den Paulus und die Kolosser also fähig gemacht und ihnen das geschenkt was sie brauchen. Was das genau ist wird nicht beschrieben, nur, was es bewirkt. Somit könnte man bei so wenig Informationen sagen, das die Aussage des Paulus wohl auch für alle (echten) Christen und auch für uns gilt. Denn man man es so deutet, das er die Errettung meint, dann ist das so. Dafür sollen wir Gott dank sagen, ob das 2 mal oder 34 Mal pro Monat sein soll sagt Paulus leider nicht, somit steht wieder für jeden offen den Dank so oft und so lange zu machen wie er will…. Viel machen ihn dann weniger lang.

 

2022-06-21

1,10 περιπατῆσαι ἀξίως τοῦ κυρίου εἰς πᾶσαν ἀρεσκείαν, ἐν παντὶ ἔργῳ ἀγαθῷ καρποφοροῦντες καὶ αὐξανόμενοι τῇ ἐπιγνώσει τοῦ θεοῦ,

„damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid: in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend,“ (Kol.1,10)

Leider haben wir hier wieder Beliebigkeitsaussagen….

Was das praktisch und konkret bedeutet, würdig zu wandeln, wohlgefällig sein, gute Werke, fruchtbar, Erkenntnis Gottes, wachsen, ist nicht von Paulus dargelegt. Also kann sich Jeder in diese Worthülsen hineinphantasieren und interpretieren wie er will. Die Kollosser werden zusammen eine bestimmte Praxis haben und in heutigen Freikirchen gibt es auch regeln und Verhaltensgebote, somit scheint es klar zu sein was Paulus meint. – Immer das wird in seine Worte hinein interpretiert, was gerade Gruppenstandart ist und wie Glauben gelebt wird. Somit sehen wir das die Worte ohne den Boten, der gerade jetzt da ist und aktuell sagt wie die Umsetzung geht alles weg schwimmt und sich auflöst.

 

2022-06-20

1,9 Διὰ τοῦτο καὶ ἡμεῖς, ἀφ᾽ ἧς ἡμέρας ἠκούσαμεν, οὐ παυόμεθα ὑπὲρ ὑμῶν προσευχόμενοι καὶ αἰτούμενοι, ἵνα πληρωθῆτε τὴν ἐπίγνωσιν τοῦ θελήματος αὐτοῦ ἐν πάσῃ σοφίᾳ καὶ συνέσει πνευματικῇ,

„Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht,“ (Kol.1,9)

Gott wird also ein überfließe (in Urtext steht das Wort „plärooma“) Klarheit schenken, was er will.

Das betet Paulus für die Kollosser. Gibt es das auch heute noch? – In der Geschichte der letzten Jahrzehnte können wir sehen das es so etwas nicht gab – ehr umgekehrt sind Christen zum Opfer ihrer eigenen Bibelbeurteilungen geworden. Anhand dessen was als Praxis wirklich geschah können wir sehen das da kein Reden Gottes war – in den „Stürmen“ der letzten zwei Jahre wurde das bestätigt. Die Erkenntnis SEINES Willens heute steht also noch aus.

 

2022-06-19

1,8 καὶ δηλώσας ἡμῖν τὴν ὑμῶν ἀγάπην ἐν πνεύματι.

„der uns auch von eurer Liebe im Geist berichtet hat.“ (Kol.1,8)

Liebe im Geist ist eine „Spezielle“ Art von Liebe. Jesus hatte sie – also brauchen wir nur anschauen wie er sich verhalten hat, und wir bekommen eine ungefähre Ahnung was Agapän ist. Diese Agapän ist das entscheidende Kennzeichen und „Inhalt“ der Beziehung der Christen untereinander und zur Welt. Die Kollosser hatten das und Paulus ist wichtig das hervorzuheben.

 

2022-06-18

1,5 διὰ τὴν ἐλπίδα τὴν ἀποκειμένην ὑμῖν ἐν τοῖς οὐρανοῖς, ἣν προηκούσατε ἐν τῷ λόγῳ τῆς ἀληθείας τοῦ εὐαγγελίου

„um der Hoffnung willen, die euch aufbewahrt ist im Himmel, von der ihr zuvor gehört habt durch das Wort der Wahrheit des Evangeliums,“ (Kol.1,5)

„aufbewahrt ist im Himmel“ – also weit weg – jetzt hat man es noch nicht …. und dann ist es auch noch das Hoffen. Logisch betrachtet heißt das also das man hier auf der Erde hoffnungslos ist, was ja ein paradox wäre, weil das hören der Worte des Evangeliums ja gerade als verweis auf diese Hoffnung im Himmel aber hier auf Erde Hoffnung gibt. Was da auch immer für spätere Zeiten aufbewahrt ist: Paulus erwähnt es, also hat es wohl heute Relevanz…. Und was das ist das da im Himmel wartet, sollten wir um zu verstehen worum es überhaupt geht herauskriegen.

 

2022-06-17

1,3 Εὐχαριστοῦμεν τῷ θεῷ πατρὶ τοῦ κυρίου ἡμῶν Ἰησοῦ Χριστοῦ πάντοτε περὶ ὑμῶν προσευχόμενοι,

„Wir danken dem Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, indem wir allezeit für euch beten,“ (Kol.1,3)

„πάντοτε – allezeit für euch beten“ – Das ist sicher eine sehr intensive Praxis, von morgens bis Abend und Nachts. Ist das ein Vorbild für uns heute? Nein – denn jeder hat ein bestimmtes Maß, und Gemeinschaften in denen so etwas geübt werden könnte sind so distanziert voneinander das man sich oft nur oberflächlich kennt – oder eben so, dass eine so intensive Praxis dort kein Bestandteil ist. Somit hat schon der Anfang des Kol. wenig mit uns und heute zu tun.

 

2022-06-16

1,1 Παῦλος ἀπόστολος Χριστοῦ Ἰησοῦ διὰ θελήματος θεοῦ καὶ Τιμόθεος ὁ ἀδελφὸς

„Paulus, Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und der Bruder Timotheus“ (Kol.1,1)

So weist sich Paulus aus: „ durch den Willen Gottes“ – er tritt also mit dem Anspruch auf, das Gott ihn auserwählt und gesandt hat. Sollte das so sein, haben seine Worte ein ganz anderes Gewicht, als wenn er nur von sich selber und seinen eigenen Gedanken ausgeht. Jeder Widerspruch ist mit dieser Behauptung ausgeschaltet – und es ist ein Trennung zwischen denen die Glauben das er der Erwählte ist, und denen die das bezweifeln.

 

2022-06-15

4,23 Ἡ χάρις τοῦ κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μετὰ τοῦ πνεύματος ὑμῶν.

„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.“ (Phil. 4,23)

Der Schlussegen. Da nicht näher beschrieben wird, was das für jeden Einzelnen zu bedeuten hat – kann jeder auch heute noch in diese Wörter hinein interpretieren was gerade passend ist. Wenn man das ohne eine Enge Beziehung und „kennen“ des Gegenüber dem Anderen zusagt, ist war und ist das oft nichtszig und Inhaltsleer. Aber so kann man mit dem ganzen Phil-Brief umgehen, was leider auch geschah.

 

2022-06-14

4,20 τῷ δὲ θεῷ καὶ πατρὶ ἡμῶν ἡ δόξα εἰς τοὺς αἰῶνας τῶν αἰώνων, ἀμήν.

„Unserem Gott und Vater aber sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ (Phil. 4,20)

Es ist gut, das Wichtigste auszusprechen – Eine Proklamation – gegen alles andere das auch um Aufmerksamkeit kämpft. Das Wort „Amen“ weist die Worte vorher als ein Gebt aus. Wer das 84 Mal pro Tag sagt (und es wirklich so weint) der ist auf dem richtigen Weg, und schaut in die richtige Richtung.

 

2022-06-13

4,19 ὁ δὲ θεός μου πληρώσει πᾶσαν χρείαν ὑμῶν κατὰ τὸ πλοῦτος αὐτοῦ ἐν δόξῃ ἐν Χριστῷ Ἰησοῦ.

„Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“ (Phil. 4,19)

„Allen Mangel ausfüllen“ – Diesen Wunsch (hier ist es wohl mehr ein Segnen) haben Viele für sich und andere. Wir bekommen alles was wir benötigen – und das im Überfluss. Wenn die Christsein so wäre, könnten wir jubeln.

 

2022-06-12

4,15 οἴδατε δὲ καὶ ὑμεῖς, Φιλιππήσιοι, ὅτι ἐν ἀρχῇ τοῦ εὐαγγελίου, ὅτε ἐξῆλθον ἀπὸ Μακεδονίας, οὐδεμία μοι ἐκκλησία ἐκοινώνησεν εἰς λόγον δόσεως καὶ λήμψεως εἰ μὴ ὑμεῖς μόνοι,

„Und ihr Philipper wißt ja auch, daß am Anfang [der Verkündigung] des Evangeliums, als ich von Mazedonien aufbrach, keine Gemeinde mit mir Gemeinschaft gehabt hat im Geben und Nehmen als ihr allein;“ (Phil. 4,15)

Paulus sagt das die Philipper etwas besonderes sind. Es gab bei Paulus also Unterschiede…. Oder die anderen wollten nicht. Da Paulus über seinen „Anfang“ schreibt besteht die enge Verbindung zu den Philippern also schon länger und ist stabil und erprobt. Paulus schriebt ihnen das um sie zu ehren für ihre Treue. Diese Beziehung will er fortsetzen.

 

2022-06-11

4,14 πλὴν καλῶς ἐποιήσατε συγκοινωνήσαντές μου τῇ θλίψει.

„Doch habt ihr recht gehandelt, daß ihr Anteil nahmt an meiner Bedrängnis.“ (Phil. 4,14)

Anteil nehmen ist mehr als „zur Kenntnis“ nehmen. Anteil braucht zeit und viel Aufmerksamkeit. Anteil nehmen bedeutet das ich mit Gedanken und Gefühl, mit meiner ganzen Person beteiligt bin. Ich bin der Sache nahe. – Und da Paulus von Bedrängnis spricht wird auch das Leiden und eine starke Bedrückung zum Anteil dazugehören. // Was bring Anteilnahme, hilft sie irgendjemandem? Es verändert den Anteilnehmenden der auf etwas außerhalb von ihm konzentriert ist und es stärkt den Bedrängten, weil er weis, dass er mit den Bedrängnissen nicht alleine ist.

 

2022-06-09

4,13 πάντα ἰσχύω ἐν τῷ ἐνδυναμοῦντί με.

„Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“ (Phil. 4,13)

Nicht „Alles“ / sondern nur das was Christus will und was dem Wesen Gottes und der Führung des Geistes entspricht. Und es kommt im Blick auf die Verse davor noch hinzu: Paulus kann mit wenig und viel Nahrung auskommen – und er kann in Luxus oder Armut leben, alles das kann er tun durch den Christus der ihn stark macht. Somit kann man sich nicht den Vers anheften wenn man was tut das man ja die nötige Kraft dazu haben wird weil Paulus es ja so geschrieben hat.

 

2022-06-08

4,9 ἃ καὶ ἐμάθετε καὶ παρελάβετε καὶ ἠκούσατε καὶ εἴδετε ἐν ἐμοί, ταῦτα πράσσετε· καὶ ὁ θεὸς τῆς εἰρήνης ἔσται μεθ᾽ ὑμῶν.

„Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut; und der Gott des Friedens wird mit euch sein.“ (Phil. 4,9)

Nicht zur Kenntnis nehmen – oder darüber diskutieren – sondern tun. Wenn wir diesen Vers lesen müssen wir davon ausgehen, das Paulussens Aussagen so konkret waren, so deutlich – das sie einfach ohne Reflektieren getan werden können. Menschen sind zwar oft darauf angelegt zu reflektieren und sogar nachzudenken – aber hier scheint Paulus einen direkt weg zu benennen ohne irgend war vorher einfach das praktisch zu machen was er sagt. Erstaunlich! Das weicht sehr ab von allem was heutige Praxis ist und was wir über die psychische Konstitution des Menschen wissen. Anscheinend ist so etwas durch den Heiligen Geist und durch Christus der in den Phillippern wohnt möglich.

 

2022-06-07

4,8 Τὸ λοιπόν, ἀδελφοί, ὅσα ἐστὶν ἀληθῆ, ὅσα σεμνά, ὅσα δίκαια, ὅσα ἁγνά, ὅσα προσφιλῆ, ὅσα εὔφημα, εἴ τις ἀρετὴ καὶ εἴ τις ἔπαινος, ταῦτα λογίζεσθε·

„Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswerte, was wohllauten, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!“ (Phil. 4,8)

Die Blickrichtung auf Tugend und Lob – wenn Menschen so zueinander sind ist das für alle Beteiligten sehr angenehm. In einer solchen Gemeinschaft fühlt man sich wohl, wenn sie ungeheuchelt ist.

Ein Mensch der in einer solchen Gemeinschaft ist wird sich verändern – und auch so werden.

 

2022-06-06

4,7 καὶ ἡ εἰρήνη τοῦ θεοῦ ἡ ὑπερέχουσα πάντα νοῦν φρουρήσει τὰς καρδίας ὑμῶν καὶ τὰ νοήματα ὑμῶν ἐν Χριστῷ Ἰησοῦ.

„Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!“ (Phil. 4,7)

Umfassende Bewahrung für Seele und Verstand. – Nicht für den Körper. Wenn der Friede Gottes allen Verstand übersteigt, dann brauchen wir auch nicht darüber nachzudenken was er ist oder wie er ist. Somit ist der Vers hier sehr einfach – „Gott ist da, und ER bewahrt uns“ – zwar nicht ganz, aber große Teile von uns. – Das ist sicher.

 

2022-06-05

4,6 μηδὲν μεριμνᾶτε, ἀλλ᾽ ἐν παντὶ τῇ προσευχῇ καὶ τῇ δεήσει μετὰ εὐχαριστίας τὰ αἰτήματα ὑμῶν γνωριζέσθω πρὸς τὸν θεόν.

„Sorgt euch um nichts; sondern in allem laßt durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.“ (Phil. 4,6)

„Sorgt euch“ bedeutet das er nicht einen anspricht sondern die Vielen. Also nicht spezifisch sondern ganz allgemein. Da es also um eine Grundhaltung gehen muss und nicht festgelegt ist ob „Gebet und Flehen“ 5 Stunden oder nur 3 Minuten dauern soll ist die Sache wieder beliebig. Aus was genau das „sorgen“ ist (wo es anfängt und wo es aufhört) ist nicht definiert – so kann sich jeder zurechtmachen ob er „Realist“ oder Träumer, oder Gläubig ist. Wenn also jemand mit diesem Vers ankommt, kann man sagen das jeder sein Eigenes Maß des Gebet und Flehen hat – und alles ist so wie es ist – nix zu machen. Typischer Stillstand der in den letzten Jahrhunderten viele Freikirchen eingefroren hat.

 

2022-06-04

4,5 τὸ ἐπιεικὲς ὑμῶν γνωσθήτω πᾶσιν ἀνθρώποις. ὁ κύριος ἐγγύς.

„Eure Sanftmut laßt alle Menschen erfahren! Der Herr ist nahe!“ (Phil. 4,5)

Wenn Paulus den „nicht Sanften“ sagt sie sollen Sanft sein, weil der Herr nahe ist, was werden die dann wohl tun? Sanft sein? – Somit taugt die Aussage von Paulus wohl ehr als Hinweis und Erinnerung – aber nicht unbedingt als Anweisung das die Phillipper es ab jetzt so machen sollen.

 

2022-06-03

4,4 Χαίρετε ἐν κυρίῳ πάντοτε· πάλιν ἐρῶ, χαίρετε.

„Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!“ (Phil. 4,4)

Muss ich mich jetzt freuen? – Wenn ich es aus dem Gesetz heraus tue – aus eigener Kraft – dann mache ich die Erlösung rückgängig und habe wieder meine eigene Gerechtigkeit. Jeder muss das also „aus dem Herrn“ tun – und das kann er eben nicht selber machen. Dieses Paradox hat schon viele beschäftigt – aber es ist lösbar. – Freue die Paulus meint. Funktioniert nur im Geist – sonst nicht.

 

2022-06-02

4,1 Ὥστε, ἀδελφοί μου ἀγαπητοὶ καὶ ἐπιπόθητοι, χαρὰ καὶ στέφανός μου, οὕτως στήκετε ἐν κυρίῳ, ἀγαπητοί.

Darum, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und meine Krone, steht in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte!“ (Phil. 4,1)

Wie man fest im Herrn steht. Die ganzen Anweisungen vorher sind also für dieses Ziel. Das Besondere daran ist das Paulus kein Formell administratives Verhältnis zu den Phillippern hat, sondern ein freundschaftliches, brüderliches, liebevolles.

 

2022-06-01

3,21 ὃς μετασχηματίσει τὸ σῶμα τῆς ταπεινώσεως ἡμῶν σύμμορφον τῷ σώματι τῆς δόξης αὐτοῦ κατὰ τὴν ἐνέργειαν τοῦ δύνασθαι αὐτὸν καὶ ὑποτάξαι αὐτῷ τὰ πάντα.

„der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, so daß er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann.“ (Phil. 3,21)

Er staltet unseren Körper so um, dass wir so werden wie ER. Das liegt wohl noch in der Zukunft / somit hat dies für uns jetzt nur Vorausschauende Bedeutung – wir sollten mit unserem Körper ordentlich umgehen, weil er ja noch herrlich gemacht werden wird, er ist also auch jetzt schon nicht völlig wertlos.

 

2022-05-31

3,20 ἡμῶν γὰρ τὸ πολίτευμα ἐν οὐρανοῖς ὑπάρχει, ἐξ οὗ καὶ σωτῆρα ἀπεκδεχόμεθα κύριον Ἰησοῦν Χριστόν,

„Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter,“ (Phil. 3,20)

„Nicht von dieser Welt“ – sogar im politischen Sinn. Da bis jetzt viele Beispiele für das Gegenteil aufzählbar sind, ist die praktische Erfüllung dieses Verses noch ausstehend.

 

2022-05-30

3,18-19 πολλοὶ γὰρ περιπατοῦσιν οὓς πολλάκις ἔλεγον ὑμῖν, νῦν δὲ καὶ κλαίων λέγω, τοὺς ἐχθροὺς τοῦ σταυροῦ τοῦ Χριστοῦ, ὧν τὸ τέλος ἀπώλεια, ὧν ὁ θεὸς ἡ κοιλία καὶ ἡ δόξα ἐν τῇ αἰσχύνῃ αὐτῶν, οἱ τὰ ἐπίγεια φρονοῦντες.

Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus; ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.“ (Phil. 3,18-19)

„Viele“ – Diese Ausdrucksweise ist heute leider auch bei „Vielen“. Man benennt „Welche“, aber sagt nicht wen man konkret meint. Wenn man sich aber wage hält, dann kann jeder sich selber zurechtmachen, welches Verhalten er für „ins Verderben führend“ und „Rühmen ihrer Schande“ hält. Da damit nichts mehr konkret ist, dienst so eine Aussage dann oft nur noch zu Konsolidierung der eigenen Position.

 

2022-05-24

3,17 Συμμιμηταί μου γίνεσθε, ἀδελφοί, καὶ σκοπεῖτε τοὺς οὕτω περιπατοῦντας καθὼς ἔχετε τύπον ἡμᾶς.

„Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt.“ (Phil. 3,17)

Wen soll ich heute praktisch nachahmen – und die die auch so leben (wandeln) wie Paulus. Die Bibel sagt also das wir bestimmte Menschen die so leben wie Paulus in unserer praxis als Vorbilder haben – und nicht das wir uns durch lesen der Bibel und Selbstbeurteilung heraussuchen wie die praktische Umsetzung zu verstehen ist.

 

2022-05-23

3,15 Ὅσοι οὖν τέλειοι, τοῦτο φρονῶμεν· καὶ εἴ τι ἑτέρως φρονεῖτε, καὶ τοῦτο ὁ θεὸς ὑμῖν ἀποκαλύψει·

„Laßt uns alle, die wir gereift sind, so gesinnt sein; und wenn ihr über etwas anders denkt, so wird euch Gott auch das offenbaren.“ (Phil. 3,15)

Also ein hoher Grad an Übereinstimmung. Bei „Anders denken“ – wird nicht ein Dogma bemüht, an das sich alles halten müssen – sondern Gott greift ein. Er offenbart, wie denn richtig zu denken sein und welche Position zu den Sachthemen die „richtige“ Gesinnung ist. Ohne diese „Offenbarung“, wird es Spaltung und ein Gegeneinander geben. Z.B. wenn einer für, aber den andere gegen ein Impflicht und Impfung ist. Aber die „Gereiften“ reden wenn sie in Christus sind mit einer Stimme. Das ist ein sehr ermutigender Ausblick für die Zukunft… und die viele Andersdenkung von sehr Vielen.

 

2022-05-22

3,13-14 ἀδελφοί, ἐγὼ ἐμαυτὸν οὐ λογίζομαι κατειληφέναι· ἓν δέ, τὰ μὲν ὀπίσω ἐπιλανθανόμενος τοῖς δὲ ἔμπροσθεν ἐπεκτεινόμενος, κατὰ σκοπὸν διώκω εἰς τὸ βραβεῖον τῆς ἄνω κλήσεως τοῦ θεοῦ ἐν Χριστῷ Ἰησοῦ.

„Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“ (Phil. 3,13-14)

Ausgerichtet und lauf auf das Ziel – um den „Kampfpreis“ zu erhalten. Und Paulus schreibt das, weil die Philipper es so machen sollen wie er. Das er hier nur eine Grundhaltung beschreibt und dann nicht für jeden in Detail geht, liebt an der Natur der Sache – er stellt ja kein Gesetz auf das jetzt jeder nach seinem Maß genau erfüllen muss um das Ziel zu erreichen…. Sondern er sagt wer er ist. Und die Anderen sollen hinter ihm nachkommen.

 

2022-05-21

3,12 Οὐχ ὅτι ἤδη ἔλαβον ἢ ἤδη τετελείωμαι, διώκω δὲ εἰ καὶ καταλάβω, ἐφ᾽ ᾧ καὶ κατελήμφθην ὑπὸ Χριστοῦ [Ἰησοῦ].

„Nicht daß ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.“ (Phil. 3,10)

Christus hat Paulus ergriffen und er wird auf ein Ziel hin äußerst aktiv. Mit dem „Nicht daß ich es schon erlangt…“ kann nicht die Errettung und Wiedergeburt gemeint sein. Die Leser des Briefes verstehen daraus, das auch Paulus nicht der übergroße ist, der schon alles erreicht hat, sondern das auch er sich noch auf einem Weg befindet, ihnen also darin gleicht. Wer behauptet sschon am Ziel und vollendet zu sein liegt also schief.

