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für BS täglich 124W

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2022-05-18

3,3 ἡμεῖς γάρ ἐσμεν ἡ περιτομή, οἱ πνεύματι θεοῦ λατρεύοντες καὶ καυχώμενοι ἐν Χριστῷ Ἰησοῦ καὶ οὐκ ἐν σαρκὶ πεποιθότες,

„Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geist dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen,“ (Phil. 3,3)

„Bescheidung“ als Zeichen der Auserwählten des Bundes im AT – Die Israeliten. Aber Paulus schreibt das wir die Christen das jetzt sind – Wir vertrauen nicht auf ein äußeres Zugehörigkeitszeichen, sondern darauf das wir von Gottes Geist geleitet werden IHM zu dienen. Das setzt uns in den Gegensatz den Paulus hier beschreibt. Das Wort „rühmen“ zeigt, wie deutlich und stark die „Hunde“ sich ihres äußeren Zeichens „gerühmt“ haben.

 

2022-05-17

3,2 Βλέπετε τοὺς κύνας, βλέπετε τοὺς κακοὺς ἐργάτας, βλέπετε τὴν κατατομήν.

„Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bösen Arbeiter, habt acht auf die Zerschneidung!“ (Phil. 3,1)

Paulus nennt bestimmte Menschen Hunde und böse. Diese Bösen sollen von den Philippers klar identifiziert werden. Hier steht nichts von Toleranz oder liebe. Sondern das man aufmerksam sein muss wer und wie diese „Arbeiter“ sind. Arbeit heißt in diesem Zusammenhang, das sie auch im christlichen Spektrum unterwegs sind und nicht das sie Abwassergräben ausheben. Zerschneidung weißt natürlich auf die Lehre der Juden hin das die Beschnittenen und die Umbeschnittenen klar voneinander getrennt werden. Das ist nach der Auferstehung Jesus aber nicht mehr Gottes Wille in der Gemeinde – hier sollen Juden und Griechen eins sein.

 

2022-05-16

3,1 Τὸ λοιπόν, ἀδελφοί μου, χαίρετε ἐν κυρίῳ. τὰ αὐτὰ γράφειν ὑμῖν ἐμοὶ μὲν οὐκ ὀκνηρόν, ὑμῖν δὲ ἀσφαλές.

„Im übrigen, meine Brüder, freut euch in dem Herrn! Euch [immer wieder] dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig; euch aber macht es gewiß.“ (Phil. 3,1)

Durch Wiederholung fest werden. Das die Philipper aufgefordert werden, sich zu freuen ist bemerkenswert – Sie bekommen die Ansage: freut euch! – Warum sollen sie sich freuen? Die Freude ist nicht Grundlos und ein mechanisches ablachen, sondern es gibt gewichtige vielfältige Gründe dafür. Wenn man diese Dinge bei Gott sieht und darin eintaucht, passiert sicher folgendes: Man freut sich – man jubelt das Gott so groß ist und die Errettung bewirkt hat.

 

2022-05-15

2,13 θεὸς γάρ ἐστιν ὁ ἐνεργῶν ἐν ὑμῖν καὶ τὸ θέλειν καὶ τὸ ἐνεργεῖν ὑπὲρ τῆς εὐδοκίας.

„denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“ (Phil. 2,13)

Gott wirkt in uns „ θέλειν καὶ τὸ ἐνεργεῖν“ (telein kai to energein), also nicht wie hier in der Elberfelder übersetzt wird „das Wollen als auch das Vollbringen“ – sondern besser übersetzt heißt es: Gott bewirkt kraftvoll, dass ihr zielausgerichtet seid und die nötige Kraft habe das Ziel zu erreichen.

Also nichts mit „kein freier Wille mehr“ und „Er macht ja sowieso alles“. Diese falschen Auslegungen entstehen dann durch die falsche Übersetzung, wie man hier in der Elberfelder sieht.

Bitte ändere deinen Bibeltext dementsprechend um nicht in die nächste Täuschung zu geraten.

Und höre keinem Ausleger zu, der so einen deutschen Text hat wie er in der Elberfelder steht – wobei die anderen deutschen Übersetzungen wahrscheinlich noch schlimmer und verdehender sind,,,, leider.

 

2022-05-14

2,12 Ὥστε, ἀγαπητοί μου, καθὼς πάντοτε ὑπηκούσατε, μὴ ὡς ἐν τῇ παρουσίᾳ μου μόνον ἀλλὰ νῦν πολλῷ μᾶλλον ἐν τῇ ἀπουσίᾳ μου, μετὰ φόβου καὶ τρόμου τὴν ἑαυτῶν σωτηρίαν κατεργάζεσθε·

„Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern;“ (Phil. 2,12)

„ mit Furcht und Zittern“ – Damit ist wohl die ständige Ernsthaftigkeit und ein Eifer gemeint. Keine Oberflächlichkeit, keine gelangweilte Lockerheit. Dieses „hinter den Dingen her sein“, ist eine wichtige Charaktereigenschaft die sich laut Paulus ein Christ wohl aneignen muss. Also „nur“ gehorsam reicht eben nicht, sondern die tiefe innere (und Äußere) Ausrichtung auf Gott – nicht als Sonntagsvormitagstat, sondern auch „wenn Paulus abwesend ist“.

 

2022-05-13

2,6 ὃς ἐν μορφῇ θεοῦ ὑπάρχων οὐχ ἁρπαγμὸν ἡγήσατο τὸ εἶναι ἴσα θεῷ,

„der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein;“ (Phil. 2,6)

Also ist Jesus dem Vater gleich – und nicht nur ähnlich // also ist Jesus nicht der Vater, sondern der Sohn. Und wir lesen hier auch – seine gottgleiche Stellung steht ihm zurecht zu. Er ist berechtigt und tatsächlich so mächtig und Herrlich wie Gott – was ja nur das Wort „gleich“ näher beschreibt. Im Unterschied zu dem Vater gab Jesus aber das alles ab wurde klein und machtlos und unherrlich. Das hat der Vater nicht getan und ist einzigartig. – Und das sollen auch wir tun….

 

2022-05-12

2,5 Τοῦτο φρονεῖτε ἐν ὑμῖν ὃ καὶ ἐν Χριστῷ Ἰησοῦ,

„Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war,“ (Phil. 2,5)

Gesinnung“ – Charakter – Wir sollen so sein wie ER. Wir sollen IHM gleich sein und im immer ähnlicher werden. Das sollen von dem Paulus hier schreibt ist ein Muss. Es gibt keine andere Möglichkeit – und der Heilige Geist wird auch immer in diese Richtig ziehen und schieben. Dieses Iin Christus hineinwachsen und mit den anderen Geschwistern dann dort wo man wohnt eine Einheit bilden ist die Priorität des Paulus – das ist sein Dienst – und wir können jubeln das wir keine christliche Philosophie haben sondern eine Wirksame Kraft, die uns in die Gesinnung und Charakter des Christus umgestaltet.

 

2022-05-11

2,1-2 Εἴ τις οὖν παράκλησις ἐν Χριστῷ, εἴ τι παραμύθιον ἀγάπης, εἴ τις κοινωνία πνεύματος, εἴ τις σπλάγχνα καὶ οἰκτιρμοί, πληρώσατέ μου τὴν χαρὰν ἵνα τὸ αὐτὸ φρονῆτε, τὴν αὐτὴν ἀγάπην ἔχοντες, σύμψυχοι, τὸ ἓν φρονοῦντες,

„Gibt es nun [bei euch] Ermahnung in Christus, gibt es Zuspruch der Liebe, gibt es Gemeinschaft des Geistes, gibt es Herzlichkeit und Erbarmen, so macht meine Freude völlig, indem ihr {eines} Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und auf das Eine bedacht seid.“ (Phil. 2,1-2)

Diese Praxis der Liebe und Einheit – der Gemeinschaft ist das worauf Paulus die Philipper hinweist und die er immer im Blick hat. Es geht also nur sekundär um richtige Lehre – erst soll die Praxis der Gemeinschaft überströmend sein. „Eines Sinnes“ ist eine Nähe der Anschauung und Sprechweise die mit dem Gegenüber auch intellektuell im Gleichklang ist. Bei all dem wird dann schließlich sichtbar: Der auferstandene Christus ist in ihrer Mitte und Redet zu jedem Einzelnen.