 

2022-05-20

3,10 τοῦ γνῶναι αὐτὸν καὶ τὴν δύναμιν τῆς ἀναστάσεως αὐτοῦ καὶ [τὴν] κοινωνίαν [τῶν] παθημάτων αὐτοῦ, συμμορφιζόμενος τῷ θανάτῳ αὐτοῦ,

„um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde,“ (Phil. 3,10)

Durch „Ihn erkennen“ werden wir weil wir ihm nahe sind und er in uns auch die Kraft der Auferstehung in uns haben. Weil wir ihm nahe sind aber auch die Leiden und den Tod den er erlitt. Wir werden mit Ihm identifiziert, werden so wie er – aber eben Wesensmäßig und nicht nur wie als wenn wir einem Vorbild folgen. Diese Tiefe innere Vereinigung ist das große Geheimnis „Christus in uns“ das Paulus über alles hinaus anstrebt und in dessen jetziger Verwirklichung er alles gibt.

 

2022-05-19

3,8 ἀλλὰ μενοῦνγε καὶ ἡγοῦμαι πάντα ζημίαν εἶναι διὰ τὸ ὑπερέχον τῆς γνώσεως Χριστοῦ Ἰησοῦ τοῦ κυρίου μου, δι᾽ ὃν τὰ πάντα ἐζημιώθην, καὶ ἡγοῦμαι σκύβαλα, ἵνα Χριστὸν κερδήσω

„ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne“ (Phil. 3,8)

„ alles übertreffenden Erkenntnis Christi“ ist sicher das wichtigste in der Predigt des Paulus, sowohl zu Thema Evangelium als auch in Bezug auf die Gemeinde (die ja „der Christus“ ist). Dieses setzten von Priorität – schauen auf Jesus, streben auf ihm zu, ihn erkennen wollen – ist für Paulus alles geworden. – Er verwirft alles andere als Dreck – diese Einseitigkeit beschreibt Paulus nicht als Pflicht, sondern als Liebe – denn Christus hat das alles zuerst für ihn getan.

 

2022-05-18

3,3 ἡμεῖς γάρ ἐσμεν ἡ περιτομή, οἱ πνεύματι θεοῦ λατρεύοντες καὶ καυχώμενοι ἐν Χριστῷ Ἰησοῦ καὶ οὐκ ἐν σαρκὶ πεποιθότες,

„Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geist dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen,“ (Phil. 3,3)

„Bescheidung“ als Zeichen der Auserwählten des Bundes im AT – Die Israeliten. Aber Paulus schreibt das wir die Christen das jetzt sind – Wir vertrauen nicht auf ein äußeres Zugehörigkeitszeichen, sondern darauf das wir von Gottes Geist geleitet werden IHM zu dienen. Das setzt uns in den Gegensatz den Paulus hier beschreibt. Das Wort „rühmen“ zeigt, wie deutlich und stark die „Hunde“ sich ihres äußeren Zeichens „gerühmt“ haben.

 

2022-05-17

3,2 Βλέπετε τοὺς κύνας, βλέπετε τοὺς κακοὺς ἐργάτας, βλέπετε τὴν κατατομήν.

„Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bösen Arbeiter, habt acht auf die Zerschneidung!“ (Phil. 3,1)

Paulus nennt bestimmte Menschen Hunde und böse. Diese Bösen sollen von den Philippers klar identifiziert werden. Hier steht nichts von Toleranz oder liebe. Sondern das man aufmerksam sein muss wer und wie diese „Arbeiter“ sind. Arbeit heißt in diesem Zusammenhang, das sie auch im christlichen Spektrum unterwegs sind und nicht das sie Abwassergräben ausheben. Zerschneidung weißt natürlich auf die Lehre der Juden hin das die Beschnittenen und die Umbeschnittenen klar voneinander getrennt werden. Das ist nach der Auferstehung Jesus aber nicht mehr Gottes Wille in der Gemeinde – hier sollen Juden und Griechen eins sein.

 

2022-05-16

3,1 Τὸ λοιπόν, ἀδελφοί μου, χαίρετε ἐν κυρίῳ. τὰ αὐτὰ γράφειν ὑμῖν ἐμοὶ μὲν οὐκ ὀκνηρόν, ὑμῖν δὲ ἀσφαλές.

„Im übrigen, meine Brüder, freut euch in dem Herrn! Euch [immer wieder] dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig; euch aber macht es gewiß.“ (Phil. 3,1)

Durch Wiederholung fest werden. Das die Philipper aufgefordert werden, sich zu freuen ist bemerkenswert – Sie bekommen die Ansage: freut euch! – Warum sollen sie sich freuen? Die Freude ist nicht Grundlos und ein mechanisches ablachen, sondern es gibt gewichtige vielfältige Gründe dafür. Wenn man diese Dinge bei Gott sieht und darin eintaucht, passiert sicher folgendes: Man freut sich – man jubelt das Gott so groß ist und die Errettung bewirkt hat.

 

2022-05-15

2,13 θεὸς γάρ ἐστιν ὁ ἐνεργῶν ἐν ὑμῖν καὶ τὸ θέλειν καὶ τὸ ἐνεργεῖν ὑπὲρ τῆς εὐδοκίας.

„denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“ (Phil. 2,13)

Gott wirkt in uns „ θέλειν καὶ τὸ ἐνεργεῖν“ (telein kai to energein), also nicht wie hier in der Elberfelder übersetzt wird „das Wollen als auch das Vollbringen“ – sondern besser übersetzt heißt es: Gott bewirkt kraftvoll, dass ihr zielausgerichtet seid und die nötige Kraft habe das Ziel zu erreichen.

Also nichts mit „kein freier Wille mehr“ und „Er macht ja sowieso alles“. Diese falschen Auslegungen entstehen dann durch die falsche Übersetzung, wie man hier in der Elberfelder sieht.

Bitte ändere deinen Bibeltext dementsprechend um nicht in die nächste Täuschung zu geraten.

Und höre keinem Ausleger zu, der so einen deutschen Text hat wie er in der Elberfelder steht – wobei die anderen deutschen Übersetzungen wahrscheinlich noch schlimmer und verdehender sind,,,, leider.

 

2022-05-14

2,12 Ὥστε, ἀγαπητοί μου, καθὼς πάντοτε ὑπηκούσατε, μὴ ὡς ἐν τῇ παρουσίᾳ μου μόνον ἀλλὰ νῦν πολλῷ μᾶλλον ἐν τῇ ἀπουσίᾳ μου, μετὰ φόβου καὶ τρόμου τὴν ἑαυτῶν σωτηρίαν κατεργάζεσθε·

„Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern;“ (Phil. 2,12)

„ mit Furcht und Zittern“ – Damit ist wohl die ständige Ernsthaftigkeit und ein Eifer gemeint. Keine Oberflächlichkeit, keine gelangweilte Lockerheit. Dieses „hinter den Dingen her sein“, ist eine wichtige Charaktereigenschaft die sich laut Paulus ein Christ wohl aneignen muss. Also „nur“ gehorsam reicht eben nicht, sondern die tiefe innere (und Äußere) Ausrichtung auf Gott – nicht als Sonntagsvormitagstat, sondern auch „wenn Paulus abwesend ist“.

 

2022-05-13

2,6 ὃς ἐν μορφῇ θεοῦ ὑπάρχων οὐχ ἁρπαγμὸν ἡγήσατο τὸ εἶναι ἴσα θεῷ,

„der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein;“ (Phil. 2,6)

Also ist Jesus dem Vater gleich – und nicht nur ähnlich // also ist Jesus nicht der Vater, sondern der Sohn. Und wir lesen hier auch – seine gottgleiche Stellung steht ihm zurecht zu. Er ist berechtigt und tatsächlich so mächtig und Herrlich wie Gott – was ja nur das Wort „gleich“ näher beschreibt. Im Unterschied zu dem Vater gab Jesus aber das alles ab wurde klein und machtlos und unherrlich. Das hat der Vater nicht getan und ist einzigartig. – Und das sollen auch wir tun….

 

2022-05-12

2,5 Τοῦτο φρονεῖτε ἐν ὑμῖν ὃ καὶ ἐν Χριστῷ Ἰησοῦ,

„Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war,“ (Phil. 2,5)

Gesinnung“ – Charakter – Wir sollen so sein wie ER. Wir sollen IHM gleich sein und im immer ähnlicher werden. Das sollen von dem Paulus hier schreibt ist ein Muss. Es gibt keine andere Möglichkeit – und der Heilige Geist wird auch immer in diese Richtig ziehen und schieben. Dieses Iin Christus hineinwachsen und mit den anderen Geschwistern dann dort wo man wohnt eine Einheit bilden ist die Priorität des Paulus – das ist sein Dienst – und wir können jubeln das wir keine christliche Philosophie haben sondern eine Wirksame Kraft, die uns in die Gesinnung und Charakter des Christus umgestaltet.

 

2022-05-11

2,1-2 Εἴ τις οὖν παράκλησις ἐν Χριστῷ, εἴ τι παραμύθιον ἀγάπης, εἴ τις κοινωνία πνεύματος, εἴ τις σπλάγχνα καὶ οἰκτιρμοί, πληρώσατέ μου τὴν χαρὰν ἵνα τὸ αὐτὸ φρονῆτε, τὴν αὐτὴν ἀγάπην ἔχοντες, σύμψυχοι, τὸ ἓν φρονοῦντες,

„Gibt es nun [bei euch] Ermahnung in Christus, gibt es Zuspruch der Liebe, gibt es Gemeinschaft des Geistes, gibt es Herzlichkeit und Erbarmen, so macht meine Freude völlig, indem ihr {eines} Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und auf das Eine bedacht seid.“ (Phil. 2,1-2)

Diese Praxis der Liebe und Einheit – der Gemeinschaft ist das worauf Paulus die Philipper hinweist und die er immer im Blick hat. Es geht also nur sekundär um richtige Lehre – erst soll die Praxis der Gemeinschaft überströmend sein. „Eines Sinnes“ ist eine Nähe der Anschauung und Sprechweise die mit dem Gegenüber auch intellektuell im Gleichklang ist. Bei all dem wird dann schließlich sichtbar: Der auferstandene Christus ist in ihrer Mitte und Redet zu jedem Einzelnen.

 

2022-05-10

1,29-30 ὅτι ὑμῖν ἐχαρίσθη τὸ ὑπὲρ Χριστοῦ, οὐ μόνον τὸ εἰς αὐτὸν πιστεύειν ἀλλὰ καὶ τὸ ὑπὲρ αὐτοῦ πάσχειν, τὸν αὐτὸν ἀγῶνα ἔχοντες, οἷον εἴδετε ἐν ἐμοὶ καὶ νῦν ἀκούετε ἐν ἐμοί.

„Denn euch wurde, was Christus betrifft, die Gnade verliehen, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden, so daß ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir gesehen habt und jetzt von mir hört.“ (Phil. 1,29-30)

„ daß ihr denselben Kampf habt“ – Leiden für Christus, das nicht vergeblich ist. Wir sitzen mit Christus im gleichen Boot und erfahren das, was er auch erleidet.

 

2022-05-09

1,27 Μόνον ἀξίως τοῦ εὐαγγελίου τοῦ Χριστοῦ πολιτεύεσθε, ἵνα εἴτε ἐλθὼν καὶ ἰδὼν ὑμᾶς εἴτε ἀπὼν ἀκούω τὰ περὶ ὑμῶν, ὅτι στήκετε ἐν ἑνὶ πνεύματι, μιᾷ ψυχῇ συναθλοῦντες τῇ πίστει τοῦ εὐαγγελίου

„Nur führt euer Leben würdig des Evangeliums von Christus, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von euch höre, daß ihr fest steht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft für den Glauben des Evangeliums“ (Phil. 1,27)

daß ihr fest steht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft“ – Das versteht keiner der es nicht erlebt hat – es gibt zwar einige Lehren und Auslegungen was das zu bedeuten hat. Aber eine Beschreibung hat ja immer eine gewisse Distanz. Wenn die Dinge „im Geist“ aber dynamisch und lebendig sind muss am zu einem bestimmten Zeitpunkt am richtigen Ort sein um zu „verstehen“. – Und dafür gibt es eben keine Maß oder Gesetz – somit kann das auch nicht wirklich gemessen und beurteilt werden.

 

2022-05-08

1,23-24 συνέχομαι δὲ ἐκ τῶν δύο, τὴν ἐπιθυμίαν ἔχων εἰς τὸ ἀναλῦσαι καὶ σὺν Χριστῷ εἶναι, πολλῷ [γὰρ] μᾶλλον κρεῖσσον·τὸ δὲ ἐπιμένειν [ἐν] τῇ σαρκὶ ἀναγκαιότερον δι᾽ ὑμᾶς.

„Denn ich werde von beidem bedrängt: Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.“ (Phil. 1,23-24)

Da gibt es nichts auf dieser Erde was Paulus für lebenswert hält – außer einige Personen, Geschwister in Philippi. Wegen ihnen und für sie will er weiter auf der Erde sein und nicht zum Herrn gegen. Diese Einseitigkeit sollten wir uns heute immer wieder vor Augen halten, denn es darum geht, wie wichtig uns die Geschwister um uns herum sind und was wir für sie tun wollen, sollten. Das ist die Grundlage der Liebe, der einseitige Fokus mit dem wir den Brüdern und Schwertern heute begegnen sollen. Das Evangelium und der Geist Christi in uns will genau das – und sehnt sich nach dieser Hingabe.

 

2022-05-07

1,20 κατὰ τὴν ἀποκαραδοκίαν καὶ ἐλπίδα μου, ὅτι ἐν οὐδενὶ αἰσχυνθήσομαι ἀλλ᾽ ἐν πάσῃ παρρησίᾳ ὡς πάντοτε καὶ νῦν μεγαλυνθήσεται Χριστὸς ἐν τῷ σώματί μου, εἴτε διὰ ζωῆς εἴτε διὰ θανάτου.

„entsprechend meiner festen Erwartung und Hoffnung, daß ich in nichts zuschanden werde, sondern daß in aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt, Christus hoch gepriesen wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod.“ (Phil. 1,20)

Paulus ist zuversichtlich – was auch immer passiert – Christus wird verherrlicht. Somit ist es kein Zufall was geschieht und worauf es hinaus läuft. Wenn Gott alles so in der Hand hat, bestimmt er die Umstände in denen sich Paulus befindet. Paulus wird dann nicht zufällig an einer Grippe sterben weil er zu den 1,4 % gehört denen das passiert. Diese Gewissheit der ER mich umgibt und alles in den Händen hält ist die Grundlage für Christsein und das Glaubensleben.

 

2022-05-06

1,18 Τί γάρ; πλὴν ὅτι παντὶ τρόπῳ, εἴτε προφάσει εἴτε ἀληθείᾳ, Χριστὸς καταγγέλλεται, καὶ ἐν τούτῳ χαίρω. Ἀλλὰ καὶ χαρήσομαι,

„Was tut es? Jedenfalls wird auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich, ja, ich werde mich auch weiterhin freuen im Herrn, durch meine Fesseln ermutigt, es desto kühner wagen, das Wort zu reden ohne Furcht.“ (Phil. 1,18)

Das Paulus also die Priorität hat – das Christus verkündigt wird ist deutlich. Und Beeinträchtigungen, Fesseln hindern ihn nicht, sondern ermutigen ihn um so fester und deutlicher das Wort des Christus zu reden. Die Philliper lesen hier also das das was sie normalerweise als negativ und niederdrückendes beurteilt hätten – hier genau das Gegenteil ist – Paulus triumphiert und gibt ihnen bereichtet, das sie es genauso machen können.

 

2022-05-05

1,14 καὶ τοὺς πλείονας τῶν ἀδελφῶν ἐν κυρίῳ πεποιθότας τοῖς δεσμοῖς μου περισσοτέρως τολμᾶν ἀφόβως τὸν λόγον λαλεῖν.

„und daß die meisten der Brüder im Herrn, durch meine Fesseln ermutigt, es desto kühner wagen, das Wort zu reden ohne Furcht.“ (Phil. 1,14)

Wir brauchen Vorbilder und Ermutigungen. Das Wort reden – Durch die Bedrängnis und Leiden des Paulus (in denen er Triumphiert) bekommen andere Freiheit und Kraft – anderen von Christus zu erzählen und das was Gott sagt an die Menschen um sie herum weiter zu geben.

 

2022-05-04

1,13 ὥστε τοὺς δεσμούς μου φανεροὺς ἐν Χριστῷ γενέσθαι ἐν ὅλῳ τῷ πραιτωρίῳ καὶ τοῖς λοιποῖς πᾶσιν,

„so daß in der ganzen kaiserlichen Kaserne und bei allen übrigen bekannt geworden ist, daß ich um des Christus willen gefesselt bin,“ (Phil. 1,13)

Es ist also „offiziell“ – Selbst die „staatlichen“ Institutionen haben gehört das Paulus nicht wegen eines Verbrechens, sondern wegen seinem Glauben im Gefängnis ist. Somit die es nicht ein „stilles Leiden“, sondern das meint Paulus wenn er von dem Zeugnis des Christus schreibt, das er ausrichtet. Selbst in Ketten und Kerker läuft die Botschaft von Christus durch ihn. Das ist sehr ermutigend für die Philipper und ihre bedrängte Situation.

 

2022-05-03

1,12 Γινώσκειν δὲ ὑμᾶς βούλομαι, ἀδελφοί, ὅτι τὰ κατ᾽ ἐμὲ μᾶλλον εἰς προκοπὴν τοῦ εὐαγγελίου ἐλήλυθεν,

„Ich will aber, Brüder, daß ihr erkennt, wie das, was mit mir geschehen ist, sich vielmehr zur Förderung des Evangeliums ausgewirkt hat,“ (Phil. 1,12)

Paulus will also vermitteln wie sein Leben und das was ihm widerfahren ist zu beurteilen ist. Die Interpretation ist eben nicht, das alles schief gelaufen ist, weil Paulus bedrängt und gefangen ist – sondern genau umgekehrt – seine Leiden und Nöte fördern das Evangelium – sie waren nicht vergeblich. Wie wunderbar wenn man feststellt, das hinter allem (auch den negativen Dingen) der Plan Gottes steht, und ER alles zu einem guten Ende bringt. Auch für die Philipper wird das eine wichtige Nachricht sein (und ein Vorbild), das sie auf ihrem Weg stärkt und auch in „Stürmen“ ermutigt.

 

2022-05-02

1,11 πεπληρωμένοι καρπὸν δικαιοσύνης τὸν διὰ Ἰησοῦ Χριστοῦ εἰς δόξαν καὶ ἔπαινον θεοῦ.

„erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus [gewirkt werden] zur Ehre und zum Lob Gottes.“ (Phil. 1,11)

Früchte der Gerechtigkeit werden nicht von uns hergestellt, sondern Jesus tut das in unserem Leben – es ist nicht unser Werk. Es ist sehr ermutigend, das wir zwar handeln, aber Gott uns so viel schenkt, das es vor IHM voll genügt. Dieser Reichtum ist uns zugesagt und wir müssen ihn nicht selber erwirtschaften.

 

2022-05-01

1,10 εἰς τὸ δοκιμάζειν ὑμᾶς τὰ διαφέροντα, ἵνα ἦτε εἰλικρινεῖς καὶ ἀπρόσκοποι εἰς ἡμέραν Χριστοῦ,

damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt, so daß ihr lauter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Christus,“ (Phil. 1,10)

Hier geht es also um einen Maßstab, an dem man Prüfen (abgleichen) soll, ob man ok (ohne Anstoß) ist. Wir habe also wenn wir die Voraussetzungen die Paulus vorher aufzählt die Möglichkeit so zu leben wie Gott es will und wenn der Tag des Gerichtes, der Abrechnung kommt können wir gut durchkommen. Wer prüft also was wie – diese Praxis ist also entscheidend. Und wenn geprüft worden ist – was macht man dann mit dem Ergebnis? Paulus scheint diese Frage nicht genau zu beantworten sondern nur wie hier allgemeine Leitlinien herauszugeben. Vielleicht deshalb weil das sowieso schon die Praxis der Philipper war – aber eben nicht unsere heutige, wofür Paulus ja nichts kann. – Wenn ich schon etwas praktiziere, wann werde ich nicht unbedingt fragen wie das dann geht, denn ich weiß es ja schon.

 

2022-04-30

1,9 Καὶ τοῦτο προσεύχομαι, ἵνα ἡ ἀγάπη ὑμῶν ἔτι μᾶλλον καὶ μᾶλλον περισσεύῃ ἐν ἐπιγνώσει καὶ πάσῃ αἰσθήσει

„Und um das bete ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen,“ (Phil. 1,9)

„überströmend“ – aber nicht (nur) gefühlsmäßig sondern: „in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen“. Wie großartig wäre es wenn mein Gegenüber „Erkenntnis“ hätte – und würde etwas empfangen aus der Realität Gottes. Da zwischen der sich betätigenden, praktischen Liebe und der Erkenntnis ein Zusammenhang besteht – sieht man, das die Erkenntnis nicht einfach über jedem und alles ausgeschüttet wird – sondern jeder bekommt nach seinem Maß und seiner Reife.

Viele gehen leer aus, weil sie Hauptsächlich Sitzpublikum sind.

 

2022-04-29

1,8 μάρτυς γάρ μου ὁ θεὸς ὡς ἐπιποθῶ πάντας ὑμᾶς ἐν σπλάγχνοις Χριστοῦ Ἰησοῦ.

„Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi.“ (Phil. 1,8)

Dieses „den Andern wollen“ und zu dem Anderen in der Liebe Christi hingezogen sein, ist wie Paulus hier schriebt sehr intensiv. So ist Gott, so ist auch Jesus – und Paulus ist in diesem Strom drin. Warum schreibt Paulus das den Philippern? Er teilt einfach zuerst das mit, was in seinem Herzen ist und was ihn erfüllt.

 

2022-04-28

1,7 Καθώς ἐστιν δίκαιον ἐμοὶ τοῦτο φρονεῖν ὑπὲρ πάντων ὑμῶν διὰ τὸ ἔχειν με ἐν τῇ καρδίᾳ ὑμᾶς, ἔν τε τοῖς δεσμοῖς μου καὶ ἐν τῇ ἀπολογίᾳ καὶ βεβαιώσει τοῦ εὐαγγελίου συγκοινωνούς μου τῆς χάριτος πάντας ὑμᾶς ὄντας.