 

2022-05-10

1,29-30 ὅτι ὑμῖν ἐχαρίσθη τὸ ὑπὲρ Χριστοῦ, οὐ μόνον τὸ εἰς αὐτὸν πιστεύειν ἀλλὰ καὶ τὸ ὑπὲρ αὐτοῦ πάσχειν, τὸν αὐτὸν ἀγῶνα ἔχοντες, οἷον εἴδετε ἐν ἐμοὶ καὶ νῦν ἀκούετε ἐν ἐμοί.

„Denn euch wurde, was Christus betrifft, die Gnade verliehen, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden, so daß ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir gesehen habt und jetzt von mir hört.“ (Phil. 1,29-30)

„ daß ihr denselben Kampf habt“ – Leiden für Christus, das nicht vergeblich ist. Wir sitzen mit Christus im gleichen Boot und erfahren das, was er auch erleidet.

 

2022-05-09

1,27 Μόνον ἀξίως τοῦ εὐαγγελίου τοῦ Χριστοῦ πολιτεύεσθε, ἵνα εἴτε ἐλθὼν καὶ ἰδὼν ὑμᾶς εἴτε ἀπὼν ἀκούω τὰ περὶ ὑμῶν, ὅτι στήκετε ἐν ἑνὶ πνεύματι, μιᾷ ψυχῇ συναθλοῦντες τῇ πίστει τοῦ εὐαγγελίου

„Nur führt euer Leben würdig des Evangeliums von Christus, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von euch höre, daß ihr fest steht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft für den Glauben des Evangeliums“ (Phil. 1,27)

daß ihr fest steht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft“ – Das versteht keiner der es nicht erlebt hat – es gibt zwar einige Lehren und Auslegungen was das zu bedeuten hat. Aber eine Beschreibung hat ja immer eine gewisse Distanz. Wenn die Dinge „im Geist“ aber dynamisch und lebendig sind muss am zu einem bestimmten Zeitpunkt am richtigen Ort sein um zu „verstehen“. – Und dafür gibt es eben keine Maß oder Gesetz – somit kann das auch nicht wirklich gemessen und beurteilt werden.

 

2022-05-08

1,23-24 συνέχομαι δὲ ἐκ τῶν δύο, τὴν ἐπιθυμίαν ἔχων εἰς τὸ ἀναλῦσαι καὶ σὺν Χριστῷ εἶναι, πολλῷ [γὰρ] μᾶλλον κρεῖσσον·τὸ δὲ ἐπιμένειν [ἐν] τῇ σαρκὶ ἀναγκαιότερον δι᾽ ὑμᾶς.

„Denn ich werde von beidem bedrängt: Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.“ (Phil. 1,23-24)

Da gibt es nichts auf dieser Erde was Paulus für lebenswert hält – außer einige Personen, Geschwister in Philippi. Wegen ihnen und für sie will er weiter auf der Erde sein und nicht zum Herrn gegen. Diese Einseitigkeit sollten wir uns heute immer wieder vor Augen halten, denn es darum geht, wie wichtig uns die Geschwister um uns herum sind und was wir für sie tun wollen, sollten. Das ist die Grundlage der Liebe, der einseitige Fokus mit dem wir den Brüdern und Schwertern heute begegnen sollen. Das Evangelium und der Geist Christi in uns will genau das – und sehnt sich nach dieser Hingabe.

 

2022-05-07

1,20 κατὰ τὴν ἀποκαραδοκίαν καὶ ἐλπίδα μου, ὅτι ἐν οὐδενὶ αἰσχυνθήσομαι ἀλλ᾽ ἐν πάσῃ παρρησίᾳ ὡς πάντοτε καὶ νῦν μεγαλυνθήσεται Χριστὸς ἐν τῷ σώματί μου, εἴτε διὰ ζωῆς εἴτε διὰ θανάτου.

„entsprechend meiner festen Erwartung und Hoffnung, daß ich in nichts zuschanden werde, sondern daß in aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt, Christus hoch gepriesen wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod.“ (Phil. 1,20)

Paulus ist zuversichtlich – was auch immer passiert – Christus wird verherrlicht. Somit ist es kein Zufall was geschieht und worauf es hinaus läuft. Wenn Gott alles so in der Hand hat, bestimmt er die Umstände in denen sich Paulus befindet. Paulus wird dann nicht zufällig an einer Grippe sterben weil er zu den 1,4 % gehört denen das passiert. Diese Gewissheit der ER mich umgibt und alles in den Händen hält ist die Grundlage für Christsein und das Glaubensleben.

 

2022-05-06

1,18 Τί γάρ; πλὴν ὅτι παντὶ τρόπῳ, εἴτε προφάσει εἴτε ἀληθείᾳ, Χριστὸς καταγγέλλεται, καὶ ἐν τούτῳ χαίρω. Ἀλλὰ καὶ χαρήσομαι,

„Was tut es? Jedenfalls wird auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich, ja, ich werde mich auch weiterhin freuen im Herrn, durch meine Fesseln ermutigt, es desto kühner wagen, das Wort zu reden ohne Furcht.“ (Phil. 1,18)

Das Paulus also die Priorität hat – das Christus verkündigt wird ist deutlich. Und Beeinträchtigungen, Fesseln hindern ihn nicht, sondern ermutigen ihn um so fester und deutlicher das Wort des Christus zu reden. Die Philliper lesen hier also das das was sie normalerweise als negativ und niederdrückendes beurteilt hätten – hier genau das Gegenteil ist – Paulus triumphiert und gibt ihnen bereichtet, das sie es genauso machen können.

 

2022-05-05

1,14 καὶ τοὺς πλείονας τῶν ἀδελφῶν ἐν κυρίῳ πεποιθότας τοῖς δεσμοῖς μου περισσοτέρως τολμᾶν ἀφόβως τὸν λόγον λαλεῖν.

„und daß die meisten der Brüder im Herrn, durch meine Fesseln ermutigt, es desto kühner wagen, das Wort zu reden ohne Furcht.“ (Phil. 1,14)

Wir brauchen Vorbilder und Ermutigungen. Das Wort reden – Durch die Bedrängnis und Leiden des Paulus (in denen er Triumphiert) bekommen andere Freiheit und Kraft – anderen von Christus zu erzählen und das was Gott sagt an die Menschen um sie herum weiter zu geben.

 

2022-05-04

1,13 ὥστε τοὺς δεσμούς μου φανεροὺς ἐν Χριστῷ γενέσθαι ἐν ὅλῳ τῷ πραιτωρίῳ καὶ τοῖς λοιποῖς πᾶσιν,

„so daß in der ganzen kaiserlichen Kaserne und bei allen übrigen bekannt geworden ist, daß ich um des Christus willen gefesselt bin,“ (Phil. 1,13)

Es ist also „offiziell“ – Selbst die „staatlichen“ Institutionen haben gehört das Paulus nicht wegen eines Verbrechens, sondern wegen seinem Glauben im Gefängnis ist. Somit die es nicht ein „stilles Leiden“, sondern das meint Paulus wenn er von dem Zeugnis des Christus schreibt, das er ausrichtet. Selbst in Ketten und Kerker läuft die Botschaft von Christus durch ihn. Das ist sehr ermutigend für die Philipper und ihre bedrängte Situation.

 

2022-05-03

1,12 Γινώσκειν δὲ ὑμᾶς βούλομαι, ἀδελφοί, ὅτι τὰ κατ᾽ ἐμὲ μᾶλλον εἰς προκοπὴν τοῦ εὐαγγελίου ἐλήλυθεν,

„Ich will aber, Brüder, daß ihr erkennt, wie das, was mit mir geschehen ist, sich vielmehr zur Förderung des Evangeliums ausgewirkt hat,“ (Phil. 1,12)

Paulus will also vermitteln wie sein Leben und das was ihm widerfahren ist zu beurteilen ist. Die Interpretation ist eben nicht, das alles schief gelaufen ist, weil Paulus bedrängt und gefangen ist – sondern genau umgekehrt – seine Leiden und Nöte fördern das Evangelium – sie waren nicht vergeblich. Wie wunderbar wenn man feststellt, das hinter allem (auch den negativen Dingen) der Plan Gottes steht, und ER alles zu einem guten Ende bringt. Auch für die Philipper wird das eine wichtige Nachricht sein (und ein Vorbild), das sie auf ihrem Weg stärkt und auch in „Stürmen“ ermutigt.

 

2022-05-02

1,11 πεπληρωμένοι καρπὸν δικαιοσύνης τὸν διὰ Ἰησοῦ Χριστοῦ εἰς δόξαν καὶ ἔπαινον θεοῦ.

„erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus [gewirkt werden] zur Ehre und zum Lob Gottes.“ (Phil. 1,11)

Früchte der Gerechtigkeit werden nicht von uns hergestellt, sondern Jesus tut das in unserem Leben – es ist nicht unser Werk. Es ist sehr ermutigend, das wir zwar handeln, aber Gott uns so viel schenkt, das es vor IHM voll genügt. Dieser Reichtum ist uns zugesagt und wir müssen ihn nicht selber erwirtschaften.

 

2022-05-01

1,10 εἰς τὸ δοκιμάζειν ὑμᾶς τὰ διαφέροντα, ἵνα ἦτε εἰλικρινεῖς καὶ ἀπρόσκοποι εἰς ἡμέραν Χριστοῦ,

damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt, so daß ihr lauter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Christus,“ (Phil. 1,10)

Hier geht es also um einen Maßstab, an dem man Prüfen (abgleichen) soll, ob man ok (ohne Anstoß) ist. Wir habe also wenn wir die Voraussetzungen die Paulus vorher aufzählt die Möglichkeit so zu leben wie Gott es will und wenn der Tag des Gerichtes, der Abrechnung kommt können wir gut durchkommen. Wer prüft also was wie – diese Praxis ist also entscheidend. Und wenn geprüft worden ist – was macht man dann mit dem Ergebnis? Paulus scheint diese Frage nicht genau zu beantworten sondern nur wie hier allgemeine Leitlinien herauszugeben. Vielleicht deshalb weil das sowieso schon die Praxis der Philipper war – aber eben nicht unsere heutige, wofür Paulus ja nichts kann. – Wenn ich schon etwas praktiziere, wann werde ich nicht unbedingt fragen wie das dann geht, denn ich weiß es ja schon.

 

2022-04-30

1,9 Καὶ τοῦτο προσεύχομαι, ἵνα ἡ ἀγάπη ὑμῶν ἔτι μᾶλλον καὶ μᾶλλον περισσεύῃ ἐν ἐπιγνώσει καὶ πάσῃ αἰσθήσει

„Und um das bete ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen,“ (Phil. 1,9)

„überströmend“ – aber nicht (nur) gefühlsmäßig sondern: „in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen“. Wie großartig wäre es wenn mein Gegenüber „Erkenntnis“ hätte – und würde etwas empfangen aus der Realität Gottes. Da zwischen der sich betätigenden, praktischen Liebe und der Erkenntnis ein Zusammenhang besteht – sieht man, das die Erkenntnis nicht einfach über jedem und alles ausgeschüttet wird – sondern jeder bekommt nach seinem Maß und seiner Reife.

Viele gehen leer aus, weil sie Hauptsächlich Sitzpublikum sind.

 

2022-04-29

1,8 μάρτυς γάρ μου ὁ θεὸς ὡς ἐπιποθῶ πάντας ὑμᾶς ἐν σπλάγχνοις Χριστοῦ Ἰησοῦ.

„Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi.“ (Phil. 1,8)

Dieses „den Andern wollen“ und zu dem Anderen in der Liebe Christi hingezogen sein, ist wie Paulus hier schriebt sehr intensiv. So ist Gott, so ist auch Jesus – und Paulus ist in diesem Strom drin. Warum schreibt Paulus das den Philippern? Er teilt einfach zuerst das mit, was in seinem Herzen ist und was ihn erfüllt.

 

2022-04-28

1,7 Καθώς ἐστιν δίκαιον ἐμοὶ τοῦτο φρονεῖν ὑπὲρ πάντων ὑμῶν διὰ τὸ ἔχειν με ἐν τῇ καρδίᾳ ὑμᾶς, ἔν τε τοῖς δεσμοῖς μου καὶ ἐν τῇ ἀπολογίᾳ καὶ βεβαιώσει τοῦ εὐαγγελίου συγκοινωνούς μου τῆς χάριτος πάντας ὑμᾶς ὄντας.

Es ist ja nur recht, daß ich so von euch allen denke, weil ich euch im Herzen trage, die ihr alle sowohl in meinen Fesseln als auch bei der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums mit mir Anteil habt an der Gnade.“ (Phil. 1,7)

„weil ich euch im Herzen trage“ – das ist eine wichtige Grundhaltung die alle Christen lernen müssen. Wie trage ich die Geschwister im Glauben um mich herum (und die, die Gott mir „aufs Herz legt“)? Die Verbindung, die ich dadurch zu ihnen aufnehme ist innig und intensiv. So bekommen die Anderen und ich selbst Anteil an der Gnade Gottes. Diese Annäherung an Andere ist der Schlüssel.

 

2022-04-27

1,6 πεποιθὼς αὐτὸ τοῦτο, ὅτι ὁ ἐναρξάμενος ἐν ὑμῖν ἔργον ἀγαθὸν ἐπιτελέσει ἄχρι ἡμέρας Χριστοῦ Ἰησοῦ·

„weil ich davon überzeugt bin, daß der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“ (Phil. 1,6)

Darum betet Paulus – das Gott der mit den Christen in Philippi angefangen hat – sie auch zum Ziel bringen kann. Es muss also nicht nach ein paar guten Ansätzen in der Entwicklung und Veränderung strecken bleiben, sonder kann „vollendet“ werden. Wo ist das heute sichtbar, und Wer betet in der weise des Paulus dafür? Sollte das nicht für jeden heutigen Christen gelten? Viele lesen das und denken, das dass „errettet sein und glauben“ das schon ist – somit scheint alles in Ordnung, weil die betreffenden ja „Christen“ sind. Somit hat sich alles relativiert, weil man sich selbst zurecht gemacht hat, wie „ das gute Werk“ denn auszusehen hat.

 

2022-04-26

„Dass ein gutes Leben für alle Menschen möglich ist, weil die meisten Menschen gut sind, steht spätestens seit der Veröffentlichung des Bestsellers „im Grunde gut“, von Rutgar Bregman, völlig außer Frage.“ [Walther 2022 Die Hilflosigkeit der Guten https://apolut.net/die-hilflosigkeit-der-guten-von-christoph-walther/]

Das eine Grundlage das Handeln essentiell bedingt ist hier sehr deutlich. Deshalb schreibt Pauls auch das wir mit nichtChristen (Ungläubigen) nicht am gleichen „Strang“ ziehen sollen. Wie soll man ja auch etwas mitmachen was als Aktion ein völlig anderes Ziel hat als man selbst. Aber was ist mit Teilzielen? Hier ist eine Übereinkunft und temporäre Zusammenarbeit möglich. Einige Christen würden dem zustimmen, andere das aber rigoros verneinen. Hierüber gibt es unter den Christen keine gemeinsame Sicht – bis sich das nicht geändert hat wird es wohl bei dem Kraftlosen neben und durcheinander kommen. Die Grundlage auf der solche Christen handeln ist dann auch immer nur ihre eigene Ansicht drüber, was sie selber beurteilt haben, wie die Bibel und ihr Handeln zu verstehen und zu praktizieren ist.

 

2022-04-25

6,24 ἡ χάρις μετὰ πάντων τῶν ἀγαπώντων τὸν κύριον ἡμῶν Ἰησοῦν Χριστὸν ἐν ἀφθαρσίᾳ.

„Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben mit unvergänglicher [Liebe]! Amen.“ (Eph. 6,24)

Kennzeichen derjenigen die Gnade zugesprochen bekommen ist: sie lieben Christus. Hier geht es wieder um eine echte Beziehung – aber wer das so nicht kennt kann daraus ein Sprechformel machen. Man sagt den „Gläubigen“ Gnade zu – einfach so weil sie alle „Christen“ sind. In der Geschichte wurde dieser Vers so verdeutet und verdreht das er oft nur noch als ein Schlussvers eines Briefes angesehen wird, über den lieberale Theologen sagen, dass er noch nicht mal von Paulus stammt. Alle Gnade verschwand fast ganz.

 

2022-04-24

6,23 Εἰρήνη τοῖς ἀδελφοῖς καὶ ἀγάπη μετὰ πίστεως ἀπὸ θεοῦ πατρὸς καὶ κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ.