Es ist ja nur recht, daß ich so von euch allen denke, weil ich euch im Herzen trage, die ihr alle sowohl in meinen Fesseln als auch bei der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums mit mir Anteil habt an der Gnade.“ (Phil. 1,7)

„weil ich euch im Herzen trage“ – das ist eine wichtige Grundhaltung die alle Christen lernen müssen. Wie trage ich die Geschwister im Glauben um mich herum (und die, die Gott mir „aufs Herz legt“)? Die Verbindung, die ich dadurch zu ihnen aufnehme ist innig und intensiv. So bekommen die Anderen und ich selbst Anteil an der Gnade Gottes. Diese Annäherung an Andere ist der Schlüssel.

 

2022-04-27

1,6 πεποιθὼς αὐτὸ τοῦτο, ὅτι ὁ ἐναρξάμενος ἐν ὑμῖν ἔργον ἀγαθὸν ἐπιτελέσει ἄχρι ἡμέρας Χριστοῦ Ἰησοῦ·

„weil ich davon überzeugt bin, daß der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“ (Phil. 1,6)

Darum betet Paulus – das Gott der mit den Christen in Philippi angefangen hat – sie auch zum Ziel bringen kann. Es muss also nicht nach ein paar guten Ansätzen in der Entwicklung und Veränderung strecken bleiben, sonder kann „vollendet“ werden. Wo ist das heute sichtbar, und Wer betet in der weise des Paulus dafür? Sollte das nicht für jeden heutigen Christen gelten? Viele lesen das und denken, das dass „errettet sein und glauben“ das schon ist – somit scheint alles in Ordnung, weil die betreffenden ja „Christen“ sind. Somit hat sich alles relativiert, weil man sich selbst zurecht gemacht hat, wie „ das gute Werk“ denn auszusehen hat.

 

2022-04-26

„Dass ein gutes Leben für alle Menschen möglich ist, weil die meisten Menschen gut sind, steht spätestens seit der Veröffentlichung des Bestsellers „im Grunde gut“, von Rutgar Bregman, völlig außer Frage.“ [Walther 2022 Die Hilflosigkeit der Guten https://apolut.net/die-hilflosigkeit-der-guten-von-christoph-walther/]

Das eine Grundlage das Handeln essentiell bedingt ist hier sehr deutlich. Deshalb schreibt Pauls auch das wir mit nichtChristen (Ungläubigen) nicht am gleichen „Strang“ ziehen sollen. Wie soll man ja auch etwas mitmachen was als Aktion ein völlig anderes Ziel hat als man selbst. Aber was ist mit Teilzielen? Hier ist eine Übereinkunft und temporäre Zusammenarbeit möglich. Einige Christen würden dem zustimmen, andere das aber rigoros verneinen. Hierüber gibt es unter den Christen keine gemeinsame Sicht – bis sich das nicht geändert hat wird es wohl bei dem Kraftlosen neben und durcheinander kommen. Die Grundlage auf der solche Christen handeln ist dann auch immer nur ihre eigene Ansicht drüber, was sie selber beurteilt haben, wie die Bibel und ihr Handeln zu verstehen und zu praktizieren ist.

 

2022-04-25

6,24 ἡ χάρις μετὰ πάντων τῶν ἀγαπώντων τὸν κύριον ἡμῶν Ἰησοῦν Χριστὸν ἐν ἀφθαρσίᾳ.

„Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben mit unvergänglicher [Liebe]! Amen.“ (Eph. 6,24)

Kennzeichen derjenigen die Gnade zugesprochen bekommen ist: sie lieben Christus. Hier geht es wieder um eine echte Beziehung – aber wer das so nicht kennt kann daraus ein Sprechformel machen. Man sagt den „Gläubigen“ Gnade zu – einfach so weil sie alle „Christen“ sind. In der Geschichte wurde dieser Vers so verdeutet und verdreht das er oft nur noch als ein Schlussvers eines Briefes angesehen wird, über den lieberale Theologen sagen, dass er noch nicht mal von Paulus stammt. Alle Gnade verschwand fast ganz.

 

2022-04-24

6,23 Εἰρήνη τοῖς ἀδελφοῖς καὶ ἀγάπη μετὰ πίστεως ἀπὸ θεοῦ πατρὸς καὶ κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ.

„Friede werde den Brüdern zuteil und Liebe samt Glauben von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.“ (Eph. 6,23)

Das wünscht Paulus den Ephesern – wenn das keine oberflächliche Floskel, Formel ist, sondern der tiefe Wunsch des Paulus, dann ist dies auch ein Vorbild für die Epheser. Sie sollen in ihren Gebeten und ihrem Miteinander dies im Mittelpunkt haben und das von Gott geschenkte so erbitten und erflehen, dass es tatsächlich unter ihnen Gestalt gewinnt.

 

2022-04-23

6,22 ὃν ἔπεμψα πρὸς ὑμᾶς εἰς αὐτὸ τοῦτο, ἵνα γνῶτε τὰ περὶ ἡμῶν καὶ παρακαλέσῃ τὰς καρδίας ὑμῶν.

„den ich eben darum zu euch gesandt habe, daß ihr erfahrt, wie es um uns steht, und daß er eure Herzen tröste.“ (Eph. 6,22)

„ daß er eure Herzen tröste“ heißt das es eine tiefe innere herzliche Verbundenheit zwischen Paulus und den Ephesern gab. Denn um einen entfernten Menschen den ich nicht gut kenne, werde ich mich nicht intensiv kümmern. Die Infos die die Epheser erhalten, sind also sehr wertvoll für sie, denn sie nehmen so Anteil an dem Weg des Paulus als wären sie bei ihm. – Und teilen damit auch seine Bedrängnisse, denn Paulus teilt ja mit das er im Gefängnis sitzt.

 

2022-04-22

6,21 Ἵνα δὲ εἰδῆτε καὶ ὑμεῖς τὰ κατ᾽ ἐμέ, τί πράσσω, πάντα γνωρίσει ὑμῖν Τύχικος ὁ ἀγαπητὸς ἀδελφὸς καὶ πιστὸς διάκονος ἐν κυρίῳ,

„Damit aber auch ihr wißt, wie es mir geht und was ich tue, wird euch Tychikus alles mitteilen, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn,“ (Eph. 6,21)

Weil er im vorherigen Vers von seinen Ketten, in denen er ist geschrieben hat – gibt er jetzt durch Tychikus Auskunft über sein aktuelles Befinden. Die Epheser sollen wissen, wie es um Paulus steht und was er macht – sie nehmen Anteil und erhalten einen detaillierten Bericht.

 

2022-04-21

6,20 ὑπὲρ οὗ πρεσβεύω ἐν ἁλύσει, ἵνα ἐν αὐτῷ παρρησιάσωμαι ὡς δεῖ με λαλῆσαι.

„für das ich ein Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig rede, wie ich reden soll.“ (Eph. 6,20)

Zum zweitem mal (also wiederholt) schreibt Paulus das Freimut entscheidend ist. In all seiner Bedrängnis und seinen Leiden – sagt er an anderer Stelle sogar, dass er am Leben verzweifelt war – am Ende. Doch er tritt von sich selbst einen Schritt zurück, schaut auf Jesus, seinen Tod und seine Auferstehung. Dann passiert das Wunder und sein Elend wird nur noch zu Kontrast für die Herrlichkeit für die er Botschafter ist – und das mit ein er Leichtigkeit, Offenheit und liebevoller Intensität das er strahlt – Freimut als Loslösung von den bedrängenden und erdrückenden Ketten.

Ohne Freimut geht das in so einer Situation gar nicht …. man stelle sich nur einen depressiven schmerzverzerrten Mann in einem Kerker vor, der vor lauter Verzweiflung wie gelähmt ist. Und daraus wurde Paulus errettet – was für ein Evangelium.

 

2022-04-20

6,19 καὶ ὑπὲρ ἐμοῦ, ἵνα μοι δοθῇ λόγος ἐν ἀνοίξει τοῦ στόματός μου, ἐν παρρησίᾳ γνωρίσαι τὸ μυστήριον τοῦ εὐαγγελίου,

„auch für mich, damit mir das Wort gegeben werde, so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums bekanntzumachen,“ (Eph. 6,19)

Ohne Freimut wenig Bekanntmachung. Ohne das uns das „Wort gegeben werde“ wenig lebendige Worte. Für mich selber habe ich oft einen Mangel und bin begrenzt, aber Paulus schreibt hier von einem Überfluss der durch Gott gegeben in meinem Leben vorliegt und der mich leicht und freimütig macht. Ich stehe nicht unter einem zwang oder Gesetz, sondern freue mich darauf anderen zu begegnen und ihnen etwas weiterzugeben. Dafür sollen die Epheser und auch wir beten.

 

2022-04-19

6,18 Διὰ πάσης προσευχῆς καὶ δεήσεως προσευχόμενοι ἐν παντὶ καιρῷ ἐν πνεύματι, καὶ εἰς αὐτὸ ἀγρυπνοῦντες ἐν πάσῃ προσκαρτερήσει καὶ δεήσει περὶ πάντων τῶν ἁγίων

„indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen,“ (Eph. 6,18)

„jeder Zeit“ – also sehr intensiv – vom Aufwachen bis zum Schlafen gehen auf Gott ausgerichtet und mit ihm im Gespräch. Hauptthema, ist nicht die Welt oder Gott, sondern die anderen Gläubigen Christen um uns herum. Sehr einseitig geht es also um die Familie Gottes, also die Geschwister im Glauben.

 

2022-04-18

6,17 καὶ τὴν περικεφαλαίαν τοῦ σωτηρίου δέξασθε καὶ τὴν μάχαιραν τοῦ πνεύματος, ὅ ἐστιν ῥῆμα θεοῦ.

„und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist,“ (Eph. 6,16)

Was hier (das Wort Gottes) nicht die Bibel gemeint ist steht im griechischen Urtext sehr deutlich. Im Text sehr das Wort „räma“ und das Wort für Schrift oder Buch. Räma (oder wie es auch übersetzt wird „Rehma“) bedeutet das jetzt gerade von Gott ausgesprochene und sich praktisch auswirkende Wort, reden – das sich jetzt gerade ereignet. Hier geht es also nicht nur um das lesen von Bibelversen, sondern um viel mehr – und anderes. Das durch die deutsche Übersetzung auch seit Jahrhunderten eine andere Praxis gesetzt wurde, ist immer noch nicht zurückgenommen oder korrigiert worden (auch weil man sich ja gegen die Charismatischer abgrenzen will). So sorgt ein falsche Übersetzung weiterhin für Kraftlosigkeit, besiegt werden und Spaltung unter den Christen. Eine Lösung, die nicht nur in der schriftlichen Korrektur des geschriebenen erfolgen kann (und muss), ist nicht in Sicht.

 

2022-04-17

6,16 ἐν πᾶσιν ἀναλαβόντες τὸν θυρεὸν τῆς πίστεως, ἐν ᾧ δυνήσεσθε πάντα τὰ βέλη τοῦ πονηροῦ [τὰ] πεπυρωμένα σβέσαι·

„Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt,“ (Eph. 6,16)

Hier „müssen“ wir wieder ergreifen. Ergebnis ist das „auslöschen“ des Pfeiles. Also können Christen lernen, wie man den Schild so ergreift, das dieses Ergebnis auch wirklich erreicht wird.

Wie so glauben, der Schutz bietet und sogar Pfeile auslöscht? Weil er etwas anderes ist, als das einfache für wahr halten einer Tatsache oder der Bibel. Die Gewissheit: „ER wird seine Hand über mich halten und mich beschützen – ich bin ganz sicher…“ ist weil Gott so groß und mächtig ist – weil die Gewissheit auf Gott gerichtet ist die größte Kraft und „wirklichste Wirklichkeit“, die es auf dieser Erde geben kann. – Härter als ein Stahlschild.