„Friede werde den Brüdern zuteil und Liebe samt Glauben von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.“ (Eph. 6,23)

Das wünscht Paulus den Ephesern – wenn das keine oberflächliche Floskel, Formel ist, sondern der tiefe Wunsch des Paulus, dann ist dies auch ein Vorbild für die Epheser. Sie sollen in ihren Gebeten und ihrem Miteinander dies im Mittelpunkt haben und das von Gott geschenkte so erbitten und erflehen, dass es tatsächlich unter ihnen Gestalt gewinnt.

 

2022-04-23

6,22 ὃν ἔπεμψα πρὸς ὑμᾶς εἰς αὐτὸ τοῦτο, ἵνα γνῶτε τὰ περὶ ἡμῶν καὶ παρακαλέσῃ τὰς καρδίας ὑμῶν.

„den ich eben darum zu euch gesandt habe, daß ihr erfahrt, wie es um uns steht, und daß er eure Herzen tröste.“ (Eph. 6,22)

„ daß er eure Herzen tröste“ heißt das es eine tiefe innere herzliche Verbundenheit zwischen Paulus und den Ephesern gab. Denn um einen entfernten Menschen den ich nicht gut kenne, werde ich mich nicht intensiv kümmern. Die Infos die die Epheser erhalten, sind also sehr wertvoll für sie, denn sie nehmen so Anteil an dem Weg des Paulus als wären sie bei ihm. – Und teilen damit auch seine Bedrängnisse, denn Paulus teilt ja mit das er im Gefängnis sitzt.

 

2022-04-22

6,21 Ἵνα δὲ εἰδῆτε καὶ ὑμεῖς τὰ κατ᾽ ἐμέ, τί πράσσω, πάντα γνωρίσει ὑμῖν Τύχικος ὁ ἀγαπητὸς ἀδελφὸς καὶ πιστὸς διάκονος ἐν κυρίῳ,

„Damit aber auch ihr wißt, wie es mir geht und was ich tue, wird euch Tychikus alles mitteilen, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn,“ (Eph. 6,21)

Weil er im vorherigen Vers von seinen Ketten, in denen er ist geschrieben hat – gibt er jetzt durch Tychikus Auskunft über sein aktuelles Befinden. Die Epheser sollen wissen, wie es um Paulus steht und was er macht – sie nehmen Anteil und erhalten einen detaillierten Bericht.

 

2022-04-21

6,20 ὑπὲρ οὗ πρεσβεύω ἐν ἁλύσει, ἵνα ἐν αὐτῷ παρρησιάσωμαι ὡς δεῖ με λαλῆσαι.

„für das ich ein Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig rede, wie ich reden soll.“ (Eph. 6,20)

Zum zweitem mal (also wiederholt) schreibt Paulus das Freimut entscheidend ist. In all seiner Bedrängnis und seinen Leiden – sagt er an anderer Stelle sogar, dass er am Leben verzweifelt war – am Ende. Doch er tritt von sich selbst einen Schritt zurück, schaut auf Jesus, seinen Tod und seine Auferstehung. Dann passiert das Wunder und sein Elend wird nur noch zu Kontrast für die Herrlichkeit für die er Botschafter ist – und das mit ein er Leichtigkeit, Offenheit und liebevoller Intensität das er strahlt – Freimut als Loslösung von den bedrängenden und erdrückenden Ketten.

Ohne Freimut geht das in so einer Situation gar nicht …. man stelle sich nur einen depressiven schmerzverzerrten Mann in einem Kerker vor, der vor lauter Verzweiflung wie gelähmt ist. Und daraus wurde Paulus errettet – was für ein Evangelium.

 

2022-04-20

6,19 καὶ ὑπὲρ ἐμοῦ, ἵνα μοι δοθῇ λόγος ἐν ἀνοίξει τοῦ στόματός μου, ἐν παρρησίᾳ γνωρίσαι τὸ μυστήριον τοῦ εὐαγγελίου,

„auch für mich, damit mir das Wort gegeben werde, so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums bekanntzumachen,“ (Eph. 6,19)

Ohne Freimut wenig Bekanntmachung. Ohne das uns das „Wort gegeben werde“ wenig lebendige Worte. Für mich selber habe ich oft einen Mangel und bin begrenzt, aber Paulus schreibt hier von einem Überfluss der durch Gott gegeben in meinem Leben vorliegt und der mich leicht und freimütig macht. Ich stehe nicht unter einem zwang oder Gesetz, sondern freue mich darauf anderen zu begegnen und ihnen etwas weiterzugeben. Dafür sollen die Epheser und auch wir beten.

 

2022-04-19

6,18 Διὰ πάσης προσευχῆς καὶ δεήσεως προσευχόμενοι ἐν παντὶ καιρῷ ἐν πνεύματι, καὶ εἰς αὐτὸ ἀγρυπνοῦντες ἐν πάσῃ προσκαρτερήσει καὶ δεήσει περὶ πάντων τῶν ἁγίων

„indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen,“ (Eph. 6,18)

„jeder Zeit“ – also sehr intensiv – vom Aufwachen bis zum Schlafen gehen auf Gott ausgerichtet und mit ihm im Gespräch. Hauptthema, ist nicht die Welt oder Gott, sondern die anderen Gläubigen Christen um uns herum. Sehr einseitig geht es also um die Familie Gottes, also die Geschwister im Glauben.

 

2022-04-18

6,17 καὶ τὴν περικεφαλαίαν τοῦ σωτηρίου δέξασθε καὶ τὴν μάχαιραν τοῦ πνεύματος, ὅ ἐστιν ῥῆμα θεοῦ.

„und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist,“ (Eph. 6,16)

Was hier (das Wort Gottes) nicht die Bibel gemeint ist steht im griechischen Urtext sehr deutlich. Im Text sehr das Wort „räma“ und das Wort für Schrift oder Buch. Räma (oder wie es auch übersetzt wird „Rehma“) bedeutet das jetzt gerade von Gott ausgesprochene und sich praktisch auswirkende Wort, reden – das sich jetzt gerade ereignet. Hier geht es also nicht nur um das lesen von Bibelversen, sondern um viel mehr – und anderes. Das durch die deutsche Übersetzung auch seit Jahrhunderten eine andere Praxis gesetzt wurde, ist immer noch nicht zurückgenommen oder korrigiert worden (auch weil man sich ja gegen die Charismatischer abgrenzen will). So sorgt ein falsche Übersetzung weiterhin für Kraftlosigkeit, besiegt werden und Spaltung unter den Christen. Eine Lösung, die nicht nur in der schriftlichen Korrektur des geschriebenen erfolgen kann (und muss), ist nicht in Sicht.

 

2022-04-17

6,16 ἐν πᾶσιν ἀναλαβόντες τὸν θυρεὸν τῆς πίστεως, ἐν ᾧ δυνήσεσθε πάντα τὰ βέλη τοῦ πονηροῦ [τὰ] πεπυρωμένα σβέσαι·

„Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt,“ (Eph. 6,16)

Hier „müssen“ wir wieder ergreifen. Ergebnis ist das „auslöschen“ des Pfeiles. Also können Christen lernen, wie man den Schild so ergreift, das dieses Ergebnis auch wirklich erreicht wird.

Wie so glauben, der Schutz bietet und sogar Pfeile auslöscht? Weil er etwas anderes ist, als das einfache für wahr halten einer Tatsache oder der Bibel. Die Gewissheit: „ER wird seine Hand über mich halten und mich beschützen – ich bin ganz sicher…“ ist weil Gott so groß und mächtig ist – weil die Gewissheit auf Gott gerichtet ist die größte Kraft und „wirklichste Wirklichkeit“, die es auf dieser Erde geben kann. – Härter als ein Stahlschild.

 

2022-04-16

6,15 καὶ ὑποδησάμενοι τοὺς πόδας ἐν ἑτοιμασίᾳ τοῦ εὐαγγελίου τῆς εἰρήνης,

„und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens.“ (Eph. 6,15)

Zur Rüstung gehört nicht nur das aussprechen von Wahrheit – sondern auch eine bestimmte praktische Tätigkeit und Charakterhaltung. Wer sich zum Ausdruck einer bestimmten Sache macht ist mehr als nur eine schriftliche Absichtserklährung. Es geht also um eine tiefe Innere Haltung (die man „Ist“) die zur Waffenrüstung gehört. Die Waffen sind also nicht nur äußerlich, so wie bei einem Weltsoldaten, sondern das Innere stimmt hier mit dem äußeren Handeln überein.

 

2022-04-15

6,14 στῆτε οὖν περιζωσάμενοι τὴν ὀσφὺν ὑμῶν ἐν ἀληθείᾳ καὶ ἐνδυσάμενοι τὸν θώρακα τῆς δικαιοσύνης

„So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit,“ (Eph. 6,14)

Wie kann man Lenden mit Wahrheit umgürten. Viele würden sagen „Bibelverse wissen und aufsagen“ oder „Tatsagen wie „er ist auferstanden“ und „ich bin errettet durch sein Blut“ laut aussagen. Schwieriger wird es schon, wenn die Wahrheit eine Person wäre und keine Wörter oder Verweise die ich Formuliere. Wie soll ich mir eine Person umgürten? Da ich mir wahrscheinlich auch keine Schriftstücke aus Papier auf denen die Wahrheiten stehen umbinden soll – müssen wir davon ausgehen das es bei dieser Aussage des Paulus wieder um eine Allegorie handelt. Und da er hier nicht präziserer wird ist wieder Tür und Tor für viele unterschiedliche Interpretationen gegeben die die Christen oft mehr getrennt haben als sie zusammengebracht haben in ihrem Kampf.

 

2022-04-14

6,13 διὰ τοῦτο ἀναλάβετε τὴν πανοπλίαν τοῦ θεοῦ, ἵνα δυνηθῆτε ἀντιστῆναι ἐν τῇ ἡμέρᾳ τῇ πονηρᾷ καὶ ἅπαντα κατεργασάμενοι στῆναι.

„Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt.“ (Eph. 6,13)

Wir müssen die Rüstung ergreifen – ansonsten haben wir sie nicht. Das ist der Grund warum schon viele nicht widerstanden haben und hingefallen sind. Das ergreifen nicht einfach ein hinfassen ist wird dann klar, wenn wir das Bild des Paulus nehmen und uns vorstellen wie es ist ein richtige Rüstung anzuziehen. Da er aber die Rüstung eines römischen Soldaten meint, die nicht ganz so aufwendig war – war es aber auch nicht überanstrengend sie anzuziehen und man konnte mit ihr weite strecken marschieren.

 

2022-04-13

6,12 ὅτι οὐκ ἔστιν ἡμῖν ἡ πάλη πρὸς αἷμα καὶ σάρκα ἀλλὰ πρὸς τὰς ἀρχάς, πρὸς τὰς ἐξουσίας, πρὸς τοὺς κοσμοκράτορας τοῦ σκότους τούτου, πρὸς τὰ πνευματικὰ τῆς πονηρίας ἐν τοῖς ἐπουρανίοις.

„denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen].“ (Eph. 6,12)

Kampf gegen Gewalten – die wir nicht sehen. Nicht gegen Menschen. Paulus beschreibt die Gewalten der Weltbeherrscher als finster und böse. Also „Wesen“ die mächtig sind, auch weil sie Macht über Menschen haben. Ich gehe davon aus – das Paulus mit dem Wort „unser“ eine gemeinsamen Kampf meint und keinen Einzelnen – weil er zur Gemeinde spricht.

 

2022-04-12

6,11 ἐνδύσασθε τὴν πανοπλίαν τοῦ θεοῦ πρὸς τὸ δύνασθαι ὑμᾶς στῆναι πρὸς τὰς μεθοδείας τοῦ διαβόλου·

„Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels;“ (Eph. 6,11)

Es ist also Gottes Waffenrüstung die wir anziehen sollen, und nicht unsere Eigene. Wenn wir auf diese Weise geschützt sind – können wir „standhalten“ – wir fallen nicht hin. Gott hat uns also etwas gegeben damit wir sicher durchkommen. Sobald wir das gebrauchen (anwenden), was er uns gab, werden wir bestehen können, wenn wir angegriffen werden.

 

2022-04-11

6,10 Τοῦ λοιποῦ, ἐνδυναμοῦσθε ἐν κυρίῳ καὶ ἐν τῷ κράτει τῆς ἰσχύος αὐτοῦ

„Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.“ (Eph. 6,10)

Dieser Vers ist eine Einleitung für das, was danach in den Versen kommt. Dort wird beschrieben, wie man praktisch stark und in der Macht Gottes steht. Wir sollen stark sein und die Macht Gottes gebrauchen – Wir brachen sie damit wir in dieser Welt bestehen und leben können.

 

2022-04-10

6,9 Καὶ οἱ κύριοι, τὰ αὐτὰ ποιεῖτε πρὸς αὐτούς, ἀνιέντες τὴν ἀπειλήν, εἰδότες ὅτι καὶ αὐτῶν καὶ ὑμῶν ὁ κύριός ἐστιν ἐν οὐρανοῖς καὶ προσωπολημψία οὐκ ἔστιν παρ᾽ αὐτῷ.

“Und ihr Herren, tut dasselbe ihnen gegenüber und laßt das Drohen, da ihr wißt, daß auch euer eigener Herr im Himmel ist und daß es bei ihm kein Ansehen der Person gibt.” (Eph. 6,9)

Kein Ansehen der Person vor Gott – Was ist damit gemeint? Hier im Text geht es um die Gesellschaftliche Stellung von Sklaven und Herren. Also könnte man meinen, das es um Machtunterschiede, Bevorzugung und Ungerechtigkeit geht. Da aber an anderer Stelle steht, das es vor Gott auch keine Frau und Mann gibt scheint die Sache komplizierter. Um es aber einfach zu machen kann man sagen: Gott achtet nicht auf Gesellschaftlich Stellung und Körperliche Dispositionen, sondern auch behandelt und richtet die Menschen „gleich“ – also bevorzugt nicht jemanden, nur weil er mehr Geld und Macht hat.

 

2022-04-09

6,8 εἰδότες ὅτι ἕκαστος ἐάν τι ποιήσῃ ἀγαθόν, τοῦτο κομίσεται παρὰ κυρίου εἴτε δοῦλος εἴτε ἐλεύθερος.

„da ihr wißt: Was ein jeder Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn empfangen, er sei ein Sklave oder ein Freier.“ (Eph. 6,8)

Damit ist ein Christ aus der kulturellen Belohnungs- und Bestrafungskultur der Gesellschaft raus. Sein Körper ist zwar noch da – aber das was er tut hat eine andere Motivation und auch eine andere Bedeutung. Diese „Herausgenommen sein aus der Welt“ ist so stark das es die Gesellschaftsstruktur des damaligen Römerreiches (Sklaven und Herren) durchbricht.

 

2022-04-08

6,6-7 μὴ κατ᾽ ὀφθαλμοδουλίαν ὡς ἀνθρωπάρεσκοι ἀλλ᾽ ὡς δοῦλοι Χριστοῦ ποιοῦντες τὸ θέλημα τοῦ θεοῦ ἐκ ψυχῆς, μετ᾽ εὐνοίας δουλεύοντες ὡς τῷ κυρίῳ καὶ οὐκ ἀνθρώποις,

„nicht mit Augendienerei, um Menschen zu gefallen, sondern als Knechte des Christus, die den Willen Gottes von Herzen tun; dient mit gutem Willen dem Herrn und nicht den Menschen,“ (Eph. 6,6-7)

Das ist der Schwerpunkt und die Sichtweise des Paulus – wir dienen nicht den Menschen sondern in erste Linie Gott. Wir sind mit IHM begraben und auferstanden, und wenn es heißt das Jesus sich zum „Knecht“ gemacht hat um des Vaters willen, so auch wir. Wir schauen zuerst ob das was wir tun Gott gefällt – wir dienen IHM zuerst und nicht den Menschen.

 

2022-04-07

6,5 Οἱ δοῦλοι, ὑπακούετε τοῖς κατὰ σάρκα κυρίοις μετὰ φόβου καὶ τρόμου ἐν ἁπλότητι τῆς καρδίας ὑμῶν ὡς τῷ Χριστῷ,

„Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus;“ (Eph. 6,5)

Da steht im Urtext statt „Knechte“, tatsächlich das Wort „Sklaven“ (douloi). Paulus macht keine Revolution und verlangt Freiheit für alle Sklaven.

Und er schreibt sogar das die Sklaven ihren Herren ohne Auflehnung und Widerwillen gehorchen sollen. – Und er macht nicht den Zusatz …. „außer wenn sie ungerecht, brutal und mörderisch sind“. Solchen und anderen Herren, sollen die Sklaven die Christen sind so gehorchen, als würden sie Christus gehorchen – also voll und ganz. Paulus sagt damit zwar nicht das diese „Ordnung“ gut ist, aber er will sie auch nicht ändern.