 

2022-04-16

6,15 καὶ ὑποδησάμενοι τοὺς πόδας ἐν ἑτοιμασίᾳ τοῦ εὐαγγελίου τῆς εἰρήνης,

„und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens.“ (Eph. 6,15)

Zur Rüstung gehört nicht nur das aussprechen von Wahrheit – sondern auch eine bestimmte praktische Tätigkeit und Charakterhaltung. Wer sich zum Ausdruck einer bestimmten Sache macht ist mehr als nur eine schriftliche Absichtserklährung. Es geht also um eine tiefe Innere Haltung (die man „Ist“) die zur Waffenrüstung gehört. Die Waffen sind also nicht nur äußerlich, so wie bei einem Weltsoldaten, sondern das Innere stimmt hier mit dem äußeren Handeln überein.

 

2022-04-15

6,14 στῆτε οὖν περιζωσάμενοι τὴν ὀσφὺν ὑμῶν ἐν ἀληθείᾳ καὶ ἐνδυσάμενοι τὸν θώρακα τῆς δικαιοσύνης

„So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit,“ (Eph. 6,14)

Wie kann man Lenden mit Wahrheit umgürten. Viele würden sagen „Bibelverse wissen und aufsagen“ oder „Tatsagen wie „er ist auferstanden“ und „ich bin errettet durch sein Blut“ laut aussagen. Schwieriger wird es schon, wenn die Wahrheit eine Person wäre und keine Wörter oder Verweise die ich Formuliere. Wie soll ich mir eine Person umgürten? Da ich mir wahrscheinlich auch keine Schriftstücke aus Papier auf denen die Wahrheiten stehen umbinden soll – müssen wir davon ausgehen das es bei dieser Aussage des Paulus wieder um eine Allegorie handelt. Und da er hier nicht präziserer wird ist wieder Tür und Tor für viele unterschiedliche Interpretationen gegeben die die Christen oft mehr getrennt haben als sie zusammengebracht haben in ihrem Kampf.

 

2022-04-14

6,13 διὰ τοῦτο ἀναλάβετε τὴν πανοπλίαν τοῦ θεοῦ, ἵνα δυνηθῆτε ἀντιστῆναι ἐν τῇ ἡμέρᾳ τῇ πονηρᾷ καὶ ἅπαντα κατεργασάμενοι στῆναι.

„Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt.“ (Eph. 6,13)

Wir müssen die Rüstung ergreifen – ansonsten haben wir sie nicht. Das ist der Grund warum schon viele nicht widerstanden haben und hingefallen sind. Das ergreifen nicht einfach ein hinfassen ist wird dann klar, wenn wir das Bild des Paulus nehmen und uns vorstellen wie es ist ein richtige Rüstung anzuziehen. Da er aber die Rüstung eines römischen Soldaten meint, die nicht ganz so aufwendig war – war es aber auch nicht überanstrengend sie anzuziehen und man konnte mit ihr weite strecken marschieren.

 

2022-04-13

6,12 ὅτι οὐκ ἔστιν ἡμῖν ἡ πάλη πρὸς αἷμα καὶ σάρκα ἀλλὰ πρὸς τὰς ἀρχάς, πρὸς τὰς ἐξουσίας, πρὸς τοὺς κοσμοκράτορας τοῦ σκότους τούτου, πρὸς τὰ πνευματικὰ τῆς πονηρίας ἐν τοῖς ἐπουρανίοις.

„denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen].“ (Eph. 6,12)

Kampf gegen Gewalten – die wir nicht sehen. Nicht gegen Menschen. Paulus beschreibt die Gewalten der Weltbeherrscher als finster und böse. Also „Wesen“ die mächtig sind, auch weil sie Macht über Menschen haben. Ich gehe davon aus – das Paulus mit dem Wort „unser“ eine gemeinsamen Kampf meint und keinen Einzelnen – weil er zur Gemeinde spricht.

 

2022-04-12

6,11 ἐνδύσασθε τὴν πανοπλίαν τοῦ θεοῦ πρὸς τὸ δύνασθαι ὑμᾶς στῆναι πρὸς τὰς μεθοδείας τοῦ διαβόλου·

„Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels;“ (Eph. 6,11)

Es ist also Gottes Waffenrüstung die wir anziehen sollen, und nicht unsere Eigene. Wenn wir auf diese Weise geschützt sind – können wir „standhalten“ – wir fallen nicht hin. Gott hat uns also etwas gegeben damit wir sicher durchkommen. Sobald wir das gebrauchen (anwenden), was er uns gab, werden wir bestehen können, wenn wir angegriffen werden.

 

2022-04-11

6,10 Τοῦ λοιποῦ, ἐνδυναμοῦσθε ἐν κυρίῳ καὶ ἐν τῷ κράτει τῆς ἰσχύος αὐτοῦ

„Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.“ (Eph. 6,10)

Dieser Vers ist eine Einleitung für das, was danach in den Versen kommt. Dort wird beschrieben, wie man praktisch stark und in der Macht Gottes steht. Wir sollen stark sein und die Macht Gottes gebrauchen – Wir brachen sie damit wir in dieser Welt bestehen und leben können.

 

2022-04-10

6,9 Καὶ οἱ κύριοι, τὰ αὐτὰ ποιεῖτε πρὸς αὐτούς, ἀνιέντες τὴν ἀπειλήν, εἰδότες ὅτι καὶ αὐτῶν καὶ ὑμῶν ὁ κύριός ἐστιν ἐν οὐρανοῖς καὶ προσωπολημψία οὐκ ἔστιν παρ᾽ αὐτῷ.

“Und ihr Herren, tut dasselbe ihnen gegenüber und laßt das Drohen, da ihr wißt, daß auch euer eigener Herr im Himmel ist und daß es bei ihm kein Ansehen der Person gibt.” (Eph. 6,9)

Kein Ansehen der Person vor Gott – Was ist damit gemeint? Hier im Text geht es um die Gesellschaftliche Stellung von Sklaven und Herren. Also könnte man meinen, das es um Machtunterschiede, Bevorzugung und Ungerechtigkeit geht. Da aber an anderer Stelle steht, das es vor Gott auch keine Frau und Mann gibt scheint die Sache komplizierter. Um es aber einfach zu machen kann man sagen: Gott achtet nicht auf Gesellschaftlich Stellung und Körperliche Dispositionen, sondern auch behandelt und richtet die Menschen „gleich“ – also bevorzugt nicht jemanden, nur weil er mehr Geld und Macht hat.

 

2022-04-09

6,8 εἰδότες ὅτι ἕκαστος ἐάν τι ποιήσῃ ἀγαθόν, τοῦτο κομίσεται παρὰ κυρίου εἴτε δοῦλος εἴτε ἐλεύθερος.

„da ihr wißt: Was ein jeder Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn empfangen, er sei ein Sklave oder ein Freier.“ (Eph. 6,8)

Damit ist ein Christ aus der kulturellen Belohnungs- und Bestrafungskultur der Gesellschaft raus. Sein Körper ist zwar noch da – aber das was er tut hat eine andere Motivation und auch eine andere Bedeutung. Diese „Herausgenommen sein aus der Welt“ ist so stark das es die Gesellschaftsstruktur des damaligen Römerreiches (Sklaven und Herren) durchbricht.

 

2022-04-08

6,6-7 μὴ κατ᾽ ὀφθαλμοδουλίαν ὡς ἀνθρωπάρεσκοι ἀλλ᾽ ὡς δοῦλοι Χριστοῦ ποιοῦντες τὸ θέλημα τοῦ θεοῦ ἐκ ψυχῆς, μετ᾽ εὐνοίας δουλεύοντες ὡς τῷ κυρίῳ καὶ οὐκ ἀνθρώποις,

„nicht mit Augendienerei, um Menschen zu gefallen, sondern als Knechte des Christus, die den Willen Gottes von Herzen tun; dient mit gutem Willen dem Herrn und nicht den Menschen,“ (Eph. 6,6-7)

Das ist der Schwerpunkt und die Sichtweise des Paulus – wir dienen nicht den Menschen sondern in erste Linie Gott. Wir sind mit IHM begraben und auferstanden, und wenn es heißt das Jesus sich zum „Knecht“ gemacht hat um des Vaters willen, so auch wir. Wir schauen zuerst ob das was wir tun Gott gefällt – wir dienen IHM zuerst und nicht den Menschen.

 

2022-04-07

6,5 Οἱ δοῦλοι, ὑπακούετε τοῖς κατὰ σάρκα κυρίοις μετὰ φόβου καὶ τρόμου ἐν ἁπλότητι τῆς καρδίας ὑμῶν ὡς τῷ Χριστῷ,

„Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus;“ (Eph. 6,5)

Da steht im Urtext statt „Knechte“, tatsächlich das Wort „Sklaven“ (douloi). Paulus macht keine Revolution und verlangt Freiheit für alle Sklaven.

Und er schreibt sogar das die Sklaven ihren Herren ohne Auflehnung und Widerwillen gehorchen sollen. – Und er macht nicht den Zusatz …. „außer wenn sie ungerecht, brutal und mörderisch sind“. Solchen und anderen Herren, sollen die Sklaven die Christen sind so gehorchen, als würden sie Christus gehorchen – also voll und ganz. Paulus sagt damit zwar nicht das diese „Ordnung“ gut ist, aber er will sie auch nicht ändern.

 

2022-04-06 – 124W

6,4 Καὶ οἱ πατέρες, μὴ παροργίζετε τὰ τέκνα ὑμῶν ἀλλὰ ἐκτρέφετε αὐτὰ ἐν παιδείᾳ καὶ νουθεσίᾳ κυρίου.

„Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“ (Eph. 6,4)

Warum sollen Väter ihre Kinder nicht zur Rebellion reizen? Erziehung soll ein Maß und einen Charakter haben. Kinder sollen sich geborgen und geliebt fühlen als Grundlage – nur dann ist Korrektur und Aufbau möglich. Wenn Väter zu ihren Kindern „des Herrn“ sind (also wie Gott das als Vorbild gibt), dann sind sie an den richtigen Stellen vorsichtig und weich zu den Kindern, und nur dann hart und setzen sich durch, wenn es wirklich nötig ist und zum Besten des Kindes ist.

In der Zucht aufziehen heißt hier, das das Kind täglich Ordnungen braucht um sich zurechtzufinden und Ziele zu erreichen. Ohne diese Führung würde das Kind nicht „wachsen“ sondern sich selbst zerstören.

 

2022-04-05 – 124W

6,2-3 τίμα τὸν πατέρα σου καὶ τὴν μητέρα, ἥτις ἐστὶν ἐντολὴ πρώτη ἐν ἐπαγγελίᾳ, ἵνα εὖ σοι γένηται καὶ ἔσῃ μακροχρόνιος ἐπὶ τῆς γῆς.

„»Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren«, das ist das erste Gebot mit einer Verheißung: »damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden«.“ (Eph. 6,2-3)

Tue etwas …. und du hast ein entsprechendes Ergebnis. Kinder bekommen die Zusage: Wenn du deine Eltern ehrst, dann gehts dir gut. – und zwar: Dann segnet Gott dich und stellt sich auf deine Seite. Wer seine Eltern ehrt, wird von Gott gesegnet, also geehrt. Die Ehre kommt zu ihm zurück.

Ein Gebot Gottes, eine Ordnung die auch zeigt wie Gott mit seinem eigenen Sohn umgeht – Er gehorchte (bis in den Tod), und Gott erhob ihn über alles – das ist wohl Gottes tiefster Charakter, der hier sichtbar wird.