 

2022-04-06 – 124W

6,4 Καὶ οἱ πατέρες, μὴ παροργίζετε τὰ τέκνα ὑμῶν ἀλλὰ ἐκτρέφετε αὐτὰ ἐν παιδείᾳ καὶ νουθεσίᾳ κυρίου.

„Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“ (Eph. 6,4)

Warum sollen Väter ihre Kinder nicht zur Rebellion reizen? Erziehung soll ein Maß und einen Charakter haben. Kinder sollen sich geborgen und geliebt fühlen als Grundlage – nur dann ist Korrektur und Aufbau möglich. Wenn Väter zu ihren Kindern „des Herrn“ sind (also wie Gott das als Vorbild gibt), dann sind sie an den richtigen Stellen vorsichtig und weich zu den Kindern, und nur dann hart und setzen sich durch, wenn es wirklich nötig ist und zum Besten des Kindes ist.

In der Zucht aufziehen heißt hier, das das Kind täglich Ordnungen braucht um sich zurechtzufinden und Ziele zu erreichen. Ohne diese Führung würde das Kind nicht „wachsen“ sondern sich selbst zerstören.

 

2022-04-05 – 124W

6,2-3 τίμα τὸν πατέρα σου καὶ τὴν μητέρα, ἥτις ἐστὶν ἐντολὴ πρώτη ἐν ἐπαγγελίᾳ, ἵνα εὖ σοι γένηται καὶ ἔσῃ μακροχρόνιος ἐπὶ τῆς γῆς.

„»Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren«, das ist das erste Gebot mit einer Verheißung: »damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden«.“ (Eph. 6,2-3)

Tue etwas …. und du hast ein entsprechendes Ergebnis. Kinder bekommen die Zusage: Wenn du deine Eltern ehrst, dann gehts dir gut. – und zwar: Dann segnet Gott dich und stellt sich auf deine Seite. Wer seine Eltern ehrt, wird von Gott gesegnet, also geehrt. Die Ehre kommt zu ihm zurück.

Ein Gebot Gottes, eine Ordnung die auch zeigt wie Gott mit seinem eigenen Sohn umgeht – Er gehorchte (bis in den Tod), und Gott erhob ihn über alles – das ist wohl Gottes tiefster Charakter, der hier sichtbar wird.

 

2022-04-04 – 124W

6,1 Τὰ τέκνα, ὑπακούετε τοῖς γονεῦσιν ὑμῶν [ἐν κυρίῳ]· τοῦτο γάρ ἐστιν δίκαιον.

„Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht.“ (Eph. 6,1)

Paulus fordert Kinder auf, ihren Eltern zu gehorchen. Ist das die Beste (oder überhaupt angebrachte) Vorgehensweise? Erreicht er sein Ziel, wenn er ihnen das sagt (schreibt)?

In der Gemeinde und den Ordnungen, die er vorher geschrieben hat ja. – Denn Kinder sind dort in der Familie einer Autorität gegenüber die liebevoll und nicht ungerecht oder zerstörerisch ist. Hier haben sie einen natürlich Platz an dem sie „geborgen“ sind. Das Verhalten (der Gehorsam) der Kinder entspricht dann nur dem was voll Freude und natürlich ist. In diesem Umfeld „wollen“ die Kinder gehorchen und freuen sich, das Gott und ihr leiblicher Vater ihnen nahe ist. Das Strahlen des Christus, das eins mit seiner Gemeinde ist, geht auch auf die Kinder über, die ja auch ein Teil davon sind – auch durch einfachen Gehorsam.

 

2022-04-03 – 124W

5,33 πλὴν καὶ ὑμεῖς οἱ καθ᾽ ἕνα, ἕκαστος τὴν ἑαυτοῦ γυναῖκα οὕτως ἀγαπάτω ὡς ἑαυτόν, ἡ δὲ γυνὴ ἵνα φοβῆται τὸν ἄνδρα.

„Doch auch ihr – jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht!“ (Eph. 5,33)

Paulus wusste, das wenn keine „Ehrfurcht“ da ist – dann gibt es Probleme. Anscheinend waren gewisse Tendenzen und Freiheiten in Ephesus so groß, das es wenn bestimmtes Verhalten nicht gelebt wurde schnell Zerstörung herrschte.

Das die Frauen dabei nicht unterdrückt und patriarchalisch unterjocht wurden, zeigt der erste Teil des Verses – Wenn Männer ihre Frauen „so wie sich selbst“ lieben ist jeder Ansatz von Destruktivität weit weg – die Grundlage des Umgangs miteinander ist eben eine ganz andere als bei den Menschen die ohne Gott und nicht in der Gemeinde leben.

 

2022-04-02 – 124W

5,32 τὸ μυστήριον τοῦτο μέγα ἐστίν· ἐγὼ δὲ λέγω εἰς Χριστὸν καὶ εἰς τὴν ἐκκλησίαν.

„Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.“ (Eph. 5,32)

Das ist natürlich das Geheimnis des „eins“ seins. Wenn Leute in einem Raum zusammen sind sind sie noch nicht eins. Wenn Leute sich einige und das Gleiche tun und sagen, sind sie noch nicht eins. Das Geheimnis ist viel größer.

Paulus gibt einen Hinweis darauf, wie das Geheimnis zu beschreiben oder wahrzunehmen ist – in der Beziehung von Christus zu seiner Gemeinde. So wie Paulus es schreibt „deuten“ so wie er auch viele Andere das Geheimnis und deren Umsetzung. Seit fast 2000 Jahren ist alles somit so relativiert das schon Kirche und Sonntagsvormittagsgottestdienst als (das was Paulus meint) gedeutet wurden. Somit bleibt das Geheimnis weiter verborgen und „ver-deutet“.

 

2022-04-01 – 124W

5,31 ἀντὶ τούτου καταλείψει ἄνθρωπος [τὸν] πατέρα καὶ [τὴν] μητέρα καὶ προσκολληθήσεται πρὸς τὴν γυναῖκα αὐτοῦ, καὶ ἔσονται οἱ δύο εἰς σάρκα μίαν

„»Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen , und die zwei werden {ein} Fleisch sein«.“ (Eph. 5,31)

Paulus verweist auf einen alttestamentlichen Vers um zu zeigen das Mann und Frau (und damit auch Christus und die Gemeinde) eins sein sollen. Da hier das größte Geheimnis aller Zeiten von Paulus angesprochen und begründet wird – hat dieser Vers eine umso größere Bedeutung. Gott plante schon seit Anbeginn der Zeit eine „Einheit“ die alles irdische und menschliche übersteigt – und die die einzige Lösung für alle Zerstörung Leid und Elend ist. Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat Jesus diese Einheit vollbracht und in der Ehe und Gemeinde wird sie jetzt sichtbar und praktisch.

 

2022-03-31 – 124W

5,30 ὅτι μέλη ἐσμὲν τοῦ σώματος αὐτοῦ.

„Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.“ (Eph. 5,30)

Weil wir zu IHM gehören und von IHM sind, leben und benehmen wir uns auch so wie ER. Paulus hebt diese Einheit und Nähe deshalb hervor, weil sie die Grundlage ist – alles andere wäre nur ein Regelgeben oder der Versuch unterschiedliche Leute zu einem Thema zusammen zuhalten.

Und alles in der Gemeinde gehören dazu – auch die Schwachen.

 

2022-03-30 – 124W

5,29 Οὐδεὶς γάρ ποτε τὴν ἑαυτοῦ σάρκα ἐμίσησεν ἀλλὰ ἐκτρέφει καὶ θάλπει αὐτήν, καθὼς καὶ ὁ Χριστὸς τὴν ἐκκλησίαν,

„Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde.“ (Eph. 5,29)

Wir lieben und pflegen uns selbst – Paulus bringt unsere Position zu uns selber in Verbindung zu Gott und der Gemeinde. Die Beziehung ist eng und intim. Wir können verstehen wie Jesus mit den Christen der Gemeinde umgeht, wenn wir auf das Verhalten von uns selbst zu uns selbst schauen. Also keine Anweisung von außen, wie wir uns zu verhalten haben – sondern von innen, wie wir selber mit uns umgehen.

 

2022-03-29 – 124W

5,28 οὕτως ὀφείλουσιν [καὶ] οἱ ἄνδρες ἀγαπᾶν τὰς ἑαυτῶν γυναῖκας ὡς τὰ ἑαυτῶν σώματα. ὁ ἀγαπῶν τὴν ἑαυτοῦ γυναῖκα ἑαυτὸν ἀγαπᾷ.

Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.

„Ebenso“, wie Christus handelt, sollen auch alle Männer (Ehemänner) handeln. Alles andere kommt nicht in Frage. Durch Hingabe (Liebe) an die eigen Frau wird Gott geehrt und SEIN Wesen auf dieser Welt sichtbar. Wir können angesichts dieses Verses sagen: Christliche Ehen sind etwas großartiges, herrliches, liebevolles, denn ihn ihnen wird Gott sichtbar – und die Männer sind so wie Christus – ihm ähnlich.

 

2022-03-28 – 124W

5,27 ἵνα παραστήσῃ αὐτὸς ἑαυτῷ ἔνδοξον τὴν ἐκκλησίαν, μὴ ἔχουσαν σπίλον ἢ ῥυτίδα ἤ τι τῶν τοιούτων, ἀλλ᾽ ἵνα ᾖ ἁγία καὶ ἄμωμος.

„damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei.“ (Eph. 5,27)

Sehr strahlend und Rein, wird die Gemeinde werden. Dieser „Prozess“ wird hier auf der Erde passieren und nicht im Himmel. Wir diese „Herrlichmachung“ praktisch aussieht, darüber gibt es unter Christen viele unüberwindliche Meinungsverschiedenheiten – und die meisten berufen sich dabei auf die Bibel. Wenn Jeder seine Eigene Vorstellung hat ist fast alles Relativ. Deshalb hat Gott Paulus berufen (Eph.3,9) – er soll den Christen darüber Aufklärung geben, wie das Geheimnis konkret, praktisch umzusetzen ist.

 

2022-03-27 – 124W

5,26 ἵνα αὐτὴν ἁγιάσῃ καθαρίσας τῷ λουτρῷ τοῦ ὕδατος ἐν ῥήματι

„damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort,“ (Eph. 5,26)

Was genau gereinigt wird und wie das geschieht ist hier unklar – Wir sehen zwar, das es mit dem Christ gemacht wird, dass es mit der Taufe und dem „Wort“ zu tun hat, aber mehr auch nicht. Jedenfalls scheint die Reinigung im Wasserbad durch (im) Wort der Start zu sein, um dann von Gott geheiligt zu werden – also verändert zu werden, so das der Christ ihm (Gott) ähnlicher werde.

Es ist eine sehr schöne Methapher, sich vorzustellen „im Wort“ zu baden. Also das was Wort ausspricht, dem dem Jesus z.B. sagt, das er Worte des „ewigen“ Lebens sagt.

 

2022-03-26 – 124W

5,25 Οἱ ἄνδρες, ἀγαπᾶτε τὰς γυναῖκας, καθὼς καὶ ὁ Χριστὸς ἠγάπησεν τὴν ἐκκλησίαν καὶ ἑαυτὸν παρέδωκεν ὑπὲρ αὐτῆς,

„Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat,“ (Eph. 5,25)

„für sie hingegeben“ – Alles für die Frau gegeben – weil er sie sosehr liebte. Hier ist in der Grundlage der Beziehung nicht ein Herrschen oder Befehle geben, sondern die Hingabe. Ich will das es meinem gegenüber so gut wie möglich geht. Was für eine sichere Grundlage für eine Ehe. Das ist die Liebe wie sie sich zeigt wenn Gott aktiv ist. – Und wie sollen es auch so machen. Die Ehe von Christen sind somit ein praktisches Abbild der Leibe Gottes.

 

2022-03-25 – 124W

5,24 ἀλλὰ ὡς ἡ ἐκκλησία ὑποτάσσεται τῷ Χριστῷ, οὕτως καὶ αἱ γυναῖκες τοῖς ἀνδράσιν ἐν παντί.

„Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.“ (Eph. 5,24)

Trauen haben also ein Vorbild, wie sie es machen sollen, die Unterordnung. Aber die Aussage ist immer noch pauschal und bedarf der jeweiligen individuellen Interpretation. Was soll die Frau also praktisch genau zu einem bestimmten Zeitpunkt tun? Das muss die Frau selber entscheiden (oder im Gebet mit Gott „festlegen“) – aber Paulus gibt das nicht vor – er zeigt nur „Vorbilder“. Das einige ein Verdrehtes, zerstörerisches Patriarchat gemacht haben kann man nicht mit diesem Text begründen – denn der sagt das nicht.

 

2022-03-24 – 124W

5,23 ὅτι ἀνήρ ἐστιν κεφαλὴ τῆς γυναικὸς ὡς καὶ ὁ Χριστὸς κεφαλὴ τῆς ἐκκλησίας, αὐτὸς σωτὴρ τοῦ σώματος

„denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes.“ (Eph. 5,23)

Haupt heißt hier Führung und Leitung – und nicht Unterdrückung und Erniedrigung. Es läuft nicht alles durcheinander und jeder macht was er will – sondern die „geliebten“ sprechen mit einer Stimme. Alles andere wäre zerstörerisch.

 

2022-03-23 – 124W

5,22 αἱ γυναῖκες τοῖς ἰδίοις ἀνδράσιν ὡς τῷ κυρίῳ,

„Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn;“ (Eph. 5,22)

Wenn Paulus nicht im Vers vorher geschrieben hätte das Alle (nicht nur die Frauen) sich den einander unterordnen sollen – könnte man meinen das es hier um pariachalische Knechtung der Frau unter den Mann geht. Das ist aber eben nicht so wie der Vers vorher zeigt. Hier wird auf eine „Struktur“ der Gemeinschaft beschrieben die Gott so geschaffen hat. Es geht hier also zuerst um Gott und nicht um Frauen! – ansonsten könnte man den Vers sehr schnell sehr falsch verstehen.

 

2022-03-22 – 124W

5,21 Ὑποτασσόμενοι ἀλλήλοις ἐν φόβῳ Χριστοῦ,

„ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!“ (Eph. 5,21)

Das sagt Paulus zu Christen, die in enger und liebevoller Gemeinschaft zusammenleben. Wenn ich dem Anderen eine hohe Achtung erweise, höre ich ihm auch zu und werde danach trachten ihn zu unterstützen. Also kein „Nebeneinanderherleben“. Wenn ich was gesagt bekomme reagiere ich wenn die Gemeinschaft so eng und lebendig wie in Ephesus ist darauf positiv – ich freue mich auf meine Geschwister und will sie sehen und hören. Wenn das nicht so ist, kann Unterordnung aber auch einzwängend und zerstörerisch sein.

 

2022-03-21 – 124W

5,20 εὐχαριστοῦντες πάντοτε ὑπὲρ πάντων ἐν ὀνόματι τοῦ κυρίου ἡμῶν Ἰησοῦ Χριστοῦ τῷ θεῷ καὶ πατρί.

„sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus;“ (Eph. 5,20)

Das Wort „allezeit“ ist hier sicherlich entscheidend. – denn wenn Danke kann ich in dieser Zeit nicht klagen, verzweifeln, murren…. Usw. Somit könnten alle Probleme, die Christen auf dieser Erde haben behoben sein – durch einfach ständig danken. Man sollte das was Paulus hier schreibt doch wenigsten mal versuchen und schauen was dann passiert….

 

2022-03-20 – 124W

5,19 λαλοῦντες ἑαυτοῖς [ἐν] ψαλμοῖς καὶ ὕμνοις καὶ ᾠδαῖς πνευματικαῖς, ᾄδοντες καὶ ψάλλοντες τῇ καρδίᾳ ὑμῶν τῷ κυρίῳ,

“redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen;“ (Eph. 5,19)

Ich gehe tatsächlich davon aus, das diese Aussage von Paulus auch noch für heute gilt und das man sich daran halten sollte. Das ist ein große Herausforderung und sie verlangt richtige Aktivität und Motivation. Das soll ja alles aus einem ehrlichen Herzen kommen und kein oberflächliches Theater sein. Es wäre einiges anders wenn das überall bei „Christen“ tägliche Praxis ist – und nicht nur wie oft nur am Sonntag Vormittag stattfinden würde.

 

2022-03-19 – 124W

5,18 καὶ μὴ μεθύσκεσθε οἴνῳ, ἐν ᾧ ἐστιν ἀσωτία, ἀλλὰ πληροῦσθε ἐν πνεύματι,

„Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes;“ (Eph. 5,17)

Es gibt Ausleger die dann argumentieren (weil da Wein steht), das man ja dann mit Whisky das tun darf.