 

2022-04-04 – 124W

6,1 Τὰ τέκνα, ὑπακούετε τοῖς γονεῦσιν ὑμῶν [ἐν κυρίῳ]· τοῦτο γάρ ἐστιν δίκαιον.

„Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht.“ (Eph. 6,1)

Paulus fordert Kinder auf, ihren Eltern zu gehorchen. Ist das die Beste (oder überhaupt angebrachte) Vorgehensweise? Erreicht er sein Ziel, wenn er ihnen das sagt (schreibt)?

In der Gemeinde und den Ordnungen, die er vorher geschrieben hat ja. – Denn Kinder sind dort in der Familie einer Autorität gegenüber die liebevoll und nicht ungerecht oder zerstörerisch ist. Hier haben sie einen natürlich Platz an dem sie „geborgen“ sind. Das Verhalten (der Gehorsam) der Kinder entspricht dann nur dem was voll Freude und natürlich ist. In diesem Umfeld „wollen“ die Kinder gehorchen und freuen sich, das Gott und ihr leiblicher Vater ihnen nahe ist. Das Strahlen des Christus, das eins mit seiner Gemeinde ist, geht auch auf die Kinder über, die ja auch ein Teil davon sind – auch durch einfachen Gehorsam.

 

2022-04-03 – 124W

5,33 πλὴν καὶ ὑμεῖς οἱ καθ᾽ ἕνα, ἕκαστος τὴν ἑαυτοῦ γυναῖκα οὕτως ἀγαπάτω ὡς ἑαυτόν, ἡ δὲ γυνὴ ἵνα φοβῆται τὸν ἄνδρα.

„Doch auch ihr – jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht!“ (Eph. 5,33)

Paulus wusste, das wenn keine „Ehrfurcht“ da ist – dann gibt es Probleme. Anscheinend waren gewisse Tendenzen und Freiheiten in Ephesus so groß, das es wenn bestimmtes Verhalten nicht gelebt wurde schnell Zerstörung herrschte.

Das die Frauen dabei nicht unterdrückt und patriarchalisch unterjocht wurden, zeigt der erste Teil des Verses – Wenn Männer ihre Frauen „so wie sich selbst“ lieben ist jeder Ansatz von Destruktivität weit weg – die Grundlage des Umgangs miteinander ist eben eine ganz andere als bei den Menschen die ohne Gott und nicht in der Gemeinde leben.

 

2022-04-02 – 124W

5,32 τὸ μυστήριον τοῦτο μέγα ἐστίν· ἐγὼ δὲ λέγω εἰς Χριστὸν καὶ εἰς τὴν ἐκκλησίαν.

„Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.“ (Eph. 5,32)

Das ist natürlich das Geheimnis des „eins“ seins. Wenn Leute in einem Raum zusammen sind sind sie noch nicht eins. Wenn Leute sich einige und das Gleiche tun und sagen, sind sie noch nicht eins. Das Geheimnis ist viel größer.

Paulus gibt einen Hinweis darauf, wie das Geheimnis zu beschreiben oder wahrzunehmen ist – in der Beziehung von Christus zu seiner Gemeinde. So wie Paulus es schreibt „deuten“ so wie er auch viele Andere das Geheimnis und deren Umsetzung. Seit fast 2000 Jahren ist alles somit so relativiert das schon Kirche und Sonntagsvormittagsgottestdienst als (das was Paulus meint) gedeutet wurden. Somit bleibt das Geheimnis weiter verborgen und „ver-deutet“.

 

2022-04-01 – 124W

5,31 ἀντὶ τούτου καταλείψει ἄνθρωπος [τὸν] πατέρα καὶ [τὴν] μητέρα καὶ προσκολληθήσεται πρὸς τὴν γυναῖκα αὐτοῦ, καὶ ἔσονται οἱ δύο εἰς σάρκα μίαν

„»Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen , und die zwei werden {ein} Fleisch sein«.“ (Eph. 5,31)

Paulus verweist auf einen alttestamentlichen Vers um zu zeigen das Mann und Frau (und damit auch Christus und die Gemeinde) eins sein sollen. Da hier das größte Geheimnis aller Zeiten von Paulus angesprochen und begründet wird – hat dieser Vers eine umso größere Bedeutung. Gott plante schon seit Anbeginn der Zeit eine „Einheit“ die alles irdische und menschliche übersteigt – und die die einzige Lösung für alle Zerstörung Leid und Elend ist. Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat Jesus diese Einheit vollbracht und in der Ehe und Gemeinde wird sie jetzt sichtbar und praktisch.

 

2022-03-31 – 124W

5,30 ὅτι μέλη ἐσμὲν τοῦ σώματος αὐτοῦ.

„Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.“ (Eph. 5,30)

Weil wir zu IHM gehören und von IHM sind, leben und benehmen wir uns auch so wie ER. Paulus hebt diese Einheit und Nähe deshalb hervor, weil sie die Grundlage ist – alles andere wäre nur ein Regelgeben oder der Versuch unterschiedliche Leute zu einem Thema zusammen zuhalten.

Und alles in der Gemeinde gehören dazu – auch die Schwachen.

 

2022-03-30 – 124W

5,29 Οὐδεὶς γάρ ποτε τὴν ἑαυτοῦ σάρκα ἐμίσησεν ἀλλὰ ἐκτρέφει καὶ θάλπει αὐτήν, καθὼς καὶ ὁ Χριστὸς τὴν ἐκκλησίαν,

„Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde.“ (Eph. 5,29)

Wir lieben und pflegen uns selbst – Paulus bringt unsere Position zu uns selber in Verbindung zu Gott und der Gemeinde. Die Beziehung ist eng und intim. Wir können verstehen wie Jesus mit den Christen der Gemeinde umgeht, wenn wir auf das Verhalten von uns selbst zu uns selbst schauen. Also keine Anweisung von außen, wie wir uns zu verhalten haben – sondern von innen, wie wir selber mit uns umgehen.

 

2022-03-29 – 124W

5,28 οὕτως ὀφείλουσιν [καὶ] οἱ ἄνδρες ἀγαπᾶν τὰς ἑαυτῶν γυναῖκας ὡς τὰ ἑαυτῶν σώματα. ὁ ἀγαπῶν τὴν ἑαυτοῦ γυναῖκα ἑαυτὸν ἀγαπᾷ.

Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.

„Ebenso“, wie Christus handelt, sollen auch alle Männer (Ehemänner) handeln. Alles andere kommt nicht in Frage. Durch Hingabe (Liebe) an die eigen Frau wird Gott geehrt und SEIN Wesen auf dieser Welt sichtbar. Wir können angesichts dieses Verses sagen: Christliche Ehen sind etwas großartiges, herrliches, liebevolles, denn ihn ihnen wird Gott sichtbar – und die Männer sind so wie Christus – ihm ähnlich.

 

2022-03-28 – 124W

5,27 ἵνα παραστήσῃ αὐτὸς ἑαυτῷ ἔνδοξον τὴν ἐκκλησίαν, μὴ ἔχουσαν σπίλον ἢ ῥυτίδα ἤ τι τῶν τοιούτων, ἀλλ᾽ ἵνα ᾖ ἁγία καὶ ἄμωμος.

„damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei.“ (Eph. 5,27)

Sehr strahlend und Rein, wird die Gemeinde werden. Dieser „Prozess“ wird hier auf der Erde passieren und nicht im Himmel. Wir diese „Herrlichmachung“ praktisch aussieht, darüber gibt es unter Christen viele unüberwindliche Meinungsverschiedenheiten – und die meisten berufen sich dabei auf die Bibel. Wenn Jeder seine Eigene Vorstellung hat ist fast alles Relativ. Deshalb hat Gott Paulus berufen (Eph.3,9) – er soll den Christen darüber Aufklärung geben, wie das Geheimnis konkret, praktisch umzusetzen ist.

 

2022-03-27 – 124W

5,26 ἵνα αὐτὴν ἁγιάσῃ καθαρίσας τῷ λουτρῷ τοῦ ὕδατος ἐν ῥήματι

„damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort,“ (Eph. 5,26)

Was genau gereinigt wird und wie das geschieht ist hier unklar – Wir sehen zwar, das es mit dem Christ gemacht wird, dass es mit der Taufe und dem „Wort“ zu tun hat, aber mehr auch nicht. Jedenfalls scheint die Reinigung im Wasserbad durch (im) Wort der Start zu sein, um dann von Gott geheiligt zu werden – also verändert zu werden, so das der Christ ihm (Gott) ähnlicher werde.

Es ist eine sehr schöne Methapher, sich vorzustellen „im Wort“ zu baden. Also das was Wort ausspricht, dem dem Jesus z.B. sagt, das er Worte des „ewigen“ Lebens sagt.

 

2022-03-26 – 124W

5,25 Οἱ ἄνδρες, ἀγαπᾶτε τὰς γυναῖκας, καθὼς καὶ ὁ Χριστὸς ἠγάπησεν τὴν ἐκκλησίαν καὶ ἑαυτὸν παρέδωκεν ὑπὲρ αὐτῆς,

„Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat,“ (Eph. 5,25)

„für sie hingegeben“ – Alles für die Frau gegeben – weil er sie sosehr liebte. Hier ist in der Grundlage der Beziehung nicht ein Herrschen oder Befehle geben, sondern die Hingabe. Ich will das es meinem gegenüber so gut wie möglich geht. Was für eine sichere Grundlage für eine Ehe. Das ist die Liebe wie sie sich zeigt wenn Gott aktiv ist. – Und wie sollen es auch so machen. Die Ehe von Christen sind somit ein praktisches Abbild der Leibe Gottes.

 

2022-03-25 – 124W

5,24 ἀλλὰ ὡς ἡ ἐκκλησία ὑποτάσσεται τῷ Χριστῷ, οὕτως καὶ αἱ γυναῖκες τοῖς ἀνδράσιν ἐν παντί.

„Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.“ (Eph. 5,24)

Trauen haben also ein Vorbild, wie sie es machen sollen, die Unterordnung. Aber die Aussage ist immer noch pauschal und bedarf der jeweiligen individuellen Interpretation. Was soll die Frau also praktisch genau zu einem bestimmten Zeitpunkt tun? Das muss die Frau selber entscheiden (oder im Gebet mit Gott „festlegen“) – aber Paulus gibt das nicht vor – er zeigt nur „Vorbilder“. Das einige ein Verdrehtes, zerstörerisches Patriarchat gemacht haben kann man nicht mit diesem Text begründen – denn der sagt das nicht.

 

2022-03-24 – 124W

5,23 ὅτι ἀνήρ ἐστιν κεφαλὴ τῆς γυναικὸς ὡς καὶ ὁ Χριστὸς κεφαλὴ τῆς ἐκκλησίας, αὐτὸς σωτὴρ τοῦ σώματος

„denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes.“ (Eph. 5,23)

Haupt heißt hier Führung und Leitung – und nicht Unterdrückung und Erniedrigung. Es läuft nicht alles durcheinander und jeder macht was er will – sondern die „geliebten“ sprechen mit einer Stimme. Alles andere wäre zerstörerisch.