Und es gibt Ausleger die auf das Prinzip der Mäßigung plädieren und jeglichen Alkohol dann ablehnen. Paulus schreibt aber nicht, das es erlaubt oder verboten ist aus seinen Versen Prinzipien herauszudestielieren und die dann auf Gruppen heutiger Christen anzuwenden – deshalb machen es dann die Leute auch. Und habe jeder dann, weil es nicht anders geht, eine eigene Interpretation der „Dinge“.

 

2022-03-18 – 124W

5,17 διὰ τοῦτο μὴ γίνεσθε ἄφρονες, ἀλλὰ συνίετε τί τὸ θέλημα τοῦ κυρίου.

„Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist!“ (Eph. 5,17)

Wenn man jemand unverständigem sagt er solle verständig werden, wird er das nicht verstehen, weil er ja unverständig ist /// Wenn man einem Verständigen sagt, das er verständig ist und bleiben soll, wird er das wohl bejahen.

Was soll also dieser Vers sagen, – das alles so ist wie es ist? Jedenfalls schreibt Paulus ihn wohl weil es in Ephesus Christen gab die nicht wussten oder verstanden was der Wille Gottes ist – und das sollte sich ändern – und er sagt ihnen pauschal allen, das sich das ändern soll. Ob alle unverständig sind oder nur ein Teil schreibt er hier nicht.

 

2022-03-17 – 124W

5,16 ἐξαγοραζόμενοι τὸν καιρόν, ὅτι αἱ ἡμέραι πονηραί εἰσιν

„und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.“ (Eph. 5,16)

Diese Anweisung bedeutet wohl morgens früh aufstehen und richtig Arbeiten und was tun, anstatt rumliegen und ausruhen. Andere schränken das ein und beziehen das auf das weitersagen der Botschaft von der Auferstehung Christi.

Auf jeden Fall wird hier ein Gefahr beschrieben: die Tage sind Böse – und man muss was gehen diese zerstörerische Bosheit tun: auskaufen, tun, arbeiten, Projekte leiten und durchbringen.

Scheinbar geht es nicht anders – doch das Mass wie intensiv, zeitplanerisch das sein soll, sagt Paulus nicht …. es bleibt also nur Prinzip – da es keine genaue Anweisung gibt ob wir z.B. 7 – oder 8,5 Stunden schlafen sollen….

 

2022-03-16 – 124W

5,15 Βλέπετε οὖν ἀκριβῶς πῶς περιπατεῖτε μὴ ὡς ἄσοφοι ἀλλ᾽ ὡς σοφοί,

„Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise;“ (Eph. 5,15)

Ist hier Selbstreflektion gemeint? – Das Niveau das Paulus hier anspricht, ist das des Weisen.

Wir müssen also herausbekommen, was ein Weiser ist, und wie er sich verhält – ansonsten können wir diesen Vers werden verstehen noch umsetzen.

 

2022-03-15 – 124W

5,12-13 τὰ γὰρ κρυφῇ γινόμενα ὑπ᾽ αὐτῶν αἰσχρόν ἐστιν καὶ λέγειν, τὰ δὲ πάντα ἐλεγχόμενα ὑπὸ τοῦ φωτὸς φανεροῦται

„denn was heimlich von ihnen getan wird, ist schändlich auch nur zu sagen. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht.“ (Eph. 5,12-13)

„vom Licht aufgedeck“ – Was ist das? Soll so was schriftlich, mündlich, vor Anderen, in der Zeitung oder im Gespräch unter 4 Augen geschehen. Es kann sein, dass man etwas sagt, aber der Andere ist „blind“ oder will nicht hören, dann ist die Sache (obwohl sie ausgesagt wurde) doch nicht aufgedeckt. Scheinbar reicht es nicht vor Leuten, oder schriftlich die Worte „Jesus Christus“ zu sagen oder schreiben. Es gibt Fälle in denen nützt, weder reden noch schreiben. Wie und vor wem deckt man etwas auf das verborgen, verdreht, aber z.B. eingewöhnter inkulturierter Charakter von Leuten ist. Ohne Nähe und Vertrauen ist das ziemlich unmöglich.

 

2022-03-14 – 124W

5,11 καὶ μὴ συγκοινωνεῖτε τοῖς ἔργοις τοῖς ἀκάρποις τοῦ σκότους, μᾶλλον δὲ καὶ ἐλέγχετε

„und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf;“ (Eph. 5,11)

„Aufdecken“ – Wie macht man das? Ist das nicht in jedem Fall unterschiedlich?

Hier ist aber eine ganz bestimmte Grundhaltung zu entdecken:
„Keine Gemeindschaft haben“ – heißt das es mich von etwas separiere, mich fernhalte, eine Distanz zu Jemandem habe.
Aber „aufdecken“ ist etwas aktives, das auch Mut und darauf zugehen erfordert – eben oft Konfrontation. So geht es „Licht“ zu machen und „Salz“ zu sein. – Anders nicht!

 

2022-03-13 – 124W

5,10 δοκιμάζοντες τί ἐστιν εὐάρεστον τῷ κυρίῳ,

„Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist,“ (Eph. 5,10)

Warum sollen wir prüfen? – Reicht es nicht sich vom Geist leiten zu lassen? Mit Blick auf den Verse davor kann man sagen das das nicht reicht. Paulus fasst zusammen das wir „selber“ unterscheiden lernen müssen – und das nicht nur von außen als Empfehlung oder Befehl zugeteilt wird. Dazu muss man ein gewisses Wissen und Mündigkeit besitzen. Und man muss Gott kennen, so das man weiß was ihm wohlgefällig ist – denn hier steht ja nicht, das wir alles an Alt- oder Neu- testmentlichen Bibelmaßstäben messen sollen (was Viele schon in Sackgassen und Distanziertheit zum Herrn gebracht hat.)

 

2022-03-12 – 124W

5,9 – ὁ γὰρ καρπὸς τοῦ φωτὸς ἐν πάσῃ ἀγαθωσύνῃ καὶ δικαιοσύνῃ καὶ ἀληθείᾳ –

„Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ (Eph. 5,9)

Das gilt wohl nicht nur für damals, als Paulus das schrieb, sondern auch für heute und weltweit.
Güte und Gerechtigkeit sind als moralisch-ethische Verhaltensweise und Einstellungen jedem bekannt. Obwohl sich in den letzten Jahrtausenden sehr viel kulturell und gesellschaftlich geändert hat – bleiben also bestimmte „Charaktereigenschaften“ gleich. Aber im „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“ wird gerade das verkehrt und Menschen können nicht mehr Wahrheit und Lüge unterscheiden und erkennen. Wenn Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit verdreht sind, wird man auch Gott und seine Frucht nicht mehr erkennen können.

 

2022-03-11 – 124W

5,8 ἦτε γάρ ποτε σκότος, νῦν δὲ φῶς ἐν κυρίῳ· ὡς τέκνα φωτὸς περιπατεῖτε

„Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts!“ (Eph. 5,8)

Wandelt als Kinder – Es ist immer wieder erstaunlich warum Paulus das schreibt – Denn wenn sie doch jetzt im Licht sind, sind sie doch im Licht und werden auch im Licht leben. Er schriebt ja: „Jetzt aber seit ihr“.

Und trotzdem ermahnt er sie und fordert sie auf in ihrer Lebenspraxis dann auch zu zu leben als wären sie Kinder des Lichts. Warum gibt er überhaupt Anweisungen, wie sie zu leben haben – wissen sie das, als Kinder des Leichtes, die Gottes Stimme hören und Prophetie haben nicht selber?

 

2022-03-10 – 124W

 μὴ οὖν γίνεσθε συμμέτοχοι αὐτῶν

„So werdet nun nicht ihre Mitteilhaber!“ (Eph. 5,7)

Das meint sicherlich ein aktives widersprechen. Wer schweigt ist schon Teilhaber. Viele Christen meinen, dass wenn sie sich distanzieren und in einer anderen Ecke wohnen, oder mit den Leuten nicht sprechen, dann haben sie auch nicht Teil. Das würde klappen wenn wir auf dieser Welt völlig aus unserer jeweiligen Kultur und Land herausgehen würden – aber solange wir „drin aber nicht von“ sind sieht Gott uns so – das wir nur durch deutliches Salz und Licht die wir vor den Menschen und Christen praktizieren nicht Mitteilhaber sind.

 

 

 

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