 

2022-03-23 – 124W

5,22 αἱ γυναῖκες τοῖς ἰδίοις ἀνδράσιν ὡς τῷ κυρίῳ,

„Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn;“ (Eph. 5,22)

Wenn Paulus nicht im Vers vorher geschrieben hätte das Alle (nicht nur die Frauen) sich den einander unterordnen sollen – könnte man meinen das es hier um pariachalische Knechtung der Frau unter den Mann geht. Das ist aber eben nicht so wie der Vers vorher zeigt. Hier wird auf eine „Struktur“ der Gemeinschaft beschrieben die Gott so geschaffen hat. Es geht hier also zuerst um Gott und nicht um Frauen! – ansonsten könnte man den Vers sehr schnell sehr falsch verstehen.

 

2022-03-22 – 124W

5,21 Ὑποτασσόμενοι ἀλλήλοις ἐν φόβῳ Χριστοῦ,

„ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!“ (Eph. 5,21)

Das sagt Paulus zu Christen, die in enger und liebevoller Gemeinschaft zusammenleben. Wenn ich dem Anderen eine hohe Achtung erweise, höre ich ihm auch zu und werde danach trachten ihn zu unterstützen. Also kein „Nebeneinanderherleben“. Wenn ich was gesagt bekomme reagiere ich wenn die Gemeinschaft so eng und lebendig wie in Ephesus ist darauf positiv – ich freue mich auf meine Geschwister und will sie sehen und hören. Wenn das nicht so ist, kann Unterordnung aber auch einzwängend und zerstörerisch sein.

 

2022-03-21 – 124W

5,20 εὐχαριστοῦντες πάντοτε ὑπὲρ πάντων ἐν ὀνόματι τοῦ κυρίου ἡμῶν Ἰησοῦ Χριστοῦ τῷ θεῷ καὶ πατρί.

„sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus;“ (Eph. 5,20)

Das Wort „allezeit“ ist hier sicherlich entscheidend. – denn wenn Danke kann ich in dieser Zeit nicht klagen, verzweifeln, murren…. Usw. Somit könnten alle Probleme, die Christen auf dieser Erde haben behoben sein – durch einfach ständig danken. Man sollte das was Paulus hier schreibt doch wenigsten mal versuchen und schauen was dann passiert….

 

2022-03-20 – 124W

5,19 λαλοῦντες ἑαυτοῖς [ἐν] ψαλμοῖς καὶ ὕμνοις καὶ ᾠδαῖς πνευματικαῖς, ᾄδοντες καὶ ψάλλοντες τῇ καρδίᾳ ὑμῶν τῷ κυρίῳ,

“redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen;“ (Eph. 5,19)

Ich gehe tatsächlich davon aus, das diese Aussage von Paulus auch noch für heute gilt und das man sich daran halten sollte. Das ist ein große Herausforderung und sie verlangt richtige Aktivität und Motivation. Das soll ja alles aus einem ehrlichen Herzen kommen und kein oberflächliches Theater sein. Es wäre einiges anders wenn das überall bei „Christen“ tägliche Praxis ist – und nicht nur wie oft nur am Sonntag Vormittag stattfinden würde.

 

2022-03-19 – 124W

5,18 καὶ μὴ μεθύσκεσθε οἴνῳ, ἐν ᾧ ἐστιν ἀσωτία, ἀλλὰ πληροῦσθε ἐν πνεύματι,

„Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes;“ (Eph. 5,17)

Es gibt Ausleger die dann argumentieren (weil da Wein steht), das man ja dann mit Whisky das tun darf.

Und es gibt Ausleger die auf das Prinzip der Mäßigung plädieren und jeglichen Alkohol dann ablehnen. Paulus schreibt aber nicht, das es erlaubt oder verboten ist aus seinen Versen Prinzipien herauszudestielieren und die dann auf Gruppen heutiger Christen anzuwenden – deshalb machen es dann die Leute auch. Und habe jeder dann, weil es nicht anders geht, eine eigene Interpretation der „Dinge“.

 

2022-03-18 – 124W

5,17 διὰ τοῦτο μὴ γίνεσθε ἄφρονες, ἀλλὰ συνίετε τί τὸ θέλημα τοῦ κυρίου.

„Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist!“ (Eph. 5,17)

Wenn man jemand unverständigem sagt er solle verständig werden, wird er das nicht verstehen, weil er ja unverständig ist /// Wenn man einem Verständigen sagt, das er verständig ist und bleiben soll, wird er das wohl bejahen.

Was soll also dieser Vers sagen, – das alles so ist wie es ist? Jedenfalls schreibt Paulus ihn wohl weil es in Ephesus Christen gab die nicht wussten oder verstanden was der Wille Gottes ist – und das sollte sich ändern – und er sagt ihnen pauschal allen, das sich das ändern soll. Ob alle unverständig sind oder nur ein Teil schreibt er hier nicht.

 

2022-03-17 – 124W

5,16 ἐξαγοραζόμενοι τὸν καιρόν, ὅτι αἱ ἡμέραι πονηραί εἰσιν

„und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.“ (Eph. 5,16)

Diese Anweisung bedeutet wohl morgens früh aufstehen und richtig Arbeiten und was tun, anstatt rumliegen und ausruhen. Andere schränken das ein und beziehen das auf das weitersagen der Botschaft von der Auferstehung Christi.

Auf jeden Fall wird hier ein Gefahr beschrieben: die Tage sind Böse – und man muss was gehen diese zerstörerische Bosheit tun: auskaufen, tun, arbeiten, Projekte leiten und durchbringen.

Scheinbar geht es nicht anders – doch das Mass wie intensiv, zeitplanerisch das sein soll, sagt Paulus nicht …. es bleibt also nur Prinzip – da es keine genaue Anweisung gibt ob wir z.B. 7 – oder 8,5 Stunden schlafen sollen….

 

2022-03-16 – 124W

5,15 Βλέπετε οὖν ἀκριβῶς πῶς περιπατεῖτε μὴ ὡς ἄσοφοι ἀλλ᾽ ὡς σοφοί,

„Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise;“ (Eph. 5,15)

Ist hier Selbstreflektion gemeint? – Das Niveau das Paulus hier anspricht, ist das des Weisen.

Wir müssen also herausbekommen, was ein Weiser ist, und wie er sich verhält – ansonsten können wir diesen Vers werden verstehen noch umsetzen.

 

2022-03-15 – 124W

5,12-13 τὰ γὰρ κρυφῇ γινόμενα ὑπ᾽ αὐτῶν αἰσχρόν ἐστιν καὶ λέγειν, τὰ δὲ πάντα ἐλεγχόμενα ὑπὸ τοῦ φωτὸς φανεροῦται

„denn was heimlich von ihnen getan wird, ist schändlich auch nur zu sagen. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht.“ (Eph. 5,12-13)

„vom Licht aufgedeck“ – Was ist das? Soll so was schriftlich, mündlich, vor Anderen, in der Zeitung oder im Gespräch unter 4 Augen geschehen. Es kann sein, dass man etwas sagt, aber der Andere ist „blind“ oder will nicht hören, dann ist die Sache (obwohl sie ausgesagt wurde) doch nicht aufgedeckt. Scheinbar reicht es nicht vor Leuten, oder schriftlich die Worte „Jesus Christus“ zu sagen oder schreiben. Es gibt Fälle in denen nützt, weder reden noch schreiben. Wie und vor wem deckt man etwas auf das verborgen, verdreht, aber z.B. eingewöhnter inkulturierter Charakter von Leuten ist. Ohne Nähe und Vertrauen ist das ziemlich unmöglich.

 

2022-03-14 – 124W

5,11 καὶ μὴ συγκοινωνεῖτε τοῖς ἔργοις τοῖς ἀκάρποις τοῦ σκότους, μᾶλλον δὲ καὶ ἐλέγχετε

„und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf;“ (Eph. 5,11)

„Aufdecken“ – Wie macht man das? Ist das nicht in jedem Fall unterschiedlich?

Hier ist aber eine ganz bestimmte Grundhaltung zu entdecken:
„Keine Gemeindschaft haben“ – heißt das es mich von etwas separiere, mich fernhalte, eine Distanz zu Jemandem habe.
Aber „aufdecken“ ist etwas aktives, das auch Mut und darauf zugehen erfordert – eben oft Konfrontation. So geht es „Licht“ zu machen und „Salz“ zu sein. – Anders nicht!

 

2022-03-13 – 124W

5,10 δοκιμάζοντες τί ἐστιν εὐάρεστον τῷ κυρίῳ,

„Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist,“ (Eph. 5,10)

Warum sollen wir prüfen? – Reicht es nicht sich vom Geist leiten zu lassen? Mit Blick auf den Verse davor kann man sagen das das nicht reicht. Paulus fasst zusammen das wir „selber“ unterscheiden lernen müssen – und das nicht nur von außen als Empfehlung oder Befehl zugeteilt wird. Dazu muss man ein gewisses Wissen und Mündigkeit besitzen. Und man muss Gott kennen, so das man weiß was ihm wohlgefällig ist – denn hier steht ja nicht, das wir alles an Alt- oder Neu- testmentlichen Bibelmaßstäben messen sollen (was Viele schon in Sackgassen und Distanziertheit zum Herrn gebracht hat.)

 

2022-03-12 – 124W

5,9 – ὁ γὰρ καρπὸς τοῦ φωτὸς ἐν πάσῃ ἀγαθωσύνῃ καὶ δικαιοσύνῃ καὶ ἀληθείᾳ –

„Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ (Eph. 5,9)

Das gilt wohl nicht nur für damals, als Paulus das schrieb, sondern auch für heute und weltweit.
Güte und Gerechtigkeit sind als moralisch-ethische Verhaltensweise und Einstellungen jedem bekannt. Obwohl sich in den letzten Jahrtausenden sehr viel kulturell und gesellschaftlich geändert hat – bleiben also bestimmte „Charaktereigenschaften“ gleich. Aber im „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“ wird gerade das verkehrt und Menschen können nicht mehr Wahrheit und Lüge unterscheiden und erkennen. Wenn Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit verdreht sind, wird man auch Gott und seine Frucht nicht mehr erkennen können.

 

2022-03-11 – 124W

5,8 ἦτε γάρ ποτε σκότος, νῦν δὲ φῶς ἐν κυρίῳ· ὡς τέκνα φωτὸς περιπατεῖτε

„Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts!“ (Eph. 5,8)

Wandelt als Kinder – Es ist immer wieder erstaunlich warum Paulus das schreibt – Denn wenn sie doch jetzt im Licht sind, sind sie doch im Licht und werden auch im Licht leben. Er schriebt ja: „Jetzt aber seit ihr“.

Und trotzdem ermahnt er sie und fordert sie auf in ihrer Lebenspraxis dann auch zu zu leben als wären sie Kinder des Lichts. Warum gibt er überhaupt Anweisungen, wie sie zu leben haben – wissen sie das, als Kinder des Leichtes, die Gottes Stimme hören und Prophetie haben nicht selber?

 

2022-03-10 – 124W

 μὴ οὖν γίνεσθε συμμέτοχοι αὐτῶν

„So werdet nun nicht ihre Mitteilhaber!“ (Eph. 5,7)

Das meint sicherlich ein aktives widersprechen. Wer schweigt ist schon Teilhaber. Viele Christen meinen, dass wenn sie sich distanzieren und in einer anderen Ecke wohnen, oder mit den Leuten nicht sprechen, dann haben sie auch nicht Teil. Das würde klappen wenn wir auf dieser Welt völlig aus unserer jeweiligen Kultur und Land herausgehen würden – aber solange wir „drin aber nicht von“ sind sieht Gott uns so – das wir nur durch deutliches Salz und Licht die wir vor den Menschen und Christen praktizieren nicht Mitteilhaber sind.

 

 

 

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